#Amazonas

  • Bedrohung für Amazonien

    WWF Report zum Weltwasserforum: 250 geplante Wasserkraftwerke bedrohen Artenvielfalt und Indigene

    Berlin/Gyeongju, Südkorea - Bislang war der Regenwald in Südamerika vor allem durch illegale Holzfäller, der Umwandlung von Regenwald in Weideland und gigantische Sojaplantagen gefährdet. Nun droht eine neue Gefahr: 250 neue Wasserkraftwerke sollen in der Region gebaut werden, warnt der WWF in einem aktuellen Report, der am Montag auf dem Weltwasserforum in Südkorea vorgestellt wurde. Sollten die Pläne verwirklicht werden, blieben nach Angaben der Umweltschützer lediglich drei frei fließende Zubringerflüsse des Amazonas übrig. Die Bauvorhaben gefährdeten nicht nur das gesamte Flusssystem mit seiner großen Bedeutung für die lokale Bevölkerung, sondern auch die wichtige Rolle des Amazonas für das Weltklima.

    Usina Hidrelétrica Santo Antônio
    Baustelle der Santo-Antônio-Talsperre 2009 (Foto: Agência Brasil; Lizenz: CC-BY-3.0-BR)

  • CO2 wirkt dreifach schädlich auf die Erde

    Erderwärmung, Ozeanversauerung und CO2-Überdüngung oder wie das Gute zum Schlechten wird

    Eigentlich weiß fast jeder Mensch, dass ein Zuviel des Guten schaden kann. Wenn man immer zuviel süßen Kuchen isst, dann wächst man zu stark, nicht unbedingt in die Höhe, aber in die Dicke. Fehlernährung ist eine wesentliche Ursache lebensverkürzender Zivilisationskrankheiten, z.B. bestimmter Formen der Zuckerkrankheit und von Herz- Kreislauferkrankungen. Ähnlich verhält es sich mit dem CO2 - auch Kohlendioxid genannt - zuviel davon schadet. Der Amazonas-Regenwald leidet bereits unter dem Überangebot an CO2-"Nahrung".

    Amazon Rainforest
    Amazonas Regenwald (Foto: lubasi; Lizenz: CC-BY-SA-2.0)

  • Regenwaldschutz funktioniert wie Tempokontrollen

    Effiziente Überwachung und angewandte Strafen wirken

    Die Vernichtung des brasilianischen Regenwaldes hat sich deutlich verlangsamt: Mit rund 5000 Quadratkilometern jährlich beträgt der Verlust „nur“ noch rund ein Sechstel im Vergleich zum Jahr 2004. Ein internationales Forscherteam unter Federführung des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn hat evaluiert, welche Schutzmaßnahmen besonders effizient sind. In den Bundesstaaten der brasilianischen Amazonasregion, die bei der Strafverfolgung besonders effektiv sind, ist eine deutlich geringere Entwaldung zu verzeichnen als anderswo. Die Ergebnisse werden nun im Fachjournal „PLOS ONE“ vorgestellt.

    Amazon Rainforest
    Amazonas Regenwald (Foto: lubasi; Lizenz: CC-BY-SA-2.0)