#Klimawandel

  • Studenten untersuchen die Stratosphäre

    14 Studierende des Master-Studiengangs Mikro- und Medizintechnik an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen starteten zwei Stratosphärenballons. Gestern erreichte der größere der beiden Ballone erfolgreich die Stratosphäre. Ein erster und etwas kleinerer Ballon, der bereits Ende Februar gestartet war, hatte als Testballon eine Höhe von über 30 Kilometern erreicht. Die mit Technik bestückten Ballone sendeten und sammelten verschiedene Daten, die sie während ihrer Fahrt an eine Bodenstation übermittelten und waren eine Übungsaufgabe für die angehenden Wissenschaftler.

    Ballonprojekt
    Kurz vor dem Platzen des Heliumballons filmte die mitgeführte Kamera das Bild in über 34 Kilometern Höhe. Ab etwa 15 Kilometern beginnt die Stratosphäre und endet in etwa 50 Kilometern Höhe. (Foto: © Westfälische Hochschule)

  • Knapp vier Fünftel der in Deutschland Lebenden sind überzeugt: Klimawandel findet bereits statt

    Rund 78 Prozent der Deutschen sind davon überzeugt, dass der Klimawandel bereits stattfindet. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Kassel. Weitere zwölf Prozent erwarten einen Klimawandel in der Zukunft. Diese Zahlen sind zwar deutlich höher als in den USA, aber niedriger als in China.

    Trockenheit im August
    Trockenheit im August 2015 - das Annafließ bei Straußberg ist seit Wochen ausgetrocknet (Foto: Molgreen; Lizenz: CC-BY-SA-4.0)

  • Neue Modellstudie könnte Klimavorhersagen für Europa verbessern

    Kiel. Das Verhältnis zwischen Islandtief und Azorenhoch bestimmt maßgeblich das Wetter in vielen Teilen der Nordhalbkugel, auch in Norddeutschland. Es schwankt jedoch stark über Zeiträume von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahrzehnten. Eine neue Modellstudie von Klimaforschern des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel weist darauf hin, dass ein in den Beobachtungen identifizierter achtjähriger Schwankungszyklus seine Ursache im Inneren des Ozeans haben könnte. Die Erkenntnis kann helfen, mehrjährige Klimaschwankungen rund um den Nordatlantik besser vorherzusagen. Die Studie ist jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Climate Dynamics erschienen.

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    Die achtjährige Schwankung des NAO-Index findet sich auch deutlich in den Wintertemperaturen in Hamburg wieder. Deshalb könnte ein besseres Verständnis der NAO-Variabilitäten zu einer verbesserten Klimavorhersage in Norddeutschland führen. (Grafik: Geomar)

  • Überdurchschnittlich warm und sonnig mit stürmischem Finale

    Offenbach.Nach einem turbulenten Start verlief der März 2015 in Deutschland aufgrund regelmäßig wiederkehrender Hochdrucklagen weitgehend ruhig und freundlich. Dabei wurde es nach teils frostigen Nächten tagsüber bereits frühlingshaft warm. Diese Phase wurde von zwei besonderen Himmelsspektakeln begleitet. Während in der Nacht zum 18. bunte Polarlichter den Sternenhimmel erhellten, bewirkte eine partielle Sonnenfinsternis über Deutschland am Vormittag des 20. eine leichte Dämmerung. Zum Ende des Monats brachten die Stürme „Mike“ und „Niklas“ viel Wind und Regen. Damit war der März bei nahezu ausgewogener Niederschlagsbilanz überdurchschnittlich warm und sonnig. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

    Polarlichter über Deutschland
    Polarlichter über Deutschland (Foto
    : © Claudia Hinz)

  • Der Tropengürtel weitet sich seit den 1980er Jahren wegen der Klimaerwärmung aus – mit starken Auswirkungen auf Niederschlags- und Trockengebiete weltweit. Schon frühere Verschiebungen des Tropengürtels führten zu einer Reihe von Dürren – und können solche erneut auslösen, wie eine Studie von Berner Klimatologen zeigt.

