#Klimaschutz

  • Paris-Abkommen als Brücke zur Einhaltung der 2-Grad-Grenze

    Die nationalen Länderbeiträge zu einem globalen Klimaabkommen reichen bislang zwar nicht aus, um die globale Erwärmung auf maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen – sie können jedoch zum Einstiegspunkt in eine kohlenstoffarme Wirtschaft werden, wenn das Pariser Abkommen einen Mechanismus zur Stärkung dieser Beiträge bis spätestens 2020 umfasst. Das zeigt ein neuer Bericht eines Konsortiums aus 16 internationalen Forschungsinstituten. Die Wissenschaftler liefern eine detaillierte Analyse des Umbaus des Energiesektors, der für die Umsetzung der INDC genannten Länderbeiträge (intended nationally determined contribution) notwendig wird, und untersuchen die Reichweite dieses Umbaus mit Blick auf die zwei-Grad-Leitplanke.
     
    INDC Projektion

    (Grafik: © PIK)
  • Petition für eine ökologische Mehrwertsteuerreform

    Nachhaltige Mehrwertsteuerreform - für eine ökologische Wende bei Nahrung, Energie, Verkehr und Produkteffizienz

    Steuern sind zum Steuern da - diese Chance bietet die Mehrwertsteuer ganz besonders, und sie gilt es zu nutzen. Ziel ist, dauerhaft faire marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen für Herstellung und Verbrauch nachhaltiger Produkte zu erreichen. Der verringerte Mehrwertsteuersatz soll, möglichst europaweit, ausschließlich auf nachhaltige Produkte und Dienstleistungen angewandt werden.

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    (Grafik: Pixabay.com)

  • Projekt „Energiegründer“ sucht und veröffentlicht innovative Ideen

    RKW Kompetenzzentrum gibt der Energiewende ein Gesicht

    Mit der Website www.energiegruender.de macht das Projekt „Energiegründer“ des RKW Kompetenzzentrums seit September 2014 auf Gründungen im Bereich der erneuerbaren Energien aufmerksam und stellt auf der modern gestalteten Plattform bereits 28 Startups mit innovativen Ideen vor. Weitere Energiegründer haben noch immer die Gelegenheit, ihr Profil für die Seite einzureichen. Ziel ist es, ein stärkeres Bewusstsein für Energiegründer zu schaffen und die Gründeraktivitäten nachhaltig zu steigern. Unterstützt wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

    Neue Energie
    (Foto: Udo Schuldt)

  • Reform des EU-Emissionshandels

    RWI: Marktstabilitätsreserve ist nicht der Königsweg

    Die Europäische Kommission will den EU-Emissionshandel mit einer Marktstabilitätsreserve reformieren. Durch diese soll der Überschuss an Zertifikaten auf dem Markt reduziert und damit ein dauerhaft höheres Preisniveau erreicht werden. Eine aktuelle Analyse des RWI zeigt jedoch, dass diese politisch favorisierte Reformvariante nicht der Königsweg ist. Sinnvoller wäre es, den EU-Emissionshandel in seiner Reinform zu belassen und Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre durch einmalige Eingriffe zu beseitigen. Zusätzlich könnte die Emissionsobergrenze stärker abgesenkt werden, als bisher vorgesehen.


    Die deutsche Emissionshandelsstelle verwaltet den EU-Emissionshandel in Deutschland (Foto: Udo Schuldt) 

  • Regenwaldschutz funktioniert wie Tempokontrollen

    Effiziente Überwachung und angewandte Strafen wirken

    Die Vernichtung des brasilianischen Regenwaldes hat sich deutlich verlangsamt: Mit rund 5000 Quadratkilometern jährlich beträgt der Verlust „nur“ noch rund ein Sechstel im Vergleich zum Jahr 2004. Ein internationales Forscherteam unter Federführung des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn hat evaluiert, welche Schutzmaßnahmen besonders effizient sind. In den Bundesstaaten der brasilianischen Amazonasregion, die bei der Strafverfolgung besonders effektiv sind, ist eine deutlich geringere Entwaldung zu verzeichnen als anderswo. Die Ergebnisse werden nun im Fachjournal „PLOS ONE“ vorgestellt.

