#Erderwärmung

  • Indischer Ozean „versteckt“ Erderwärmung

    Meeresforscher weisen erhöhte Wärmeaufnahme in den letzten Jahrzehnten nach

    Miami/Kiel. Warum stieg die Erdtemperatur in den vergangenen zwei Jahrzehnten nur wenig an? Ein Forscherteam verschiedener amerikanischer Einrichtungen und vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel konnte zeigen, dass sich der Wärmeinhalt des Indischen Ozeans seit Ende der 90iger Jahre stark erhöht hat, obwohl bei den globalen Temperaturen kaum ein Anstieg zu verzeichnen war. Grund hierfür dürfte ein erhöhter Wärmeaustausch zwischen dem Pazifischen und Indischen Ozean sein, wie die Autoren in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience berichten.

    Indischer Ozean Waermeaufnahme
    Schematische Darstellung der Wasserstandsänderungen und des indo-pazifischen Durchstroms in den vergangenen 20 Jahren. Hintergrund: Verteilung der Meeresoberflächentemperatur. (Grafik: © Geomar; Quelle: NOAA)

  • Jährliche Wärme-Rekorde werden höchstwahrscheinlich vom Menschen verursacht

    Mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit sind die jährlichen Wärmerekorde der letzten Zeit Ergebnis des vom Menschen ausgelösten Klimawandels. Ohne die Treibhausgase aus dem Verfeuern von Kohle und Öl wäre die Chance verschwindend klein, dass 13 der 15 wärmsten Jahre, die je gemessen wurden, alle in unserem noch jungen Jahrhundert verzeichnet wurden. Diese Wahrscheinlichkeit beträgt zwischen 1 zu 5000 und 1 zu 170.000, wie ein Team internationaler Wissenschaftler in einer jetzt veröffentlichten Studie zeigen konnte. Die Daten für 2015, die erst nach Abschluss der Studie eintrafen, machen diese Wahrscheinlichkeit sogar noch geringer.

    Forcing

    Rot die Beobachtungs-Rohdaten 1880-2014, blau die durchschnittliche geschätzte natürliche Variabilitäts-Komponente, und grau fünf verschiedenen Monte-Carlo-ARMA Surrogate auf der Grundlage von Klima-Simulationen (CMIP5). (Quelle: Abbildung 3 der Studie, © PIK)

  • Kein Aufatmen für den Ozean

    Modellrechnungen widersprechen Maßnahmen, die Kohlendioxid aus der Atmosphäre zurückholen sollen

    Kiel, Potsdam. Treibhausgase aus dem Verbrennen von Kohle und Öl verursachen nicht nur eine rasche Erwärmung der Meere, sondern auch eine Versauerung des Wassers - und dies rascher als je in den vergangenen Jahrmillionen. Deshalb gibt es die Idee, künstlich Kohlendioxid aus der Luft zurück zu holen, um die Risiken für das Leben in den Ozeanen zu verringern. Geschieht dies zu spät, so nützt es kaum noch etwas, wie eine neue Studie auf der Grundlage von Computer-Simulationen jetzt zeigt. Wenn die Emissionen in diesem Jahrhundert und darüber hinaus weiter wie bisher zunehmen, bliebe der Ozean noch für Jahrhunderte stark verändert - sogar wenn die Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre wieder auf das vor-industrielle Niveau sinken würde. Daher können solche Maßnahmen rechtzeitige Emissionsreduktionen nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.

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    Bewegte See im tropischen Atlantik. (Foto: Martin Visbeck, GEOMAR)

  • Kirchliches Hilfswerk sammelt für #Klima-Opfer

    Klimawandel im Mittelpunkt der MISEREOR Fastenaktion 2015



    Zerstörung auf Vanuatu zeigt erneut die Dringlichkeit zum Handeln

    Aachen. Mit Blick auf die verheerenden Verwüstungen durch Zyklon Pam im südpazifischen Inselstaat Vanuatu fordert MISEREOR, den Kampf gegen den Klimawandel deutlich zu verstärken. "Diese Katastrophe zeigt uns erneut auf dramatische Weise, dass uns keine Zeit mehr bleibt, wirksame Maßnahmen zur Eindämmung der globalen Erwärmung weiter vor uns herzuschieben. Wir alle müssen jetzt umsteuern und vor allem die besonders verwundbaren Staaten  bei der Katastrophenprävention und der weiteren Anpassung an den Klimawandel  unterstützen", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Werks für Entwicklungszusammenarbeit, Pirmin Spiegel, in Aachen.

