#Klimapolitik

  • 29.11.15: Global Climate March

    Weltweite Klima-Demos!

    Einen Tag vor der richtungsweisenden UN-Klimakonferenz in Paris geben Menschen in bunten Demonstrationen rund um den Globus den Ton an – von London bis Johannesburg und von São Paulo bis Berlin.

    Berlin. Am ersten Adventssonntag werden viele tausend Demonstranten in Berlin die Bundesregierung sowie über 190 weitere Staaten dazu auffordern, auf der UN-Klimakonferenz in Paris einen verbindlichen und gerechten Vertrag auszuhandeln. Ziel muss es sein, die Erderwärmung unter 2 Grad, besser noch 1,5 Grad Celsius zu halten, und so globale Gerechtigkeit und Frieden zu fördern. Der Vertrag soll nach dem Willen der Demonstranten den Weg zu 100% erneuerbarer Energien bis 2050 ebnen und dazu beitragen, die Welt vor Klimaveränderungen mit unabsehbaren Folgen zu bewahren.

    Klimademo in Kopenhagen 2009
    Ob es mehr Teilnehmer werden als 2009 in Kopenhagen? Da waren wir über hunderttausend! (Foto: Udo Schuldt) 

  • Baden-Württemberg: Wie erfüllt man das neue EWärmeG?

    In knapp zwei Wochen startet im Ländle das neue EWärmeG.

    Wer nun eine neue Heizung einbauen möchte, der muss darauf achten, dass mindestens 15% Erneuerbare Energien genutzt werden. Die Regelungen sind sehr komplex, es gibt aber auch neue, flexiblere Möglichkeiten die Auflagen zu erfüllen. Wir stellen Ihnen hier 3 Lösungsvorschläge vor.


    Eine Solarthermie-Anlage lässt sich mit vielen Erfüllungsoptionen des EWärmeG kombinieren. (Foto: © energie-experten.org)

  • Bonner Klimaverhandlungen

    Zeit wird knapp für ein wirksames Abkommen

    Germanwatch fordert Engagement von Regierungschefs und Ministern in der kritischen Phase der Klimaverhandlungen

    Bonn. Am Freitag ist in Bonn die vorletzte UN-Klimaverhandlungsrunde zur Vorbereitung des Pariser Klimagipfels zu Ende gegangen. "Drei Monate vor dem Klimagipfel in Paris wird die Zeit knapp, um ein wirkungsvolles Klimaabkommen zu entwerfen", sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch. Am Ende der Verhandlungswoche bestand der Verhandlungstext noch immer aus einer unübersichtlichen Sammlung von Optionen. Bals: "Die Zeit läuft davon. Wir brauchen jetzt klare Signale von Ministern und Regierungschefs. Zum einen, dass sie das Tempo in den kommenden Wochen beschleunigen. Zum anderen, dass in Paris die Tür offen gehalten werden muss, um in den nächsten Jahren noch auf einen Pfad einzuschwenken, der die Klimaerwärmung auf deutlich unter zwei Grad begrenzt."

    Planet B
    (Foto: Udo Schuldt)

  • Bundesregierung redet Klimapolitik schön

    Merkel gibt Klima-Versteherin, während sie die Koalition im Kohle-Streit entzweit

    "Wieder einmal ist der Petersberger Klimadialog zum Petersberger Schönredner-Dialog geworden. Mit marktkonformen Merkel-Ansprachen, 200 Jahre alten Schiller-Zitaten von Präsident Gauck und hehren Hendricks-Appellen lassen sich die globalen Gegensätze zwischen Arm und Reich, die auch die Klimaverhandlungen bestimmen, nicht vom Tisch reden. Eine bei der Kohlepolitik heillos zerstrittene Große Koalition macht den Versuch lächerlich, die Staatenwelt für die Weltklimakonferenz in Paris auf gemeinsames Handeln einzuschwören", kommentiert Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE den Abschluss des 6. Petersberger Klimadialogs in Berlin.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • G20-Gipfel erzeugt wenig Rückenwind für den Klimaschutz

    Germanwatch: Bundesregierung muss Gespräche mit Indien, Argentinien und Saudi-Arabien führen

