#Artensterben

  • #Artenschutz: Tag des Artensterbens?

    WWF warnt: Größtes Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier

    Hoffnungsschimmer: Seltene Tigerfamilie tapst in Kamerafalle

    Anlässlich des Internationalen Tags des Artenschutzes (World Wildlife Day) am 03. März warnt der WWF davor, dass sich auf der Erde derzeit das größte Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier ereigne. Verursacher dieser Katastrophe sei der Mensch, so der WWF. Die Rote Liste, die so etwas wie die Fieberkurve der globalen Vielfalt darstellt, zeigt an, wie schlecht es um die Tier- und Pflanzenwelt steht. Demnach sind von den rund 76.000 wissenschaftlich untersuchten Arten, über 22.000 in ihrem Bestand akut bedroht. Lebensraumzerstörung, Wilderei und dazu noch der Klimawandel setzen den Arten laut WWF immer stärker zu. Viele Tiere und Pflanzen lebten in immer kleiner werdenden Gebieten und sind dadurch stark gefährdet.

    Goldkröte
    Die erst vor wenigen Jahrzehnten entdeckte Goldkröte ist inzwischen ausgestorben (Foto: Public Domain)

  • #Maui- #Delfine durch Ölunfall bedroht

    NABU International meldet: Ölunfall in Neuseelands Küstengewässern bedroht seltene Maui-Delfine

    Ölkonzern OMV verursacht dritte Havarie in sensiblen Meeresgewässern

    Berlin – Ein von der österreichischen Mineralölfirma OMV verursachter Ölunfall vor der Küste Neuseelands bedroht die weltweit letzten Maui-Delfine. Der Unfall ereignete sich am 20. Februar etwa 70 Kilometer vor der Westküste von Neuseelands Nordinsel. Der Förderschlauch eines von OMV betriebenen schwimmenden Öllagers begann bei der Ölförderung zu lecken. Dabei wurden nach Aussagen von OMV etwa 300 Liter Rohöl freigesetzt, die sich innerhalb von drei Tagen auf eine Größe von zehn Kilometern ausbreiteten. In nur 30 Kilometern Entfernung leben die seltensten Meeresdelfine der Welt, die Maui-Delfine, von denen es nur noch 50 Tiere gibt. Das Gebiet vor Neuseelands Küste ist ihre letzte Bastion. Zudem gefährdet das Öl vom Aussterben bedrohte Blauwale sowie seltene endemische Albatrosse und Sturmvögel.

    No to oil
    (Grafik: © NABU International)

  • #Vögel und #Regenwald verbessern Schädlingskontrolle

    Göttinger Agrarökologen untersuchen insektenfressende Vögel in Kakaoplantagen in Indonesien

    Vögel haben eine große Bedeutung für die Schädlingsregulation und können somit zu erfolgreicheren Ernten beitragen – vor allem in den Tropen. Es ist jedoch weitgehend unbekannt, welche Arten und landschaftliche Faktoren für eine effektive natürliche Schädlingsbekämpfung wichtig sind. Agrarökologen der Universität Göttingen konnten jetzt zeigen, dass besonders die häufig vorkommenden Vogelarten und die Nähe von Wald eine erfolgreiche Schädlingsregulation bestimmen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology erschienen.

    Molukken Brillenvogel
    Ein Molukken-Brillenvogel (Zosterops chloris). (Foto: © Maas / Uni Göttingen)

  • Aufrüttelnder Artikel des "Freitag": The End

    „Ich verspreche Ihnen, dass es schlimmer ist, als Sie denken“ - kaum ein Artikel hat die Leserinnen und Leser der Wochenzeitung „der Freitag“ - nach Angaben der Zeitung - in letzter Zeit derart aufgerüttelt wie David Wallace-Wells eindringlicher Artikel zu den Folgen des Klimawandels Freitag Screenshot aus der Titelseite des Freitag vom 20. Juli. 2017 (© der Freitag)

  • CO2 wirkt dreifach schädlich auf die Erde

    Erderwärmung, Ozeanversauerung und CO2-Überdüngung oder wie das Gute zum Schlechten wird

    Eigentlich weiß fast jeder Mensch, dass ein Zuviel des Guten schaden kann. Wenn man immer zuviel süßen Kuchen isst, dann wächst man zu stark, nicht unbedingt in die Höhe, aber in die Dicke. Fehlernährung ist eine wesentliche Ursache lebensverkürzender Zivilisationskrankheiten, z.B. bestimmter Formen der Zuckerkrankheit und von Herz- Kreislauferkrankungen. Ähnlich verhält es sich mit dem CO2 - auch Kohlendioxid genannt - zuviel davon schadet. Der Amazonas-Regenwald leidet bereits unter dem Überangebot an CO2-"Nahrung".