    Vanuatu
    Zerstörtes Haus am Meer/Philippinen 2013 (Foto: © MISEREOR)

  • Klein aber oho!

    Anmerkung: Dies ist eine Übersetzung des auf Skeptical Science unter dem Titlel "The little ape that could" von Glenn Tambliyn veröffentlichten Artikels. Die in der Ichform geschriebenen Passagen beziehen sich auf ihn.

    Vor einigen Jahren machte ein Zuschauer bei einer Podiumsdiskussion im britischen Fernsehen über den Klimawandel die Bemerkung, dass er den Gedanken, die Menschheit sollte etwas so großes wie das Klima der Erde beeinflussen können, für anmaßend halte. Hier ist eine wichtige Einsicht enthalten, wenn wir den Gedanken etwas aufdröseln.

    Ist es anmaßend daran zu denken, dass wir das Klima beeinflussen sollten? Ja, wahrscheinlich, abhängig vom Standpunkt. Das war aber wohl nicht gemeint. Der Punkt war, dass der Gedanke wir könnten das Klima beeinflussen, anmaßend war. Es ist aber gar nicht anmaßend; und es ist auch nicht bescheiden.

    Es ist eine Messlatte.

    NASA global warming

    Veränderung der Oberflächentemperaturen 2000–2009 (oben) und 1970–1979 (unten), bezogen auf die Durchschnittstemperaturen von 1951 bis 1980 (Grafik: NASA; Lizenz: Gemeinfrei)

  • Klima-Trendwende in China

    Germanwatch begrüßt Vorlage der offiziellen chinesischen Klimaziele

    Bonn/Berlin. Gestern hat China offiziell sein Klimaziel für das Weltklimaabkommen eingereicht, das im Dezember in Paris verabschiedet werden soll. China will den Höhepunkt der Emissionen spätestens gegen 2030 erreichen. Bei der Vorstellung des Ziels hat der chinesische Premier Li Keqiang unterstrichen, dass dies möglichst deutlich früher geschehen soll. Außerdem will das Land den Anteil nicht-fossiler Energien bis 2030 auf 20 Prozent erhöhen, die Emissionsintensität der chinesischen Wirtschaft weiter vermindern und ein großes Aufforstungsprogramm durchführen.

    Verbotene Stadt im Smog
    Die "Verbotene Stadt" in Peking im Smog (Foto: Public Domain)

  • Klimacamp und gewalttätige Formen des Protests

    Klimacamp gegen Klima-schädliche Braunkohle

    Braunkohle ist die Klima-schädlichste Energieform, die wir in Deutschland haben. Aus diesem Grund treffen sich vom 20. bis zum 26. August nun schon zum wiederholten Mal Menschen aus ganz Europa im Rheinland, um im Klimacamp für den sofortigen Ausstieg aus der Braunkohleverbrennung zu demonstrieren und neue Formen des miteinander Lebens zu üben.

    Wolken am Sommerhimmel
    (Foto: Olof E. Matthaei)

  • Klimaforschung: Wo auf der Welt taut der Permafrost?

    Das erste globale Permafrost-Datenportal ist online

    Bremerhaven. Ein internationales Forscherteam stellt heute auf einer Konferenz im kanadischen Quebec das erste Online-Datenportal zur Situation der weltweiten Permafrost-Vorkommen vor. Im Global Terrestrial Network for Permafrost bündeln die Wissenschaftler erstmals alle verfügbaren Messdaten zur Temperatur und Auftautiefe des Dauerfrostbodens in der Arktis, der Antarktis und den Hochgebirgsregionen und stellen diese für jedermann frei zum Download zur Verfügung. Das neue Portal kann somit als Frühwarnsystem für Forschende und Entscheidungsträger aus aller Welt dienen. Eine detaillierte Beschreibung der Datensammlung erscheint heute als Open-Access-Artikel im Wissenschaftsportal Earth System Science Data.

