#Dürre

  • Beobachtungsdaten zeigen beispiellosen Anstieg von Hitzerekorden und Extremregen

    Die Häufigkeit monatlicher Hitzerekorde hat in den letzten zehn Jahren um das 90-fache zugenommen +++ einer von vier Tages-Regenrekorden ist bereits auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen +++ scheinbar geringe zusätzliche Erwärmung hat die Klimaextreme erheblich zunehmen lassen.

    Die Häufigkeit monatlicher Hitzerekorde hat in den letzten zehn Jahren um das 90-fache zugenommen, im Vergleich zu 1951-1980. Das haben Forschende in Beobachtungsdaten festgestellt. Die monatlichen so genannten 3-Sigma-Ereignisse – Hitzewellen, die stark von dem abweichen, was in einer bestimmten Region normal ist – betreffen inzwischen im Durchschnitt etwa 9 Prozent der gesamten Landfläche. Auch Regenextreme haben zugenommen; im Durchschnitt kann einer von vier rekordhohen Tagesniederschlägen im letzten Jahrzehnt auf den Klimawandel zurückgeführt werden. Schon heute sind Extremereignisse, die mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel zusammenhängen, auf einem noch nie dagewesenen Niveau, erklären die Forschenden. Und sie erwarten eine weitere Zunahme.

    California Dry Riverbed 2009
    "Wichtig ist dabei, dass in bereits trockenen Regionen wie dem westlichen Nordamerika und Südafrika ein Rückgang rekordstarker Regenfälle zu verzeichnen ist..." (ausgetrocknetes Flussbett in Kalifornien 2009, Foto: Public Domain)

  • Globales Pflanzenwachstum leidet vermehrt durch Klimaextreme

    Pflanzen nehmen Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf und binden dieses. Klimaextreme wie Dürren und Hitzewellen führen zu geringerem Pflanzenwachstum (Primärproduktion). Somit wird weniger CO₂ aus der Atmosphäre gebunden. Eine Studie unter der Leitung von Forschern der Universität Augsburg, die in „Nature Climate Change“ veröffentlicht wurde, zeigt, dass insbesondere in den nördlichen Breitengraden im Vergleich von 1982 bis 1998 zu 2000 bis 2016 negative Extreme des Pflanzenwachstums um 10,6 Prozent zugenommen haben. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass negative Auswirkungen auf die Aufnahme von CO₂ durch Pflanzen sowie auf die Landwirtschaft die Folgen sind.

    Nordische Dürre
    Hier wird ein Vergleich von Norddeutschland und Dänemark zwischen dem 19. Juli 2017 und dem 24. Juli 2018 gezeigt, und alle braunen Flächen (Echtfarben Image) deuten auf Dürre hin. (Foto: NASA)

  • Madagaskar: Hunger durch wahrscheinlich schlimmste Dürre in der Geschichte

    Hilfsorganisationen sind vor Ort aktiv +++ Regierungen müssen Klimakrise bekämpfen, um Menschenleben zu retten

    Dem Süden Madagaskars steht eine große Hungersnot bevor. Tausende Menschen hungern bereits. Die globale Klimakrise hat die Situation noch verschärft - das Land erlebt derzeit eine der schlimmsten Dürreperioden seiner Geschichte. Amnesty International macht in einem soeben erschienenen Bericht auf die Gefahrenlage aufmerksam. Die Menschenrechtsorganisation fordert die internationale Gemeinschaft auf, die Klimakrise konsequent zu bekämpfen, um die Rechte derjenigen zu schützen, die durch den Klimawandel besonders gefährdet sind.

    Map of Madagascar
    (Grafik: Public Domain)

  • Zunehmende Dürregefahr auf der Nordhalbkugel

    Dürregefahr auf der Nordhalbkugel steigt mit zunehmender Erwärmung +++ neue Klimamodell-Analyse prognostiziert eine Ausbreitung der subtropischen Trockenzonen +++ regelmäßige extreme Sommer-Trockenheit droht insbesondere dem Mittelmeerraum

    Der menschengemachte Klimawandel und die daraus resultierenden Veränderungen des globalen Wasserkreislaufes werden in den kommenden Jahrzehnten zu einem deutlichen Anstieg der Dürrehäufigkeit auf der Nordhalbkugel führen. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Expertenteam unter der Leitung von Klimaforschenden des Alfred-Wegener-Institutes in einer neuen Studie, die aktuell im Fachjournal "npj Climate and Atmospheric Science" erschienen ist. Die Fachleute haben Klimasimulationen der neuesten Modellgeneration für drei verschiedene Emissions- und Entwicklungsszenarien analysiert und dabei untersucht, inwiefern sich das sommerliche Dürrerisiko in allen Regionen der Nordhalbkugel verändern wird. Demnach steigt die Dürregefahr vor allem in den subtropischen Gebieten: Erwärmt sich die Erde bis zum Jahr 2100 um mehr als 4 Grad Celsius, werden Regionen wie der Mittelmeerraum statistisch betrachtet in jedem Jahr von extremer Trockenheit heimgesucht.

    Vetrockenetes Sonnenblumenfeld
    Vertrocknetes Sonnenblumenfeld (Foto © AWI)