#Klimaschutz

  • In Westafrika ziehen zahlreiche Bauern in die Städte und bewirtschaften dort Böden, die oft nicht besonders ertragreich sind. Das internationale Team vom Projekt „Urban Food Plus“, das Prof. Dr. Bernd Marschner von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) koordiniert, sucht unter anderem nach Wegen, um die Ernteerträge zu steigern. In ihren Versuchen hat sich Biokohle als probates Mittel herausgestellt. Sie lässt sich kostengünstig aus Ernterückständen herstellen. RUBIN, das Wissenschaftsmagazin der RUB berichtet.

    Biokohle
    Verkohlte Biomasse, auch Biokohle genannt, kann aus Ernteresten hergestellt werden und den Boden fruchtbarer machen. (Foto: Gorczany © Rubin)

  • Ab 1. April deutlich höhere Zuschüsse für Solarheizungen

    Staatliche Modernisierungszulage für Solarthermie-Anlagen auf Eigenheimen steigt um bis zu 100 Prozent auf rund 3.000 Euro / Branchenverband empfiehlt vor dem Hintergrund begrenzter Fördertöpfe baldige Modernisierung

    Solar Flachkollektor
    Hausdach mit Solar-Flachkollektoren (Foto: © BSW-Solar)

  • Zeit wird knapp für ein wirksames Abkommen

    Germanwatch fordert Engagement von Regierungschefs und Ministern in der kritischen Phase der Klimaverhandlungen

    Bonn. Am Freitag ist in Bonn die vorletzte UN-Klimaverhandlungsrunde zur Vorbereitung des Pariser Klimagipfels zu Ende gegangen. "Drei Monate vor dem Klimagipfel in Paris wird die Zeit knapp, um ein wirkungsvolles Klimaabkommen zu entwerfen", sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch. Am Ende der Verhandlungswoche bestand der Verhandlungstext noch immer aus einer unübersichtlichen Sammlung von Optionen. Bals: "Die Zeit läuft davon. Wir brauchen jetzt klare Signale von Ministern und Regierungschefs. Zum einen, dass sie das Tempo in den kommenden Wochen beschleunigen. Zum anderen, dass in Paris die Tür offen gehalten werden muss, um in den nächsten Jahren noch auf einen Pfad einzuschwenken, der die Klimaerwärmung auf deutlich unter zwei Grad begrenzt."

    Planet B
    (Foto: Udo Schuldt)

  • Nach den Vorverhandlungen wird es nun Ernst

    Germanwatch: Ohne fünfjährliche Verbesserungsrunden ist das Zwei-Grad-Limit nicht erreichbar

    Bonn. Am heutigen Montag startet in Bonn die vorletzte UN-Klimaverhandlungsrunde in der Vorbereitungsphase des Pariser Klimagipfels. Ein informelles Ministertreffen in Paris hat vor einem Monat einen weitgehenden Konsens dazu erreicht, dass es im 5-Jahres-Rhythmus Nachbesserungen für die in Paris vereinbarten Minimalziele der Staaten geben soll. Dies ist notwendig, weil die bislang von den Staaten eingereichten Ziele noch nicht ausreichen, um den globalen Temperaturanstieg auf weniger als 2°C zu begrenzen. "In Bonn kommt es darauf an, dass wirkungsvolle Nachbesserungsrunden alle 5 Jahre im Verhandlungstext verankert und dann in Paris beschlossen werden - nicht ein zahnloser Review", sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer bei Germanwatch. "Ohne Nachbesserungsrunden würde der Klimaschutz auf die lange Bank geschoben und erst ab 2030 neue Klimaziele festgelegt". Bleiben die Ziele der Staaten bis 2030 unverändert, ist es nicht mehr erreichbar, den Klimawandel möglichst weit unter der Hochgefahrengrenze von maximal 2° C zu begrenzen.