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    Kanada: Sonne, Wind und Wellen nagen an der Steilküste der Herschel-Insel. Überall dort, wo das Eis im Boden taut, rutschen Grassoden, Humusschicht und Lockergestein als Schlammlawine Richtung Meer. (Foto: © Jaroslav Obu / AWI)

  • Klimakrise und Krisenklima

    Folgenden Aufruf - den wir hier dokumentieren - erhielt KSN per Mail:

    Auf nach Frankfurt zu den Blockupy-Protesten! Soziale und ökologische Kämpfe zusammen führen!

    Am 18. März 2015 will die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main ihr neues Hauptquartier offiziell eröffnen – tausende Menschen werden an diesem Tag in der Stadt und auf den Straßen sein, blockieren und demonstrieren, und sagen: „Es gibt nichts zu feiern an der Krisenpolitik“. Die Klimabewegung ist dabei - Blockupy ist der Auftakt für ein Jahr, das brodelt mit europaweiten Massenaktionen für Umverteilung und globale Klimagerechtigkeit: in Frankfurt, in Elmau, im rheinischen Braunkohlerevier, in Paris – und darüber hinaus!

    Blockupy 2014
    Blockupy-Proteste 2014 (Foto: Gemeinfrei)

  • Klimalehren aus der letzten Warmzeit

    Wie Klima-Paläontologen das Erdklima der Vergangenheit erforschen um daraus Erkenntnisse für die Gegenwart zu ziehen

    Ein in verschwörungstheoretischen Kreisen verbreitetes Vorurteil ist: Klimawissenschaftler sind blöd oder Lügner. Das versuchen uns auch bezahlte Leugner klimawissenschaftlicher Erkenntnisse klar zu machen. Dass das Gegenteil der Fall ist versuchen wir hier auf  der Webseite des Klimaschutz-Netzes immer wieder zu verdeutlichen, indem wir die Methoden vorstellen mit denen Klimawissenschaftler ihre Erkenntnisse gewinnen, denn wer Bescheid weiß den kann man nicht manipulieren. Der folgende Bericht handelt von Wissenschaftlern die empirisches Wissen aus der Zusammensetzung uralter Korallen sammelten um die Rechenmodelle zu verbessern, mit denen sie zukünftige Klimaszenarien präziser beschreiben, um mögliche Folgen und Risiken des menschengemachten Klimawandels genauer abzschätzen zu können.

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    MARUM-Wissenschaftler erbohren fossile Korallen, die während der letzten Warmzeit vor Bonaire in der südlichen Karibik wuchsen. (Foto: © MARUM, Universität Bremen)

  • Klimaschutz eine Aufgabe der Nationalen Verteidigung?

    Neue Töne aus den USA

    Klimaschutz ist nix für irgendwelche Ökopaxe. Das ist nun Angelegenheit des Militärs.Präsident Obama hat in einer Rede vor Kadetten, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, genauer erläutert, wie er das sieht mit dem Klimawandel (climate change) und dem Militär. Es lohnt, diese Rede genauer zu studieren. Was ist der Kern seiner Rede? “And this brings me to the challenge I want to focus on today — one where our Coast Guardsmen are already on the front lines, and that, perhaps more than any other, will shape your entire careers — and that’s the urgent need to combat and adapt to climate change“.

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    US-Präsident Obama beim militärischen Gruß (Foto: Public Domain)

  • Klimaverhandlungen in Bonn erbrachten nur Fortschritte im Schneckentempo

    Auch nach den UNFCCC-Klimaverhandlungen in Bonn ist kein schneller Ausstieg aus den fossilen Energien absehbar

    Nach zweiwöchigen Beratungen haben die zu Ende gegangenen UN-Klimaverhandlungen in Bonn ein unterschiedliches Echo ausgelöst. Die Umweltverbände BUND und NABU kritisierten den geringen Fortschritt, der erforderliche Abschied von fossilen Energiequellen bis 2050 fände nicht statt. Die Entwicklungsorganisation Germanwatch sieht jedoch Fortschritte im Verhandlungsprozess, es gäbe nun einen Übergang zu politischen Verhandlungen.

    Planet B
    (Foto: Udo Schuldt)

  • Klimawandel

    In der Rubrik Klimawandel finden Sie Beiträge zur menschengemachten Erderwärmung. Diese können die Klimawissenschaften und deren Erkenntnisse behandeln, als auch Diskussionsbeiträge dazu sein. Die Auseinandersetzung darüber, ob ein Klimawandel stattfindet und ob dieser menschengemacht sei, ist jedoch entschieden. Der Standpunkt der Wissenschaft dazu ist sehr klar: Es gibt einen menschengemachten Klimawandel.

