#Grönland

  • Eisalgen verstärken Grönlands Eisschmelze – genährt von Phosphor

    Der grönländische Eisschild schmilzt seit 25 Jahren dramatisch. Eine bislang wenig beachtete Triebkraft hierfür sind Eisalgen. Sie verdunkeln die Oberfläche und reduzieren so die Reflexion des Sonnenlichts. Das Eis schmilzt schneller. Forschende der University of Leeds (UK) um Jenine McCutcheon (jetzt University of Waterloo, Ca) und Liane G. Benning, Deutsches GeoForschungsZentrum Potsdam GFZ, haben eine wichtige Nahrungsquelle für die Eisalgen identifiziert: Phosphor aus lokal entstandenem Mineralstaub. Diese Erkenntnis hilft, künftige Entwicklungen von Algenblüte und Eisschmelze besser vorherzusagen und Klimamodelle zu optimieren. Die Studie ist kürzlich in Nature Communications erschienen.

    Forschungscamp
    Forschungscamp in Süd-Grönland. Im Vordergrund: dunkles Eis mit Eisalgen. (Foto: © Jenine McCutcheon)
  • Schmelzwasser des Grönländischen Eisschildes fließt schneller ab

    Die Firnschicht des Grönländischen Eisschildes kann weniger Schmelzwasser speichern als angenommen. Das könnte zu einem erhöhten Abfluss des Schmelzwassers in die Ozeane führen, befürchten Forschende der USA, Dänemarks und der Universität Zürich.

    Schmelzwasser
    Das Schmelzwasser fliesst auf der Oberfläche des Firns. (Foto: © Dirk van As, Geologischer Dienst Dänemark und Grönland)