#Waldschutz

  • "Letzten Endes können die Wälder ohne uns überleben, aber wir nicht ohne sie ..."

    Waldgesundheit und globaler Wandel

    Ein Drittel unserer Erdoberfläche ist von Wäldern bedeckt. Sie versorgen uns mit dem Rohstoff Holz, liefern sauberes Trinkwasser, produzieren Sauerstoff und speichern Kohlenstoff. Wälder sind zudem wichtige Regulatoren des globalen Klimas, denn sie führen das Wasser zurück in die Atmosphäre. In einem Review-Artikel im renommierten Fachjournal Science fassen Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena und vom Woods Hole Research Center, USA, die internationalen Forschungsergebnisse zum Zustand der Wälder im Zusammenhang mit dem Klimawandel zusammen.

    Abgebrannter Wald in Kalifornien
    Landschaft in Kalifornien nach einem Feuer (Foto: © S. Trumbore)

  • Bedrohung für Amazonien

    WWF Report zum Weltwasserforum: 250 geplante Wasserkraftwerke bedrohen Artenvielfalt und Indigene

    Berlin/Gyeongju, Südkorea - Bislang war der Regenwald in Südamerika vor allem durch illegale Holzfäller, der Umwandlung von Regenwald in Weideland und gigantische Sojaplantagen gefährdet. Nun droht eine neue Gefahr: 250 neue Wasserkraftwerke sollen in der Region gebaut werden, warnt der WWF in einem aktuellen Report, der am Montag auf dem Weltwasserforum in Südkorea vorgestellt wurde. Sollten die Pläne verwirklicht werden, blieben nach Angaben der Umweltschützer lediglich drei frei fließende Zubringerflüsse des Amazonas übrig. Die Bauvorhaben gefährdeten nicht nur das gesamte Flusssystem mit seiner großen Bedeutung für die lokale Bevölkerung, sondern auch die wichtige Rolle des Amazonas für das Weltklima.

    Usina Hidrelétrica Santo Antônio
    Baustelle der Santo-Antônio-Talsperre 2009 (Foto: Agência Brasil; Lizenz: CC-BY-3.0-BR)

  • CO2 wirkt dreifach schädlich auf die Erde

    Erderwärmung, Ozeanversauerung und CO2-Überdüngung oder wie das Gute zum Schlechten wird

    Eigentlich weiß fast jeder Mensch, dass ein Zuviel des Guten schaden kann. Wenn man immer zuviel süßen Kuchen isst, dann wächst man zu stark, nicht unbedingt in die Höhe, aber in die Dicke. Fehlernährung ist eine wesentliche Ursache lebensverkürzender Zivilisationskrankheiten, z.B. bestimmter Formen der Zuckerkrankheit und von Herz- Kreislauferkrankungen. Ähnlich verhält es sich mit dem CO2 - auch Kohlendioxid genannt - zuviel davon schadet. Der Amazonas-Regenwald leidet bereits unter dem Überangebot an CO2-"Nahrung".

    Amazon Rainforest
    Amazonas Regenwald (Foto: lubasi; Lizenz: CC-BY-SA-2.0)

  • DUH fordert Pfandpflicht für "Coffee to go"-Becher

    Deutsche Umwelthilfe fordert für Berlin modellhafte Einführung einer 20 Cent Abgabe auf "Coffee to go"-Becher

    Mehrere Milliarden Wegwerfbecher vermüllen jedes Jahr unsere Landschaft – Wachsende Becherflut muss gestoppt werden – Lenkungsabgabe in Berlin hätte bundesweite Signalwirkung – Einführung eines Mehrwegbechersystems würde durch die Abgabe stimuliert