    Wasserkreislauf und Treibhausgase; Foto: Klimawandel-Wiki; Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

    Was noch zu diskutieren wäre sind neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder die politischen Konsequenzen aus ihnen, sowie die unterschiedlichen Ansichten dazu. Außerdem widmen wir uns hier auch den Gegnern des Klimaschutzes und deren Methoden.

    Den Stand der Wissenschaft selbst haben andere schon sehr gut beschrieben, z.B. das "Bildungswiki-Klimawandel" auf das wir auch verlinkt haben.

    Hier geht es also, wie überhaupt auf dieser Webseite, vorrangig um Debattenbeiträge, um Strategien, Aktionen, Veranstaltungen, Vernetzungen. Klimawissenschaftsleugner bleiben allerdings draußen. Diesen ewig Gestrigen geben wir kein Forum, dafür haben sie bereits unendlich viele eigene Webseiten.

  • Klimawandel in der Antarktis

    Natürliche Temperaturschwankungen unterschätzt - Kälteperiode überlagert Einfluss des Menschen

    Zukünftig könnte sich die Region unter dem südlichen Polarkreis sehr viel schneller erwärmen

    Für die Entwicklung der globalen Umwelt unter wachsendem menschlichem Einfluss ist die Antarktis von größter Bedeutung, gilt sie doch wegen ihrer riesigen Eismassen als mögliches Kipp-Element im Weltklimasystem. Das teilweise Abschmelzen ihrer Eismassen würde den Meeresspiegel deutlich steigen lassen. Daher ist es besonders wichtig, fundierte Kenntnisse über das Ausmaß der bisherigen anthropogenen – also vom Menschen hervorgerufenen – Erwärmung der Antarktis zu gewinnen. Wie neue Berechnungen Gießener Physiker zeigen, ist die kausale Unsicherheit über Ursachen der Erwärmung der antarktischen Luft größer als bislang angenommen. In Kooperation mit Wissenschaftlern aus Hamburg und Potsdam konnte nachgewiesen werden, dass die bisherigen Annahmen zur Abschätzung der anthropogenen Erwärmung der Antarktis unzureichend sind.

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    Die Antarktis gilt als ein Kipp-Element des Klimasystems. (Foto: Public Domain)

  • Klimawandel könnte künftig mehr Hitzetote fordern

    Hitzewellen erhöhen das Sterblichkeitsrisiko von Herzkranken um bis zu 15 Prozent

    Hohe Temperaturen, Hitzewellen und extreme Temperaturschwankungen innerhalb kurzer Zeit führen zunehmend auch in Deutschland zu gesundheitlichen Risiken, insbesondere für Menschen mit Herzkrankheiten. So stieg in den Jahren 2000 bis 2010 die Sterblichkeit aufgrund koronarer Herzkrankheiten während Hitzewellen im Mittel um 10 bis 15 Prozent, wie eine Studie des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für das Umweltbundesamt (UBA) ergab. Eine Auswertung zum Sommer 2015 liegt noch nicht vor. „In Zukunft erwarten wir bei fortschreitendem Klimawandel noch mehr, längere und intensivere Hitzewellen in Deutschland. Falls es uns nicht gelingt uns anzupassen, könnte dies bis zum Ende des Jahrhunderts zu einer Vervielfachung der hitzebedingten Sterblichkeit aufgrund koronarer Herzkrankheiten um den Faktor 3 bis 5 führen“, so Dr. Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes.

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    Sonne im Zenit (Foto: Gemeinfrei)

  • Klimawandel macht AllergikerInnen das Leben schwer

    Ragweed – auch bekannt als Ambrosie – gehört zu den Pflanzen mit dem am stärksten allergieauslösenden Pollen. Diese aus Nordamerika eingeschleppte Art breitet sich seit einigen Jahrzehnten auch in Mitteleuropa aus. Ein internationales ForscherInnenteam um Franz Essl vom Department für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien hat in einer neuen Studie herausgefunden, dass die durch den Klimawandel begünstigte Verbreitung der Pflanze eine massive Zunahme der Pollenbelastung verursacht – bis zum Jahr 2050 soll sie sich gar vervierfachen. Die Ergebnisse der Studie erscheinen aktuell im renommierten Fachmagazin "Nature Climate Change".