    Amazon Rainforest
    Amazonas Regenwald (Foto: lubasi; Lizenz: CC-BY-SA-2.0)

  • Rückgang Photovoltaik

    Bundesregierung rockt Solar-Zubau

    „Der Niedergang der Photovoltaik-Ausbaus ist eine Niederlage der Bundesregierung, die ihre Ausbauziele deutlich verfehlt“, so Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE. zu den neuesten Zahlen der Bundesnetzagentur. Demnach sind in den vergangenen 12 Monaten nur 1,4 Gigawatt Photovoltaik zugebaut worden, angestrebt wird hingegen ein Zubaukorridor zwischen 2,4 und 2,6 Gigawatt jährlich. In der nun gemeldeten Zahl von 1,4 Gigawatt sind Nachmeldungen einbezogen worden, sonst ist der Zubau sogar noch geringer.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • Rumdoktern am #Emissionshandel heilt ihn nicht

    „Die Anti-Klimaschutz-Allianz in der EU steht weiter auf der Bremse. Der Emissionshandel kommt seit Jahren nicht in Fahrt. Es ist abzusehen, dass die Zertifikate-Preise weiter niedrig bleiben. Das selbsternannte Flaggschiff der EU-Klimaschutzpolitik dümpelt weiter vor sich hin“, so Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der aktuellen Entscheidung über die Marktstabilitätsreserve.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • RWI analysiert Einstellungen zur Energieversorgung

    Norddeutschland mag Erneuerbare, der Osten hält Kohle die Treue

    Ob der Bau neuer Stromtrassen und Kohlekraftwerke oder die Nutzung von Energiequellen zur Stromerzeugung – in Deutschland gibt es große regionale Unterschiede, wenn es um die Bewertung von energiepolitischen Maßnahmen und Energiequellen geht. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung des RWI. Sie basiert auf einer deutschlandweiten Befragung zum Thema Energieversorgung. Um regelmäßig Informationen über die Einstellung der Deutschen zur Energie- und Klimapolitik zu erhalten, schlagen die Wissenschaftler eine institutionalisierte, regelmäßige Befragung eines festen Panels von Haushalten vor.

    Detail aus WEA im Hamburger Hafen
    WEA im Hamburger Hafen (Foto: Udo Schuldt)

  • Schwache #EU- #Klima-Ziele

    2-Grad-Ziel wird verfehlt

    Berlin/Brüssel: Die letzte Woche für das Pariser Klimaschutzabkommen veröffentlichten C02-Minderungsziele der Europäischen Union sieht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) als unzureichend an. Die Begrenzung der Erderwärmung unter zwei Grad Celsius werde so verfehlt. Dafür sei ein weit ehrgeizigeres Ziel als minus 40 Prozent CO2 bis 2030 erforderlich.

    Das Gebäude der EU-Kommission
    Das Berlaymont-Gebäude- Sitz der Kommission - in Brüssel (Foto: Amio Cajander; Lizenz: CC-BY-SA-2.0)

  • Solar-Crowdfunding abermals auf Rekordkurs

    Nach Apple und Google setzten private Investoren auf Sonnenenergie

    Crowdfunding der Sonneninvest Deutschland GmbH & Co. KG auf Econeers

    Erfurt/Wien. Apple und Google haben in den letzten Jahren verstärkt in Photovoltaik investiert. Auch, dass Börsenguru Warren Buffet als einer der reichsten Menschen der Welt seit Jahren auf erneuerbare Energien setzt und rund 30 Milliarden investiert hat, ist allseits bekannt. Überraschender ist da schon, mit welchem Engagement private deutsche Anleger in die Photovoltaik investieren. Neben den zigtausend Solaranlagen auf den Dächern Deutschlands werden Solar-Investments über Crowdfundings immer beliebter. Das bekannteste Beispiel dafür ist das aktuelle Crowdfunding der Sonneninvest Deutschland GmbH & Co. KG auf Econeers. Nach zehn Tagen haben bereits rund 300 Personen über 400.000 Euro in die Solarkraftwerke investiert.