    Planet B
    (Foto: Udo Schuldt)

  • Brot für die Welt, Germanwatch und MISEREOR kritisieren Widerstand gegen Kohlebegrenzung als "Panikmache". WWF-Umfrage: Zwei Drittel gegen neue Braunkohle-Tagebaue.

    Berlin/Bonn. Mit Unverständnis und heftiger Kritik reagieren Brot für die Welt, Germanwatch und MISEREOR auf den Widerstand von Landespolitikern, Unternehmen und Gewerkschaften gegen den Plan von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur Begrenzung der Kohleverstromung. Eine Umfrage des WWF die zusammen mit dem Ökostromerzeuger Lichtblick durchgeführt wurde, macht deutlich, dass zwei Drittel der Befragten neue Braunkohletagebaue ablehnen.

    Tagebau Jänschwalde
    Info zum Foto: Braunkohletagebau Jänschwalde (Foto-Lizenz: Verzicht auf Copyright)

  • BUND-Appell zur COP21: Paris zu dem Ort machen, wo die Welt einen gerechten Klimaschutzvertrag beschließt

    Bad Hersfeld/Berlin: 142 Delegierte des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben als Vertreter von mehr als 530.000 Mitgliedern und Unterstützern bei ihrer Jahresversammlung im hessischen Bad Hersfeld unter anderem zwei Resolutionen zur Pariser Weltklimakonferenz einstimmig verabschiedet. "Nach dem Terror sollte Paris im Dezember durch gute Ergebnisse zu dem Ort werden, wo die Welt einen gerechten Klimaschutzvertrag beschließt, der seinen Teil dazu beiträgt, unseren Planeten vor zunehmenden Naturkatastrophen zu bewahren und sicherer und friedlicher zu machen", heißt es in der ersten Klimaresolution. In der zweiten fordern die Umweltschützer die Abkehr von fossilen Energien. Die Energiewende funktioniere am besten "von unten", getragen von Bürgerinnen und Bürgern, Genossenschaften und Kommunen, die in erneuerbare Energien investieren und den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas voranbringen, heißt es in dem Beschluss.

    UNFCCmap
    Fast alle Länder der Erde nehmen teil (violette Länder nur mit Beobachterstatus) (Grafik: L.tak; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • 2015 - ein umweltpolitisch bedeutsames Jahr: Pariser Klimaschutz-Abkommen bestätigt Energiewende-Kurs, gerichtliche Erfolge gegen Pestizide und für Naturschutz, Riesen-Demonstrationen gegen falsche Agrarpolitik und TTIP

    Berlin: 2015 gab es nach Ansicht von Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), sowohl international als auch national eine Reihe bemerkenswerter umweltpolitischer Entwicklungen. Neben der Verabschiedung des ersten weltumspannenden Klimaschutzvertrages zählten dazu ein gewachsenes Umwelt-Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie mehrere den Naturschutz stärkende Gerichtsurteile. Rückschläge habe es jedoch in der Verkehrs-, Energie- und Agrarpolitik gegeben.

    TTIPDEMO
    (Foto: © BUND)

  • Merkel gibt Klima-Versteherin, während sie die Koalition im Kohle-Streit entzweit

    "Wieder einmal ist der Petersberger Klimadialog zum Petersberger Schönredner-Dialog geworden. Mit marktkonformen Merkel-Ansprachen, 200 Jahre alten Schiller-Zitaten von Präsident Gauck und hehren Hendricks-Appellen lassen sich die globalen Gegensätze zwischen Arm und Reich, die auch die Klimaverhandlungen bestimmen, nicht vom Tisch reden. Eine bei der Kohlepolitik heillos zerstrittene Große Koalition macht den Versuch lächerlich, die Staatenwelt für die Weltklimakonferenz in Paris auf gemeinsames Handeln einzuschwören", kommentiert Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE den Abschluss des 6. Petersberger Klimadialogs in Berlin.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • „Der Bundesregierung ist es nicht gelungen, die Braunkohleindustrie ausreichend zu CO2-Einsparungen zu verpflichten, das ist traurig und beschämend. Damit geraten die deutschen Klimaziele in große Gefahr. Angesichts des wichtigen Pariser Klimagipfels in wenigen Wochen ein alarmierendes Zeichen“, erklärt Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum Gesetzentwurf für einen zukünftigen Strommarkt.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • Im Juni 2013 veröffentlichte Dana Nuccitelli auf Skeptical Science einen Artikel über die Citizens’ Climate Lobby (CCL). Was sich in den vergangenen vier Jahren getan hat, fassen wir im folgenden Artikel zusammen. Generelle Informationen zum Ansatz der Citizens' Climate Lobby - der Bürgerlobby Klimaschutz - gibt es in den FAQs auf der deutschen Homepage.