    Bonn/Belek. Der G20-Gipfel im türkischen Belek hat nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch nicht den erhofften Rückenwind für ein ambitioniertes Klimaabkommen in Paris erzeugt. Die Regierungen der Staaten, auf die rund 75 Prozent der globalen Emissionen entfallen, konnten sich überwiegend nur auf bereits akzeptierte Formelkompromisse einigen. Lediglich die politische Verpflichtung, dass die G20-Staaten ihre eingereichten Klimaziele auch umsetzen werden und dass sie ihren Verhandlern ein Mandat geben werden, "konstruktiv und flexibel" die Knackpunkte zu verhandeln, führt ein wenig darüber hinaus.

    G20 LeadersStaatsoberhäupter und Regierungschefs beim letzten G20-Gipfel (Foto: Roberto Stuckert Filho; Lizenz: CC-BY-2.5-BR)

  • Klimaabkommen: schnelle Umsetzung statt lascher Vorsätze

    Das Klimaabkommen von Paris ist unterzeichnet, nun läuft der Ratifizierungsprozess. Dazu Eva Bulling-Schröter, Herausgeberin des Klimaschutz-Netzes sowie energie- und klimapolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag:

    „Die Zeit der schönen Reden ist ohne Zweifel vorbei. Der Klimawandel ist schon jetzt einer der größten Feinde der Menschheit. Der Klimavertrag von Paris muss darum für alle Staaten der Erde zur Pflicht des Handelns werden. Der Ausstoß klimaschädlicher Emissionen muss massiv zurückgefahren und ihre Wirtschaften schnellstmöglich dekarbonisiert werden. Die Ratifizierung des neuen Klimavölkerrechts darf nicht wie beim Kyoto-Vertrag erlebt verschleppt werden, das Abkommen muss so schnell wie möglich in Kraft treten.

    CO2

    Grafik: Public Domain

  • Klimaverhandlungen in Bonn erbrachten nur Fortschritte im Schneckentempo

    Auch nach den UNFCCC-Klimaverhandlungen in Bonn ist kein schneller Ausstieg aus den fossilen Energien absehbar

    Nach zweiwöchigen Beratungen haben die zu Ende gegangenen UN-Klimaverhandlungen in Bonn ein unterschiedliches Echo ausgelöst. Die Umweltverbände BUND und NABU kritisierten den geringen Fortschritt, der erforderliche Abschied von fossilen Energiequellen bis 2050 fände nicht statt. Die Entwicklungsorganisation Germanwatch sieht jedoch Fortschritte im Verhandlungsprozess, es gäbe nun einen Übergang zu politischen Verhandlungen.

    Planet B
    (Foto: Udo Schuldt)

  • Lügen haben ungestrafte Hochkonjunktur

    „Einen von Menschen gemachten Klimawandel gibt es nicht“. „Die Erneuerbaren Energien treiben die Energiepreise nach oben“. „Die Flüchtlinge nehmen uns die Arbeitsplätze weg“. „Die EEG Novellen seit 2012 haben für die PV Verbesserungen gebracht“. „Die deutschen Klimaziele müssen nicht angepasst werden, um die Pariser Ziele zu erreichen“. „Neue Kohlekraftwerke dienen dem Klimaschutz“. „Atomkraftwerke sind sicher“. „Erneuerbare Energien haben in Deutschland nichts zum Klimaschutz beigetragen“. „Windräder gefährden den Bestand von Vogelarten“. Alle diese Thesen und viele andere weit verbreitete, sind falsch und halten einem Faktencheck nicht stand. Dennoch findet man sie als gesetzte Meinung umfangreich im Internet, in den sozialen Medien, in den Kommentaren großer und kleiner Zeitungen, im Fernsehen und Rundfunk. Sie begründen politisches und unternehmerisches Handeln. Die Meinungsfreiheit als hohes und wichtiges Gut, deckt dies ab, egal ob die Thesen richtig oder falsch sind. Sie beeinflussen Wahlen und werden genau dafür gezielt benutzt.

    2015 Temperature
    Die Physik des menschengemachten Klimawandels ist keine Lüge, dennoch wird sie von Interessengruppen geleugnet (Foto: Public Domain)