    SolarparkCrowdfunding der Sonneninvest Deutschland GmbH & Co. KG auf Econeers ( Foto: © Sonneninvest)

  • Solarstrom nicht länger den Stecker ziehen

    EEG-Referentenentwurf: Solarbranche kritisiert Entwurf für neues Ökostrom-Gesetz

    Scharfe Kritik am aktuellen Entwurf des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) kommt von der Solarbranche. Anstatt den Ausbau Erneuerbarer Energien zu beschleunigen, stehe die Bundesregierung bei der Energiewende weiter auf der Bremse, kritisiert der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Dazu dessen Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig: "Dieser Gesetzesentwurf steht in eklatantem Widerspruch zu den Klimaschutzzielen und muss dringend nachgebessert werden. Großverbraucher klimaschädlicher Energie werden weiter subventioniert. Energiebewussten Verbrauchern und Gewerbebetrieben werden hingegen bei der Investition in Solartechnik immer mehr Steine in den Weg gelegt. Solarenergie ist inzwischen preiswert, bei fairer Kostenbetrachtung sogar günstiger als Strom aus neuen Atom- oder Kohlekraftwerken. Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, sie nicht endlich stärker zu nutzen. Solarstrom darf nicht länger der Stecker gezogen werden!"

    Solar collectors Northern Germany
    (Foto: Gemeinfrei)

  • Solarthermische Kraftwerke – ein Gewinn auch für die soziale Entwicklung in Nordafrika

    Social CSP – Studie von Germanwatch und Wuppertal Institut formuliert Nachhaltigkeits-Anforderungen und Best Practice-Empfehlungen

    Bonn/Wuppertal. Solarthermische Kraftwerke (CSP, concentrated solar power) an ihren nordafrikanischen Standorten stellen nicht nur erneuerbare Stromlieferanten für den steigenden Energiebedarf im südlichen Mittelmeerraum dar, sondern bringen auch große Vorteile für die regionale Entwicklung. Das haben Germanwatch und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie in einer gemeinsamen Studie am Beispiel von NOORo I, einem CSP-Kraftwerk in Südmarokko, nachgewiesen.

    Solar Plant
    Solarthermisches Kraftwerk - Prinzipfoto ( Fotolizenz: Gemeinfrei)

  • Stabileres Stromnetz durch Batteriespeicher

    Studie: Batterien spielen bald zentrale Rolle im Strommarkt

    „Dezentrale Batterien tragen künftig zu einem stabilen Stromnetz bei. Sie ergänzen den Wind- und Solarstrom und helfen konventionelle Must-run Kraftwerke abzulösen“, so Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). Eine heute in Berlin vorgestellte Kurzstudie der Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES) im Auftrag des BEE und der HANNOVER MESSE unterstreicht den positiven Beitrag dezentraler Batteriespeicher zur Integration Erneuerbarer Energie in das Stromsystem. Schon jetzt nutzen mehr als 15.000 Haushalte in Deutschland mit Hilfe intelligenter Speicher Solarstrom auch bei Dunkelheit.