    Um deutsche Städte von Müllbergen aus weggeworfenen Coffee to go-Bechern zu befreien, fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Einführung einer Abgabe in Höhe von 20 Cent je Becher. Dies ist notwendig, weil eine Flut von jährlich mehr als 2,8 Milliarden Coffee to go-Bechern den öffentlichen Raum erheblich verschmutzt, unnötig Abfälle hervorbringt und wertvolle Ressourcen vergeudet. Die Zahl der Verbraucher, die besonders häufig oder gelegentlich zu Coffee to go-Bechern greift, liegt inzwischen bei 70 Prozent. Jedes Jahr fallen in Deutschland mehr als 28.000 Tonnen der Coffee to go-Becher als Abfall an. Allein in der Bundeshauptstadt Berlin werden täglich mehr als 325.000 Pappbecher verbraucht. Damit sich das schnell und dauerhaft ändert sind ökonomische Anreizinstrumente, wie die Einführung einer Abgabe, dringend notwendig.

    Coffee to go
    (Foto: Udo Schuldt)

  • Erderwärmung bedroht das Überleben von Waldbäumen

    Die Wälder angesichts des Klimawandels

    Der Klimawandel ist eine Tatsache: Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre, steigende Temperaturen, veränderte Niederschlagsmengen, Zunahme von Klimaextremen, Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten etc. Die Folgen des Klimawandels haben auch große Auswirkungen auf die Wälder und somit auf das Leben der Menschen und die Gesellschaft. Die Wälder haben nicht nur einen hohen Erholungswert, sondern tragen auch entscheidend zur Stabilisierung und Fruchtbarkeit der Böden bei und beeinflussen den Wasser- und Mineralkreislauf.

    Buchenwald
    Werden die Wälder schnell genug nach Norden wandern können? (Foto: Udo Schuldt)

  • Erderwärmung: Europäische Bäume verdunsten mehr Wasser

    Bäume nutzen Wasser durch höheren CO2-Anteil in der Atmosphäre zwar effizienter, dies wird aber durch die Erwärmung zunichte gemacht

    Wie eine Forschergemeinschaft nun herausfand führt der Anstieg des Kohlendioxidgehaltes in der Luft dazu, dass Bäume in Europa das ihnen zur Verfügung stehende Wasser immer effizienter nutzen. Im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts ist die sogenannte Wassernutzungseffizienz um rund 20% gestiegen. Dennoch nimmt ihr Wasserverbrauch nicht ab, sondern zu, weil das CO2 gleichzeitig die untere Atmosphäre erwärmt, somit die Wachstumsperiode verlängert und die Verdunstungsrate erhöht.

    Pinus nigra stomata Schweingruber 200 gr
    Mikroskopischer Querschnitt durch eine Kiefernnadel. An der Aussenseite sind die Spaltöffnungen zu erkennen, durch die CO2 aufgenommen und Wasser transpiriert wird. (Foto: © Fritz Schweingruber / WSL)

  • Feuer, Sturm, Insekten: Klimawandel verstärkt das Risiko für Wälder weltweit

    Dürre, Feuer und Wind gehören genauso dazu wie Insekten und Pilzbefall: sie alle bedeuten Stress für die Wälder der Erde – und sie alle reagieren auf den Klimawandel. Gut ein Drittel der Kontinente weltweit ist von Wäldern bedeckt, dennoch sind die Erkenntnisse zum Zusammenspiel dieser Störfaktoren im globalen Klimawandel bislang noch lückenhaft – denn oft werden sie nur isoliert voneinander und lokal betrachtet. Erstmals hat ein internationales Team von Wissenschaftlern nun auf der Basis von mehr als 600 Forschungsarbeiten der letzten 30 Jahre die möglichen Klimafolgen auf Störungen im Wald umfassend untersucht. Ergebnis: In Zukunft ist mit zunehmenden Risiken für Wälder zu rechnen.

    Amazonas Regenwald

    Bäume im Regenwald des Amazonas. (Foto: Public Domain)

  • Land- und Waldnutzung kann EU-Klimaziel gefährden

    In den kommenden Jahren ist beispielloser Waldeinschlag wahrscheinlich, wenn nicht gegengesteuert wird.