    Verschiebung der Tropen
    Verschiebung des Tropengürtels nach Süden zwischen den 1940er und 1970er Jahren. (Foto: Stefan Brönnimann, © Universität Bern)

  • "Für Kapitalismus-Gläubige rund um den Globus geht ein Gespenst im Papst-Gewand um. Im Gegensatz zu seinem deutschen Vorgänger Benedikt, der einer ungerechten Welt einen moralischen Anstrich verpassen wollte, spricht Papst Franziskus klare Worte: der globalisierte Kapitalismus steckt in der Krise, eine allein profitorientierte Marktwirtschaft bringt neben Wachstum mehr Gewalt und Kriege, mehr soziale Ungleichheit, mehr Umweltzerstörung und verstärkten Klimawandel", kommentiert Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die erste Umwelt-Enzyklika in der Geschichte des Vatikan.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter) 

  • Die Wälder angesichts des Klimawandels

    Der Klimawandel ist eine Tatsache: Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre, steigende Temperaturen, veränderte Niederschlagsmengen, Zunahme von Klimaextremen, Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten etc. Die Folgen des Klimawandels haben auch große Auswirkungen auf die Wälder und somit auf das Leben der Menschen und die Gesellschaft. Die Wälder haben nicht nur einen hohen Erholungswert, sondern tragen auch entscheidend zur Stabilisierung und Fruchtbarkeit der Böden bei und beeinflussen den Wasser- und Mineralkreislauf.

    Buchenwald
    Werden die Wälder schnell genug nach Norden wandern können? (Foto: Udo Schuldt)

  • Dass die EU mit einem konkreten Mandat für ein globales CO2-Minderungsziel zu den UN-Klimaverhandlungen nach Paris fährt ist ein gutes Zeichen. Doch läuft das Verhandlungsziel auf einen völkerrechtlichen Wackelpudding hinaus. Das von der EU gemeldete freiwillige Reduktionsziel von 40 Prozent weniger CO2 bis 2030 im Vergleich zu 1990 ist in Wirklichkeit nicht mehr als unambitioniertes Business-as-Usual. Als drittgrößter Klimasünder der Erde und als Gastgeber der Klimakonferenz muss aus Europa mehr kommen.

    Eifelturm
    (Foto: Public Domain)

  • WWF: Arktisches Wintereis noch nie so dünn wie jetzt

    65 Prozent Eisverlust in 40 Jahren

    Das arktische Meereis weist in diesem Jahr die geringste Winterausdehnung aller Zeiten aus, gab gestern das US-amerikanische Nationale Datenzentrum für Schnee und Eis (NSIDC) bekannt. Die Nachricht führt die Folgen des Klimawandels drastisch vor Augen, nachdem 2014 bereits das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1880 war. Verantwortlich für den niedrigen Eisstand war unter anderem ein ungewöhnlich warmer Februar in Teilen von Alaska und Russland. Verglichen mit der durchschnittlichen Wintereisausdehnung der Jahre 1981 bis 2010 ging damit in der Arktis eine Eisfläche von fast 1,1 Millionen Quadratkilometer verloren. Das ist fast dreimal die Fläche von Deutschland. „Das ist kein Rekord auf den man stolz sein kann. Eine niedrige Wintereisausdehnung kann eine Serie von Reaktionen auslösen, die für die Arktis und den Rest der Welt gefährlich sind“, sagt Alexander Shestakov, Leiter des WWF Arktis-Programms.

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    Das durch die immer stärkere sommerliche Schmelze verlorene Eis wird in den ebenfalls wärmer werdenden arktischen Wintern nicht wieder hergestellt - Folge: Das Eis wird immer dünner. (Foto: Public Domain, Juli 1998)

  • Fakten aufzeigen um Mythenbildung zu verhindern

    Soll man falschen Gerüchten entgegentreten und sie korrigieren? Soll man versuchen zu verhindern, dass die Würde von Menschen verletzt wird und die zu Unrecht angeprangerten verteidigen? Ich denke ja und darum gibt es diesen Text. Es ist schon erstaunlich mit wieviel Selbstsicherheit manche Menschen Unsinn verzapfen und Gerüchte verbreiten. Dietrich K. Jahrgang 1954, ebenso wie ich, hat einen Artikel gegen den Klimaschutz geschrieben. Er findet Klimaschutz lächerlich und will uns weis machen, dass die meisten Klimawissenschaftler keine Wissenschaftler aber dafür geldgierige Lügner wären. Da er damit in die Öffentlichkeit ging und der Link zu seinem Artikel auf unserer Klimaschutz-Netz-Facebook-Seite landete, möchte ich nun auf seinen Angriff antworten, wie gesagt, vor allem schreibe ich um falschen Gerüchten und der Verletzung der Würde der Klimawissenschaftler zu begegnen.

    Glaskugel gucken hilft nicht
    Wissenschaft ist kein Glaskugel gucken. Bei manchen Leugnern hat man hingegen den Eindruck, dass dies ihr Medium ist. (Grafik: Public Domain)

  • Westafrika ist im Wandel. Wachsende Bevölkerung, massive Urbanisierung und unkontrollierter Waldabbau verändern die Zusammensetzung der Atmosphäre und damit das Wetter und Klima. Wie die verschiedenen Emissionsquellen die Region langfristig verändern, ist bislang unzureichend erforscht. Das vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierte EU-Projekt DACCIWA untersuchte deshalb mit Forschungsflugzeugen und vom Boden aus die tropische Luft über der westafrikanischen Küstenregion.