    BEE logo
    (Grafik: © BEE)

  • Starker Protest gegen Kohlenutzung

    6.000 demonstrieren im rheinischen Revier mit Anti-Kohle-Kette für konsequenten Klimaschutz

    Gemeinsame Pressemitteilung des Trägerkreises der Anti-Kohle-Kette vom 25. April 2015

    Immerath/Berlin: 6.000 Teilnehmer aus ganz Deutschland, aus Polen, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Norwegen und weiteren Ländern haben heute im rheinischen Kohlerevier mit einer 7,5 Kilometer langen Menschenkette für einen schrittweisen Kohleausstieg und konsequenten Klimaschutz demonstriert. Die Demonstranten setzten mit einer geschlossenen Anti-Kohle-Kette den Baggern des Braunkohletagebaus Garzweiler eine symbolische Grenze. Die Kette sei ein deutliches Zeichen, dass ein großer Teil der Bevölkerung den schrittweisen und sozialverträglichen Ausstieg aus der Kohle befürworte, um das nationale Klimaziel von mindestens 40 Prozent weniger CO2 bis 2020 zu erreichen, so die Veranstalter.

    Anti Kohle Kette
    (Foto: Campact; Lizenz: CC-BY-NC-2.0)

  • Starkregen- und Hochwasserschutz

    DBU fordert, Folgen des Klimawandels besser zu managen

    DBU fordert Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen aus Kohle und Öl – Hilfe durch neue Ansätze

    Osnabrück. „Wir müssen den Ausstoß von Treibhausgasen aus fossilen Brennstoffen rasch und stark verringern und natürliche Lebensräume und Flussauen besser schützen. Starkregenereignisse wie 2014 in Gera und Münster oder gerade in Bad Essen, Melle oder Oelde zeigen, dass in unseren verdichteten und kompakt gebauten Städten die Gefahr von Überflutungen ständig wächst. Auch Flüsse und Natur brauchen wieder mehr Raum, um einen effektiven Hochwasser- und Naturschutz verwirklichen zu können.“ – Mit diesen Worten unterstreicht Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Notwendigkeit, „die Folgen des Klimawandels jetzt und für zukünftige Generationen besser zu managen.“ Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung habe gerade bestätigt, dass der Aufwärtstrend zuvor nie dagewesener Starkregen zum Anstieg der globalen Mitteltemperatur passe, die von Treibhausgasen aus dem Verbrennen von Kohle und Öl verursacht werde.

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    Durch Starkregen mit großen Niederschlagshöhen und schweren Überflutungen sehen sich Kommunen vor große Probleme gestellt. ( Foto: © MUST Städtebau )

  • Strampeln für den Klimaschutz

    Mit dem Rad zur Petitionsübergabe nach Berlin

    Dass eine Petition zum Thema CO2-Steuer mit Anlagen übergeben wird, in denen alle Bundestagsfraktionen zum Anliegen der Petition Stellung nehmen und acht große „Player“ in Sachen Klimaschutz sich dazu äußern, was aus ihrer Sicht unbedingt und dringend getan werden müsste, damit die 2-Grad-Marke nicht überschritten wird – das gibt es wohl nicht so oft.

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    (Grafik: Gemeinfrei)

  • Studie: Globale Energiewende hat begonnen

    Untersuchung von Germanwatch zeigt Anzeichen für Trendwende bei Emissionen und Erneuerbaren Energien sowie für Abkehr von der Kohle. Klimagipfel in Paris kann Wendepunkt werden.

    Bonn/Berlin. Ein halbes Jahr vor Beginn des Weltklimagipfels in Paris zeigt eine neue Studie von Germanwatch Umbrüche in zentralen Feldern der internationalen Energie- und Klimapolitik. "Der Klimagipfel in Paris fällt in eine Zeit, in der eine weltweite Trendwende tatsächlich möglich erscheint", erklärt Jan Burck, Hauptautor der Germanwatch-Studie. "Unsere Untersuchung  dokumentiert wichtige  Anzeichen für die weltweite Stagnation der globalen energiebedingten CO2-Emissionen, für einen geradezu beispiellosen Siegeszug der Erneuerbaren Energien und für eine Abkehr vom Ausbau der Kohleverstromung in zentralen Industrie- und Schwellenländern.