    Der Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) braucht eigene, anspruchsvolle Ziele zur Emissionsminderung, um das EU-Klimaziel für 2030 nicht zu gefährden. Werden seine Emissionen ohne Anpassung in die Bilanz des EU-Klima- und Energiepakets einbezogen, bestünde die Gefahr, dass die EU nur 35 statt 40 Prozent ihrer Emissionen bis zum Jahr 2030 reduziert. Dies könnte das Gesamtziel der EU um mehr als zehn Prozent verfehlen und ihren geplanten Treibhausgasminderungsbeitrag (Intended Nationally Determined Contributions, INDCs) insgesamt gefährden. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Öko-Instituts im Auftrag von Fern und der International Federation of Organic Agricultural Movements (IFOAM).

    Hambacher Forst 30.03.2014 02
    Rodung zum Zwecke der Landnutzungsänderung im Hambacher Forst - hier soll Braunkohle abgebaut werden. (Foto: Andreas Magdanz; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • Regenwaldschutz funktioniert wie Tempokontrollen

    Effiziente Überwachung und angewandte Strafen wirken

    Die Vernichtung des brasilianischen Regenwaldes hat sich deutlich verlangsamt: Mit rund 5000 Quadratkilometern jährlich beträgt der Verlust „nur“ noch rund ein Sechstel im Vergleich zum Jahr 2004. Ein internationales Forscherteam unter Federführung des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn hat evaluiert, welche Schutzmaßnahmen besonders effizient sind. In den Bundesstaaten der brasilianischen Amazonasregion, die bei der Strafverfolgung besonders effektiv sind, ist eine deutlich geringere Entwaldung zu verzeichnen als anderswo. Die Ergebnisse werden nun im Fachjournal „PLOS ONE“ vorgestellt.

    Amazon Rainforest
    Amazonas Regenwald (Foto: lubasi; Lizenz: CC-BY-SA-2.0)

  • Umweltbuch des Monats Juni 2015

    "Endspiel - Wie wir das Schicksal der tropischen Regenwälder noch wenden können"

    Berlin. "Wenn wir es nicht fertigbringen, die Primärwälder in den kommenden Jahrzehnten zu schützen, dann bin ich überzeugt, stehen wir am Beginn des sechsten Massenaussterbens." (Claude Martin, 21. Mai 2015, Berlin).

    Dieses Zitat des Autors verdeutlicht die Bedeutung der tropischen Regenwälder für unser globales Klima und den Fortbestand unserer biologischen Vielfalt eindrucksvoll. Trotz dieser Bedeutung sind die Regenwälder nach wie vor sehr stark bedroht und ihre Fläche schrumpft weltweit. In seinem Bericht an den „Club of Rome“ liefert der langjährige Generaldirektor des WWF International nun einen Zustandsbericht über die tropischen Regenwälder der Welt und wagt eine Prognose zu deren Zukunft. Der Klimawandel und die industrielle Landwirtschaft werden immer stärker zum Waldkiller – dies ist die zentrale Botschaft des Buchs von Claude Martin.

    Regenwald
    Regenwald in Australien (Foto: Public Domain)

  • Waldsterben in Zeiten des Klimawandels

    Welche Baumarten sind bei Trockenheit und Hitze gefährdet?

    Weltweit leiden Bäume unter Trockenheit und extremer Hitze. Aktuell macht die Dürre in Südostasien Schlagzeilen und auch Südeuropa ist immer wieder stark betroffen. Forscher um Prof. Steven Jansen haben untersucht, welche Eigenschaften einen Baum in einer Trockenperiode besonders gefährden. Tatsächlich erlauben ausschließlich Parameter, die die Wasserversorgung betreffen, Vorhersagen über die Sterblichkeit bei extremen klimatischen Ereignissen. Nun sollen die Erkenntnisse der Wissenschaftler in Klimamodelle integriert werden. Außerdem helfen die Parameter Förstern vorherzusehen, welche Baumarten bei Trockenheit besonders gefährdet sind.

    Herbstlicher Buchenwald bei GaflenzGefährdeter Buchenwald (Foto: Public Domain)