    Amazon Rainforest
    Amazonas Regenwald (Foto: lubasi; Lizenz: CC-BY-SA-2.0)

  • Eine neue industrielle #Revolution

    Studien zum Stoffwechsel der Gesellschaft

    Nur mit einer umfassenden Veränderung unserer bebauten Umwelt – Städte, Verkehrssysteme, Stromerzeugung – kann dauerhaft ein Wandel zur Nachhaltigkeit erreicht werden. Das ist eines der Ergebnisse eines ganzen Bündels von Studien, die jetzt als Sonderteil in den Proceedings of the National Academy of Sciences erschienen sind und vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) koordiniert wurden. Die Themen reichen dabei von den Effekten der Verstädterung bis zur materiellen Basis moderner Gesellschaften; es ist Grundlagenforschung für Entscheidungsträger.
     
    Autobahn
    Erst einmal gebaute Infrastruktur bestimmt den Ausstoß von Treibhausgasen über Jahrzehnte, wie dieses Foto aus dem Jahr 1988 deutlich macht. (Foto: Public Domain)
  • Kann die Mehrzahl der Meereslebewesen aufgrund der aktuellen Ozeanversauerung aussterben?

    Vor 252 Millionen Jahren: Ozeanversauerung durch vulkanisches CO2

    Heute: Ozeanversauerung durch technische und landwirtschaftliche CO2-Emissionen

    Damals starben etwa 90% aller Meereslebewesen aufgrund versauernder Weltmeere aus

    Ozeanversauerung ist das zweite große CO2-Problem der Gegenwart. In erdgeschichtlicher Vergangenheit führte die Versauerung der Weltmeere durch CO2 bereits zu Massenaussterben. Vor ungefähr 250 Millionen Jahren starben 90% aller Meereslebewesen aufgrund des damals sehr hohen Kohlensäuregehaltes der Ozeane aus, wie Wissenschaftler_innen nun aufgrund von Analysen bestimmter Gesteinsschichten herausfanden, die sich damals - vor 252 Millionen Jahren - zu bilden begannen. Wie konnte das CO2 in die Meere gelangen? Damals wie heute stammt es vor allem aus der Luft und gelangte von da aus in die Gewässer. Heute sind es menschliche Aktivitäten die zur CO2-Anreicherung der Atmosphäre beitragen, damals kam das Kohlenstoffdioxd aus Vulkanen. Aber lesen Sie die ganze Geschichte, man kann einiges daraus lernen, z.B. welche Risiken heute mit einer zunehmenden Ozeanversauerung verbunden sind.

    Saurer Ozean Gesteinsschichten
    Die in den Bremer Laboren untersuchten Proben stammen aus Gesteinslagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die vor 250 Millionen Jahren am Meeresboden abgelagert wurden. (Foto: © D. Astratti)

  • Neuer Report der Europäischen #Umwelt Agentur

    Vierhundertvierzigtausend zusätzliche Todesfälle durch Feinstaub und Lärm in Europa - pro Jahr

    Liest man die Presseerklärung der Europäischen Umweltagentur (EUA), zu ihrem neuen Umweltbericht, ist man zunächst geneigt zu glauben, dass alles gut läuft, denn am Anfang werden Erfolge gewürdigt. Aber schon bald darauf entsteht beim Leser der Eindruck, dass mit einem dicken Honigquast den Kommissaren und Staatsregierungen Honig um den Mund geschmiert wird. Vom Umweltbundesamt kennen wir das anders, das ist da wesentlich unverblümter. Die EUA bezieht sich besonders auf den Wohlstand der Nationen, statt auf die Umwelt und Gesundheit der Menschen. Ist es sehr abwegig anzunehmen, dass dies geschieht, weil Umwelt und Gesundheit einen niedrigen Stellenwert in der EU hat und Wachstum und Wohlstand einen viel höheren? Am Ende kommt aber auch die EUA nicht umhin die Probleme zu beschreiben, die immer noch immens sind. Aber lesen Sie selbst. Es folgt der Text der Europäischen Umweltagentur, der vor zwei Tagen veröffentlicht wurde:

    EEA Grafik
    (Grafik © EEA, Keith Arkins, Alexander Goranov)

  • Was hat den Dinosauriern den Garaus gemacht?

    Eine Kriminalgeschichte...

    Wissenschaftler haben jede Menge kriminaltechnische Beweise zusammengetragen - von hoch aufgelösten Zeitscheiben der Erdgeschichte bis zu mikroskopisch kleinen Fossilien - um den Mörder der Dinosaurier anzuklagen. Ihre Anklageschrift hält besorgniserregende Schlussfolgerungen für uns parat. Jeder weiß, dass die Dinosaurier - zusammen mit ungefähr 70% aller Arten - durch einen riesigen, in Mexiko einschlagenden Asteroiden ausgelöscht wurden, korrekt? Aber halt, nicht so schnell. Wie bei jedem guten Krimi brachten weitere, kontinuierlich hinzukommende Beweise und einige große neue Enthüllungen einen weiteren Verdächtigen ins Spiel - steckten die beiden unter einer Decke oder war einer von ihnen unschuldig?

    Dead dino

    Verdächtiger A - der Einschlag

    Unser erster Verdächtiger ist der Einschlag eines Asteroiden an einem Ort namens Chicxulub in Mexiko.