    Solarzellen auf Scheunendächern
    Solarzellen auf Scheunendächern haben mit zum Sieg der Erneuerbaren beigetragen (Foto: Udo Schuldt)

  • Sudie stellt MSC-Siegel für Fischerei in Frage

    Blaues Siegel für Fischprodukte aus überfischten Beständen kratzt an Glaubwürdigkeit des Marine Stewardship Council (MSC)

    Neue interdisziplinäre Studie zeigt Grenzen MSC-zertifizierter Fischbestände im Nordostatlantik auf

    Viele europäische Fischbestände gelten als überfischt oder sind von Überfischung bedroht. Das blaue MSC-Siegel auf Fischprodukten soll garantieren, dass der Fisch aus geprüfter umwelt- und bestandsschonender Fischerei stammt und Verbrauchern damit Sicherheit beim Einkauf vermitteln. In einer interdisziplinären Studie haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Kieler Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gemeinsam mit internationalen Kolleginnen und Kollegen die Verlässlichkeit des MSC-Siegels an nordeuropäischen Fischbeständen geprüft. Ihr Ergebnis: Mehr als zehn Bestände wurden stärker befischt als ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar wäre. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift Marine Policy erschienen.

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    Wissenschaftler untersuchen Fischbestände. Eine neue Studie fordert die Aussetzung einer Zertifizierung mit Ökolabels von überfischten Beständen. (Foto: © GEOMAR)

  • Tragen E-Autos zum Klimaschutz bei ?

    Nur wenn in Deutschland wesentlich mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird können E-Autos zum Klimaschutz beitragen und auch nur dann, wenn verhindert wird, dass Bahn- und Fahrradverkehr durch E-Autoverkehr ersetzt wird. Außerdem darf die Zahl aller Kfz nicht zunehmen.

    Ein neuer Bericht des Umwelt- und Prognose- Institut e.V. (UPI) sieht Elektromobilität positiv, aber vor allem die der Bahnen und nicht die der Autos. Entgegen der allgemeinen Annahme erzeugen E-Autos nämlich in etwa ebensoviel CO2 wie herkömmliche Kfz mit Verbrennungsmotor. Dies liegt vor allem daran, dass der Strom noch immer vorwiegend in Kohle-, Öl- und Gaskraftwerken erzeugt wird. Es besteht zudem die Gefahr, dass viele Haushalte sich E-Autos als Zweit- oder Dritt-Kfz zulegen und somit den Flächenverbrauch beschleunigen. Kurz gesagt, für Parkplätze müssen dann Wälder und Felder weichen, denn der Flächenbedarf von Siedlungen wird durch Auto-Verkehrsflächen etwa verdoppelt,dadurch gehen wichtige CO2-Senken verloren.

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    Der hohe Stromanteil aus fossilen Kraftwerken führt dazu, dass die CO2-Bilanz des E-Autos schlecht ausfällt (Grafik: Tkarcher, Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • TTIP-Leaks: Handelsabkommen könnte Umweltstandards auch rückwirkend aushebeln

    Selbst rückwirkend könnte das umstrittene Handelsabkommen TTIP bestehende Standards und Regularien zum Schutz von Umwelt und Verbrauchern kippen.

    Dies belegt die Analyse der kürzlich von der Pressestelle von Greenpeace Niederlande veröffentlichten Verhandlungstexte. Diese Gefahr hatten  Bundesregierung und EU-Kommission bisher bestritten. Die veröffentlichten TTIP-Texte belegen, dass die US-Seite Mechanismen vorschlägt, um etwa auch die Kennzeichnung von Lebensmitteln oder Regeln zu Erneuerbaren Energien als Handelshemmnis einzustufen. Im Kapitel zur regulatorischen Kooperation fordern die USA, dass Regularien, die den Handel hemmen, auch nachträglich zurück genommen werden dürfen. Es ist das erste Mal, dass große Teile der bislang geheimen US-amerikanischen TTIP-Positionen öffentlich werden.

    Anti TTIP Demonstration
    Anti-TTIP-Demo in Hannover (Foto: Bernd Schwabe; Lizenz: CC-BY-SA-4.0)