    2013 war CCL hauptsächlich in den U.S.A. und Kanada aktiv und der Rest der Welt spielte noch keine große Rolle, worauf dieser Absatz aus Danas Artikel hindeutet:

    "CCL spielt auch mit dem Gedanken, Gruppen in Großbritannien zu etablieren. Das Vereinigte Königreich ist zwar in den europäischen Zertifikatehandel eingebunden, dieser hat aber mit Problemen zu kämpfen und CCL möchte, dass das Land eine Kohlenstoffbepreisung weiterhin unterstützt."

    CCL-Chapters

    Blaue Pins zeigen aktive Gruppen und gelbe Pins Gruppen im Aufbau. Link zur Karte

  • UBA-Emissionsdaten 2014 zeigen Trendwende beim Klimaschutz

    Emissionen sinken auf niedrigsten Wert seit 2010

    Die Treibhausgasemissionen in Deutschland sind 2014 gegenüber dem Vorjahr erstmals seit drei Jahren wieder gesunken. Das geht aus der Nahzeitprognose des Umweltbundesamtes (UBA) hervor. Die Emissionen sanken demnach um mehr als 41 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente, das entspricht 4,3 Prozent. Insgesamt lagen die Treibhausgasemissionen 2014 damit bei 912 Mio. Tonnen – dem niedrigsten Wert seit 2010. Das entspricht einer Minderung um 27 Prozent im Vergleich zum internationalen Referenzjahr 1990.

    Emissionsdaten 2014

  • Schwarz rußende und qualmende Rauchfahnen gehören dank moderner Umwelttechnik der Vergangenheit an – zumindest nach den Richtlinien der deutschen Gesetzgebung. Jedoch heißt ein verminderter Ausstoß an Partikeln und Aerosolen leider noch lange nicht, dass es sich mit den Treibhausgasemissionen genauso verhält. Der Industriesektor ist nach dem Energiesektor die zweithöchste Emissionsquelle von Treibhausgasen in Deutschland. Im Jahr 2014 verursachte der Energiesektor etwa 85% der anthropogenen Treibhausgasemissionen in Deutschland, davon fallen ca. 14% an die energetischen Emissionen der Industrie.1) Das heißt die Industrie birgt ein großes Potenzial zum Klimaschutz beizutragen, indem sie bei ihrer Produktion auf erneuerbare Energien setzt!

    Cradle to Cradle
    (Foto: © Cradlelution)

  • Ein Kommentar zur 3sat-Doku

    Die Augenzeugen in dieser Doku sind führende Klimawissenschaftler und Volksgruppen der beobachteten Gebiete auf Grönland und in den peruanischen Anden. Ihre Beobachtungen und Ergebnisse sind aus unterschiedlicher Sicht deckungsgleich. Diese Doku ist 3 Jahre alt, und das bis dato nur angemahnte Ereignis, dass die größere Gefahr ein Schmelzen der Antarktis sei, ist heute bereits eingetreten.
    (© Marcel Rolf Hoffmann)

