#Eisschmelze

  • „Ewiges Eis ist nicht ewig“: West-Antarktis könnte komplett schmelzen

    Der riesige Eispanzer der westlichen Antarktis könnte vollständig verschwinden, wenn dort das vergleichsweise winzige Amundsen-Becken instabil würde, so haben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung jetzt berechnet. Gelangt all dies Eis in den Ozean, steigt der Meeresspiegel um rund drei Meter. Einige vor wenigen Monaten veröffentlichte Studien deuten darauf hin, dass dieses Gebiet des Eiskontinents seine Stabilität bereits verloren habe – damit wäre das erste Element des Erdsystems tatsächlich gekippt. Die neue Veröffentlichung zeigt zum ersten Mal die Folgen einer solchen Entwicklung. Wenige Jahrzehnte Erwärmung des Ozeans können einen über Jahrhunderte und Jahrtausende andauernden Eisverlust auslösen, so die Computersimulationen.

    Westantarktis

    Wenige Jahrzehnte Ozean-Erwärmung könnten zu einem völligen Eisverlust in der West-Antarktis führen (mehr Informationen zur Abbildung: Fig. 1 im Artikel)

  • Arktischer Permafrost: Allmähliches und anhaltendes Auftauen

    Internationales Forscherteam gewinnt neue Erkenntnisse über arktischen Permafrostboden

    Bremerhaven. Der Permafrostboden in der Arktis und den subarktischen Gebieten wird vermutlich über Jahrzehnte hinweg kontinuierlich beträchtliche Mengen von Treibhausgasen freisetzen. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam, nachdem es aktuelle Permafrost-Studien zusammengefasst und ausgewertet hat. Die Wissenschaftler stellen damit fest, dass die immer wiederkehrende These einer schlagartigen und großflächigen Freisetzung von Milliarden Tonnen von Kohlendioxid und Methan aus dem gefrorenen Boden sehr unwahrscheinlich ist. Die Studie erschien im Fachmagazin Nature.

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    Untersuchung am Thermokarst: AWI-Permafrostexperte Dr. Guido Grosse (links) und sein Kollege Matthias Fuchs untersuchen Thermokarst-Erhebungen auf der sibirischen Halbinsel Bykovsky. (Foto: © Alfred-Wegener-Institut/Thomas Opel)

  • ETH vs. PIK

    Zur Auffassung, dass winterliche Kältewellen Folgen verminderter Eisbedeckung in der Arktis sind, gibt es Widerspruch von der Züricher Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH:

    Klimawandel führt nicht zu Winterextremen

    Kältewellen, wie sie im Osten der USA in den letzten Wintern auftraten, sind keine Folge des Klimawandels. Wissenschaftler der ETH Zürich und des California Institute of Technology zeigen, dass die Temperaturvariabilität unter der globalen Erwärmung allgemein eher abnimmt.

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    Boston wurde in den letzten zwei Jahren von extremen Kältewellen heimgesucht. Das Bild wurde im Winter 2015 aufgenommen. (Foto: Jan Mark Holzer; Lizenz: CC-BY-2.0)

  • Extrem dünnes Eis am Nordpol

    WWF: Arktisches Wintereis noch nie so dünn wie jetzt

    65 Prozent Eisverlust in 40 Jahren

    Das arktische Meereis weist in diesem Jahr die geringste Winterausdehnung aller Zeiten aus, gab gestern das US-amerikanische Nationale Datenzentrum für Schnee und Eis (NSIDC) bekannt. Die Nachricht führt die Folgen des Klimawandels drastisch vor Augen, nachdem 2014 bereits das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1880 war. Verantwortlich für den niedrigen Eisstand war unter anderem ein ungewöhnlich warmer Februar in Teilen von Alaska und Russland. Verglichen mit der durchschnittlichen Wintereisausdehnung der Jahre 1981 bis 2010 ging damit in der Arktis eine Eisfläche von fast 1,1 Millionen Quadratkilometer verloren. Das ist fast dreimal die Fläche von Deutschland. „Das ist kein Rekord auf den man stolz sein kann. Eine niedrige Wintereisausdehnung kann eine Serie von Reaktionen auslösen, die für die Arktis und den Rest der Welt gefährlich sind“, sagt Alexander Shestakov, Leiter des WWF Arktis-Programms.

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    Das durch die immer stärkere sommerliche Schmelze verlorene Eis wird in den ebenfalls wärmer werdenden arktischen Wintern nicht wieder hergestellt - Folge: Das Eis wird immer dünner. (Foto: Public Domain, Juli 1998)

  • Höchste #Antarktis Temperatur gemessen

    Am Dienstag, den 24. März 2015, gab es einen neuen Temperaturrekord in der Antarktis

    17,5 Grad Celsius im März sind nicht nur die höchste gemessene Temperatur in der Antarktis, auch der Zeitpunkt ist außerordentlich ungewöhnlich. Normalerweise ist es dort im Dezember am wärmsten, denn wenn bei uns Winter ist, dann hat die Antarktis Sommer und wenn bei uns Frühling ist, dann wird es dort eigenlich schon wieder kälter. Dass dort nun solche Höchsttemperaturen auftraten lässt nur die Schlussfolgerung zu, dass die Erderwärmung wieder Fahrt aufgenommen hat.

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    (Grafik: © Climate Reanalyzer (http://cci-reanalyzer.org), Climate Change Institute, University of Maine, USA)

  • Schmelzwasser des Grönländischen Eisschildes fließt schneller ab

    Die Firnschicht des Grönländischen Eisschildes kann weniger Schmelzwasser speichern als angenommen. Das könnte zu einem erhöhten Abfluss des Schmelzwassers in die Ozeane führen, befürchten Forschende der USA, Dänemarks und der Universität Zürich.

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    Das Schmelzwasser fliesst auf der Oberfläche des Firns. (Foto: © Dirk van As, Geologischer Dienst Dänemark und Grönland)