    Ragweed
    Massenbestand von Ragweed in einem Maisfeld in der Südsteiermark. (Foto: © Franz Essl)

  • Klimawandel: Anbaupotenzial in Afrika sinkt dramatisch

    Der Klimawandel hat insbesondere im Afrika südlich der Sahara dramatische Folgen. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Bonn hat berechnet, dass dort bis zum Ende des Jahrhunderts das Anbaupotenzial von drei wichtigen Grundnahrungsmitteln stark sinkt: bis zu 30 Prozent der Anbaugebiete von Mais und Bananen sowie bis zu 60 Prozent der Bohnenanbaugebiete sind davon betroffen. Um weiterhin lebenswichtige Grundnahrungsmittel produzieren zu können, muss sich die Landwirtschaft auf grundlegende Veränderungen vorbereiten. Für diese Anpassungsstrategien berechneten die Forscher erstmals Zeitfenster. Die Ergebnisse sind nun in „Nature Climate Change“ veröffentlicht.

    Bohnen
    Bohnen sind im Afrika südlich der Sahara besonders vom Klimawandel betroffen: Ein Forscherteam berechnete, dass dort in bis zu 60 Prozent der Anbaugebiete die Eignung dramatisch sinken wird.  (Foto: © N. Palmer/CIAT)
  • Klimawandel: Eisbären plündern Vogelkolonien

    Enten- und Gänsebrut als Ersatzbeute

    Biologen zeigen, welche Auswirkungen es hat, wenn die Raubtiere auf das Land ausweichen müssen

    Ringelrobben, Walrosse, Fische: Eisbären brauchen fettreiche Nahrung, um die Kälte der Arktis zu überstehen. Ihre Beute erlegen sie meistens auf dem Packeis – doch die Eisdecke schrumpft. Welche Auswirkungen hat es, wenn Eisbären gezwungen sind, neue Nahrungsquellen zu erschließen?

    Eisbaer
    Ersatzbeute: Ein Eisbär verspeist Vogeleier. (Foto: © Jouke Prop)

  • Korallen in der Stressfalle

    Hitzetoleranz von Korallen schwindet unter schwierigen Bedingungen

    Southampton/Kiel. Bei zu hohen Wassertemperaturen sind Korallen durch die sogenannte Korallenbleiche gefährdet. Ein Forscherteam der University of Southampton, der New York University Abu Dhabi und vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel hat festgestellt, dass die Anpassungsfähigkeit von Korallen an veränderte Umweltbedingungen, wie zum Beispiel Änderungen im Salzgehalt, auf Kosten ihrer Hitzetoleranz geht. Korallen, die derzeit in sehr warmen Meeresgebieten überleben, können deshalb nicht ohne weiteres in andere Regionen überführt werden, so das Ergebnis einer Studie, die jetzt in der internationalen Fachzeitschrift IMSE veröffentlicht wurde.

    Koralle arabisches meer
    Korallen und ihre symbiotischen Algen aus dem Arabischen Golf sind an das Überleben bei extremen Temperaturen und hohen Salzgehalten angepasst. (Foto: © Grace Vaughan, SOC)

  • Künftig noch mehr #DDT in der #Arktis

    Der Klimawandel wird die Anreicherung von DDT in der Arktis verstärken

    Max-Planck-Forscher zeigen, wie sich langlebige Schadstoffe zukünftig in der Arktis anreichern.

    Viele organische Schadstoffe, die in industriellen und technischen Prozessen entstehen, sind langlebig und werden in der Natur nicht abgebaut. Das kann dazu führen, dass sie selbst in entlegenen Regionen der Erde eine Gefahr für Umwelt und Lebewesen sein können. Zu solchen Schadstoffen gehören das Insektizid Dichlordiphenyltrichlorethan und die polychlorierten Biphenyle – besser bekannt unter den Kürzeln DDT beziehungsweise PCB.
    Arctic Tern
    Arktische Vögel, wie diese Küstenseeschwalbe, werden mit zunehmenden DDT-Konzentrationen konfrontiert sein (Foto: Public Domain)