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    Ein Buschfeuer im Hinterland von Gambia. Das Feuer verbrennt nur das trockene Gras, Büsche und Bäume sind nicht betroffen. Buschfeuer werden zuweilen extra gelegt, damit in der nächsten Regenzeit schneller frisches Gras für die Kühe wächst. (Foto: Ikiwaner; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • Bundesregierung legt ersten Monitoring-Bericht zu Klimawirkungen und Anpassung vor

    Steigende Temperaturen, feuchtere Winter und häufigere Wetterextreme wirken sich zunehmend auf die deutsche Gesellschaft aus. Betroffen sind unter anderem die Energieversorgung, die Landwirtschaft und die Gesundheitsvorsorge. Das ist das Ergebnis des bislang umfassendsten Berichts der Bundesregierung zur Anpassung an den Klimawandel. Anhand von Daten aus 15 verschiedenen Gesellschaftsbereichen zeigt der Bericht auf, welche Veränderungen sich durch den Klimawandel heute schon feststellen lassen und welche Gegenmaßnahmen bereits greifen.

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    Rübenfeld nähe Grotenrath, in extremer Trockenheit gesäht mit unterschiedlichem Auflauf. (Foto: Blonder1984; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • Halten Sie Vorträge über den Klimawandel, werden Sie regelmäßig mit Falschinformationen über den von uns verursachten Klimawandel konfrontiert oder interessiert es Sie einfach, welche Behauptungen immer wieder gemacht werden, obwohl sie bereits mehrfach widerlegt wurden? In allen diesen Fällen kann Ihnen die in diesem Artikel vorgestellte Foliensammlung helfen.

    Ein guter Einstieg ins Thema ist der ebenfalls im KSN erschienene Artikel "Mythen zerschlagen: Eine praktische Anleitung dem Leugnen wissenschaftlicher Erkenntnisse zu begegnen". Er erklärt die Struktur einer erfolgreichen Widerlegung bestehend aus Nennung des Fakts, Erwähnung - mit Warnung! - des Irrglaubens und abschließender Erklärung des Trugschlusses (abgekürzt "F-I-T" auf deutsch bzw "F-M-F" für "Fact-Myth-Fallacy" auf englisch). Der (englischsprachige) Artikel von John Cook "Inoculation theory: Using misinformation to fight misinformation" erklärt zusätzlich die Grundzüge der "Inokulationstheorie", die ich gerne als "Impfungs fürs Hirn" bezeichne.

    FIT-StrukturAbbildung 1: Elemente einer erfolgreichen Widerlegung (Anklicken für größere Version)

  • Kieler Meeresforscher legen Studie zu pazifischem Klimaphänomen vor

    Kiel. Das Klimaphänomen El Niño ist eine alle zwei bis sieben Jahre wiederkehrende Erwärmung des tropischen Pazifiks mit weltweiten Auswirkungen auf das Klima. Einer Studie von Wissenschaftlern des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel zufolge, verstärkt die voranschreitende Klimaerwärmung besonders heftige El Niño-Ereignisse. In diesem Zusammenhang beobachten die Forscher auch die gegenwärtige Lage, die auf das Auftreten eines sehr starken El Niño-Ereignisses in der zweiten Jahreshälfte hindeutet. Ihre Studie erschien jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Climatic Change.

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    Anomalien der Meeresoberflächentemperatur von Ende Mai bis Ende Juni 2015. (Quelle: © NOAA/PMEL)

  • Die Hungerkrise am Horn von Afrika, in Nigeria und dem Tschad eskaliert. Das Leben von mehr als 23 Millionen Menschen ist akut bedroht. Das Bündnis GEMEINSAM FÜR AFRIKA hilft.

    Die Situation spitzt sich unter anderem durch den Klimawandel und anhaltende bewaffnete Konflikte weiter zu. Am Horn von Afrika, in Nigeria und dem Tschad steht das Leben von mehr als 23 Millionen Menschen auf dem Spiel. Das Ausmaß der Krise erfordert weitere Mittel. Jeder Euro, der gespendet wird, rettet Leben!