  • Der BUND ruft zur Demo am 17.1.2015 in Berlin auf

    Deutsche essen weniger Fleisch, zugleich nimmt Massentierhaltung stark zu

    Berlin: Der Fleischkonsum geht in Deutschland nach Recherchen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) immer weiter zurück, aktuell um 1,3 Prozent im Zeitraum von Januar bis Oktober 2014. Das entspricht rund einem Kilogramm weniger Fleischverbrauch pro Kopf gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zugleich ist das Ausmaß der industriellen Tierhaltung gegenüber 2013 stark gestiegen, insbesondere in der Hühnerhaltung. Noch nie wurde in Deutschland so viel Geflügelfleisch produziert wie heute: Im Jahr 2014 werden nach Hochrechnungen insgesamt fast 980.000 Tonnen Hähnchenfleisch verarbeitet. Damit werden 2014 sieben Prozent mehr Masthühner zu Fleisch verarbeitet als im Vorjahr, oft nach leidvollen Transporten aus anderen Ländern. Gleichzeitig werden Mastanlagen hierzulande immer größer. In Massentierhaltungen wurden dieses Jahr rund fünf Prozent mehr Hühner gemästet als 2013.

    Wir haben es satt 2014 Bundestag
    "Wir haben es Satt"-Demo 2014 (Foto: Dtuk; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • Aber nur Erneuerbare Energien machen sie umweltfreundlicher

    Damit sich ein Elektro-Auto, von der Größe eines Tesla Model S, ökologisch rechnet müsse man acht Jahre damit fahren, so schrieben etliche Zeitungen, nachdem eine schwedische Studie zur Umweltfreundlichkeit von E-Autos erschienen war. Einen Nachteil hatten alle diese Artikel: Entweder haben deren Autoren die Studie gar nicht gelesen oder sie haben sich auf eine einseitige Darstellung der Nachteile fokussiert.

    E Auto public domain
    (Foto: Public Domain)

  • Knapp vier Fünftel der in Deutschland Lebenden sind überzeugt: Klimawandel findet bereits statt

    Rund 78 Prozent der Deutschen sind davon überzeugt, dass der Klimawandel bereits stattfindet. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Kassel. Weitere zwölf Prozent erwarten einen Klimawandel in der Zukunft. Diese Zahlen sind zwar deutlich höher als in den USA, aber niedriger als in China.

    Trockenheit im August
    Trockenheit im August 2015 - das Annafließ bei Straußberg ist seit Wochen ausgetrocknet (Foto: Molgreen; Lizenz: CC-BY-SA-4.0)

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    Bitte vor dem Ansehen des Films lesen:

    Zunächst ein Tipp wenn Ihnen das alles zu schnell geht, klicken Sie einfach auf das Videofeld, dann stoppt der Film und Sie können sich einen Überblick verschaffen. Erneutes Klicken lässt ihn dann wieder laufen.

    In der Mitte, in dem hellbraunen Feld, wird die Jahreszahl angegeben. Auf der Weltkarte sieht man die Posititon der Meßstellen, die auch auf der linken, horizontalen Achse, anhand der Breitengrade, zu sehen sind. Auf der linken und rechten senkrechten Achse ist die CO2-Konzentration der Atmosphäre skaliert. Im Verlauf des Films sieht man gut, wie die Zahl der Meßstellen zunimmt und wie die Atmosphärenkonzentration des CO2 ansteigt. Das ständige Auf und Ab der Linie wird durch die jahreszeitliche Veränderung der CO2 Aufnahme der Pflanzen verursacht (im Frühjahr und Sommer nehmen die Pflanzen CO2 für das Blattwachstum auf, im Herbst und Winter geben sie durch den Laubabwurf Kohlenstoff ab, beim Kompostieren der Blätter entsteht CO2). Man sieht auch sehr gut, dass diese jahreszeitlichen Schwankungen des CO2-Gehaltes besonders auf der Nordhalbkugel auftreten, während der Meßpunkt am Südpol, das ist der blaue Punkt, ohne große Ausschläge steigt. Die rechte, rote Kurve zeigt den Meßwert von Mauna Loa, die blaue Kurve, innerhalb der roten, den Meßwert vom Südpol. Auf der rechten Horizontalen darunter sind die Jahreszahlen aufgetragen. Auch hier sieht man die jahreszeitlichen Schwankungen des CO2-Gehaltes