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    Aktion des Bündnisses "GEMEINSAM FÜR AFRIKA" - im Juni 2017 - vor dem Brandenburger Tor (Foto: © GEMEINSAM FÜR AFRIKA)

  • Weltweite Emissionen des Treibhausgases auf hohem Niveau aber nicht weiter ansteigend

    Ein kürzlich erschienener Report der Niederländischen Umweltagentur PBL, welcher zusammen mit dem Joint Research Center der Europäischen Kommission erstellt wurde, kommt zu der bemerkenswerten Aussage, dass der Anstieg der globalen CO2-Emissionen 2015 zum Stillstand gekommen ist. China, als das Land mit dem größten Treibhausgasausstoß, spielt eine enorme Rolle dabei und dort sinkt der Kohleverbrauch deutlich. Denkbar ist, dass nun ein Wendepunkt erreicht wurde, denkbar deshalb, weil sich der Trend insbesondere in China fortsetzen und beschleunigen wird.

        (Grafiklizenz: CC-BY-3.0)

  • Klimawandel im Verdacht

    Wie eine gewaltige Umwälzpumpe transportieren Strömungen des Atlantiks warmes Wasser in den Norden und kaltes Wasser in den Süden. Teil dieses Strömungssystems ist auch der Golfstrom, der für das meist milde Klima im Nordwesten Europas sorgt. Jetzt haben Forscher Belege dafür entdeckt, dass diese riesige Meeresströmung schwächer wird. Beobachtungen weisen darauf hin, dass die Umwälzung in den letzten Jahrzehnten langsamer war als jemals zuvor im vergangenen Jahrhundert, wahrscheinlich sogar im vergangenen Jahrtausend. Zu dieser Abschwächung hat offenbar die zunehmende Eisschmelze auf Grönland beigetragen, die durch den mensch-gemachten Klimawandel verursacht wird. Eine weitere Verlangsamung der Strömung könnte nicht nur Folgen haben für marine Ökosysteme, sondern auch für den Meeresspiegel und das Wetter in den USA und Europa.
     
    Weltkarte mit Wärmezonen
    Der kühle Fleck südlich von Grönland: NASA GISS Weltkarte der Erwärmung 1901-2013
     
  • Forscher der Universität Hohenheim sieht Reisanbau durch Klimawandel bedroht / Treibhausgas-Ausstoß der Reisfelder nur begrenzt zu verringern

    Reisbauern, besonders in den großen asiatischen Flussdeltabereichen, spüren bereits jetzt die Folgen des Klimawandels: Der erhöhte Wasserbedarf bei Dürre und ein steigender Meeresspiegel bedrohen die Ernten. Dabei tragen Reisfelder selbst zur Klimaveränderung bei, weil sie das Treibhausgas Methan ausstoßen. Doch einschränken könne man den Anbau trotzdem nicht, gibt Prof. Dr. Folkard Asch, Reis-Experte an der Universität Hohenheim, zu bedenken. Schließlich sei Reis Grundnahrungsmittel für rund die Hälfte der Weltbevölkerung.

    Reisanbau Indonesien

    Reisanbau in Indonesien (Bildquelle: Dohduhdah, Gemeinfrei über Wikimedia Commons

  • Schäden durch Hochwasser nehmen in Deutschland mit dem Klimawandel voraussichtlich zu, wie eine neue Studie zeigt. In der Vergangenheit haben Überschwemmungen an der Elbe und ähnliche Extremereignisse bereits gezeigt, welche verheerenden Schäden entstehen können, wenn in Verbindung mit bestimmten Wetterlagen heftiger und lang anhaltender Regen nicht mehr vom Boden aufgenommen werden kann und die Pegel der Flüsse ansteigen. Ohne entsprechende Anpassungsmaßnahmen könnten sich in Deutschland die jährlichen Schadenskosten von derzeit etwa 500 Millionen Euro künftig vervielfachen, zeigt die umfassende Analyse der Fachleute im Journal Natural Hazards and Earth System Sciences.

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    Hochwasser in Dresden 2013 (Foto: Dr. Bernd Gross, Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • Meeresforscher weisen erhöhte Wärmeaufnahme in den letzten Jahrzehnten nach

    Miami/Kiel. Warum stieg die Erdtemperatur in den vergangenen zwei Jahrzehnten nur wenig an? Ein Forscherteam verschiedener amerikanischer Einrichtungen und vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel konnte zeigen, dass sich der Wärmeinhalt des Indischen Ozeans seit Ende der 90iger Jahre stark erhöht hat, obwohl bei den globalen Temperaturen kaum ein Anstieg zu verzeichnen war. Grund hierfür dürfte ein erhöhter Wärmeaustausch zwischen dem Pazifischen und Indischen Ozean sein, wie die Autoren in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience berichten.

    Indischer Ozean Waermeaufnahme
    Schematische Darstellung der Wasserstandsänderungen und des indo-pazifischen Durchstroms in den vergangenen 20 Jahren. Hintergrund: Verteilung der Meeresoberflächentemperatur. (Grafik: © Geomar; Quelle: NOAA)