  • Deutsche Umwelthilfe fordert für Berlin modellhafte Einführung einer 20 Cent Abgabe auf "Coffee to go"-Becher

    Mehrere Milliarden Wegwerfbecher vermüllen jedes Jahr unsere Landschaft – Wachsende Becherflut muss gestoppt werden – Lenkungsabgabe in Berlin hätte bundesweite Signalwirkung – Einführung eines Mehrwegbechersystems würde durch die Abgabe stimuliert

    Um deutsche Städte von Müllbergen aus weggeworfenen Coffee to go-Bechern zu befreien, fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Einführung einer Abgabe in Höhe von 20 Cent je Becher. Dies ist notwendig, weil eine Flut von jährlich mehr als 2,8 Milliarden Coffee to go-Bechern den öffentlichen Raum erheblich verschmutzt, unnötig Abfälle hervorbringt und wertvolle Ressourcen vergeudet. Die Zahl der Verbraucher, die besonders häufig oder gelegentlich zu Coffee to go-Bechern greift, liegt inzwischen bei 70 Prozent. Jedes Jahr fallen in Deutschland mehr als 28.000 Tonnen der Coffee to go-Becher als Abfall an. Allein in der Bundeshauptstadt Berlin werden täglich mehr als 325.000 Pappbecher verbraucht. Damit sich das schnell und dauerhaft ändert sind ökonomische Anreizinstrumente, wie die Einführung einer Abgabe, dringend notwendig.

    Coffee to go
    (Foto: Udo Schuldt)

  • Brot für die Welt setzt sich für nachhaltiges und faires Reisen ein

    Berlin. Nie zuvor reisten so viele Menschen, und der Tourismus ist einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige weltweit. Zum Start der weltgrößten Tourismusmesse ITB in Berlin (9.-13.03.2016) kritisierte Brot für die Welt, dass breite Teile der Bevölkerung in armen Zielländern davon nichts haben. „Der Tourismus erfüllt sein Versprechen, armen Ländern mehr Entwicklung und Wohlstand zu bringen, nicht“, sagt Antje Monshausen, Tourismusexpertin des evangelischen Hilfswerks, „die Gleichung ‚Mehr Tourismus – mehr Entwicklung‘ geht nicht auf.“

    Ein Blick auf die nordafrikanischen Staaten macht das deutlich: Jahrelang haben ihre Eliten einträglich vom Tourismus gelebt und mit ihm ihre eigene Machtbasis gestärkt. Die Bevölkerung hatte nicht viel davon, wie die Hungeraufstände beispielsweise in Ägypten selbst in den Boomjahren des Tourismus zeigen. Inzwischen ist die wirtschaftliche Situation noch schwieriger geworden, die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch, gesellschaftliche Spannungen treten offen zu Tage. Antje Monshausen: „Es wäre allerdings naiv zu glauben, dass allein der Tourismus sich wieder erholen müsste und damit alle Probleme gelöst wären.“

    Passengers prepared to board an aircraft at Kismayo AirportFluggäste auf dem Kismayo Flughafen in Somalia (Foto: Gemeinfrei)

  • "Für Kapitalismus-Gläubige rund um den Globus geht ein Gespenst im Papst-Gewand um. Im Gegensatz zu seinem deutschen Vorgänger Benedikt, der einer ungerechten Welt einen moralischen Anstrich verpassen wollte, spricht Papst Franziskus klare Worte: der globalisierte Kapitalismus steckt in der Krise, eine allein profitorientierte Marktwirtschaft bringt neben Wachstum mehr Gewalt und Kriege, mehr soziale Ungleichheit, mehr Umweltzerstörung und verstärkten Klimawandel", kommentiert Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die erste Umwelt-Enzyklika in der Geschichte des Vatikan.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)