#Klimawandel

  • Klimacamp gegen Klima-schädliche Braunkohle

    Braunkohle ist die Klima-schädlichste Energieform, die wir in Deutschland haben. Aus diesem Grund treffen sich vom 20. bis zum 26. August nun schon zum wiederholten Mal Menschen aus ganz Europa im Rheinland, um im Klimacamp für den sofortigen Ausstieg aus der Braunkohleverbrennung zu demonstrieren und neue Formen des miteinander Lebens zu üben.

    Wolken am Sommerhimmel
    (Foto: Olof E. Matthaei)

  • Das erste globale Permafrost-Datenportal ist online

    Bremerhaven. Ein internationales Forscherteam stellt heute auf einer Konferenz im kanadischen Quebec das erste Online-Datenportal zur Situation der weltweiten Permafrost-Vorkommen vor. Im Global Terrestrial Network for Permafrost bündeln die Wissenschaftler erstmals alle verfügbaren Messdaten zur Temperatur und Auftautiefe des Dauerfrostbodens in der Arktis, der Antarktis und den Hochgebirgsregionen und stellen diese für jedermann frei zum Download zur Verfügung. Das neue Portal kann somit als Frühwarnsystem für Forschende und Entscheidungsträger aus aller Welt dienen. Eine detaillierte Beschreibung der Datensammlung erscheint heute als Open-Access-Artikel im Wissenschaftsportal Earth System Science Data.

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    Kanada: Sonne, Wind und Wellen nagen an der Steilküste der Herschel-Insel. Überall dort, wo das Eis im Boden taut, rutschen Grassoden, Humusschicht und Lockergestein als Schlammlawine Richtung Meer. (Foto: © Jaroslav Obu / AWI)

  • Wie Klima-Paläontologen das Erdklima der Vergangenheit erforschen um daraus Erkenntnisse für die Gegenwart zu ziehen

    Ein in verschwörungstheoretischen Kreisen verbreitetes Vorurteil ist: Klimawissenschaftler sind blöd oder Lügner. Das versuchen uns auch bezahlte Leugner klimawissenschaftlicher Erkenntnisse klar zu machen. Dass das Gegenteil der Fall ist versuchen wir hier auf  der Webseite des Klimaschutz-Netzes immer wieder zu verdeutlichen, indem wir die Methoden vorstellen mit denen Klimawissenschaftler ihre Erkenntnisse gewinnen, denn wer Bescheid weiß den kann man nicht manipulieren. Der folgende Bericht handelt von Wissenschaftlern die empirisches Wissen aus der Zusammensetzung uralter Korallen sammelten um die Rechenmodelle zu verbessern, mit denen sie zukünftige Klimaszenarien präziser beschreiben, um mögliche Folgen und Risiken des menschengemachten Klimawandels genauer abzschätzen zu können.

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    MARUM-Wissenschaftler erbohren fossile Korallen, die während der letzten Warmzeit vor Bonaire in der südlichen Karibik wuchsen. (Foto: © MARUM, Universität Bremen)

  • In der Rubrik Klimawandel finden Sie Beiträge zur menschengemachten Erderwärmung. Diese können die Klimawissenschaften und deren Erkenntnisse behandeln, als auch Diskussionsbeiträge dazu sein. Die Auseinandersetzung darüber, ob ein Klimawandel stattfindet und ob dieser menschengemacht sei, ist jedoch entschieden. Der Standpunkt der Wissenschaft dazu ist sehr klar: Es gibt einen menschengemachten Klimawandel.

    Wasserkreislauf und Treibhausgase; Foto: Klimawandel-Wiki; Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

    Was noch zu diskutieren wäre sind neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder die politischen Konsequenzen aus ihnen, sowie die unterschiedlichen Ansichten dazu. Außerdem widmen wir uns hier auch den Gegnern des Klimaschutzes und deren Methoden.

    Den Stand der Wissenschaft selbst haben andere schon sehr gut beschrieben, z.B. das "Bildungswiki-Klimawandel" auf das wir auch verlinkt haben.

    Hier geht es also, wie überhaupt auf dieser Webseite, vorrangig um Debattenbeiträge, um Strategien, Aktionen, Veranstaltungen, Vernetzungen. Klimawissenschaftsleugner bleiben allerdings draußen. Diesen ewig Gestrigen geben wir kein Forum, dafür haben sie bereits unendlich viele eigene Webseiten.

  • Natürliche Temperaturschwankungen unterschätzt - Kälteperiode überlagert Einfluss des Menschen

    Zukünftig könnte sich die Region unter dem südlichen Polarkreis sehr viel schneller erwärmen

    Für die Entwicklung der globalen Umwelt unter wachsendem menschlichem Einfluss ist die Antarktis von größter Bedeutung, gilt sie doch wegen ihrer riesigen Eismassen als mögliches Kipp-Element im Weltklimasystem. Das teilweise Abschmelzen ihrer Eismassen würde den Meeresspiegel deutlich steigen lassen. Daher ist es besonders wichtig, fundierte Kenntnisse über das Ausmaß der bisherigen anthropogenen – also vom Menschen hervorgerufenen – Erwärmung der Antarktis zu gewinnen. Wie neue Berechnungen Gießener Physiker zeigen, ist die kausale Unsicherheit über Ursachen der Erwärmung der antarktischen Luft größer als bislang angenommen. In Kooperation mit Wissenschaftlern aus Hamburg und Potsdam konnte nachgewiesen werden, dass die bisherigen Annahmen zur Abschätzung der anthropogenen Erwärmung der Antarktis unzureichend sind.

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    Die Antarktis gilt als ein Kipp-Element des Klimasystems. (Foto: Public Domain)

  • Hitzewellen erhöhen das Sterblichkeitsrisiko von Herzkranken um bis zu 15 Prozent

    Hohe Temperaturen, Hitzewellen und extreme Temperaturschwankungen innerhalb kurzer Zeit führen zunehmend auch in Deutschland zu gesundheitlichen Risiken, insbesondere für Menschen mit Herzkrankheiten. So stieg in den Jahren 2000 bis 2010 die Sterblichkeit aufgrund koronarer Herzkrankheiten während Hitzewellen im Mittel um 10 bis 15 Prozent, wie eine Studie des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für das Umweltbundesamt (UBA) ergab. Eine Auswertung zum Sommer 2015 liegt noch nicht vor. „In Zukunft erwarten wir bei fortschreitendem Klimawandel noch mehr, längere und intensivere Hitzewellen in Deutschland. Falls es uns nicht gelingt uns anzupassen, könnte dies bis zum Ende des Jahrhunderts zu einer Vervielfachung der hitzebedingten Sterblichkeit aufgrund koronarer Herzkrankheiten um den Faktor 3 bis 5 führen“, so Dr. Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes.

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    Sonne im Zenit (Foto: Gemeinfrei)

  • Ragweed – auch bekannt als Ambrosie – gehört zu den Pflanzen mit dem am stärksten allergieauslösenden Pollen. Diese aus Nordamerika eingeschleppte Art breitet sich seit einigen Jahrzehnten auch in Mitteleuropa aus. Ein internationales ForscherInnenteam um Franz Essl vom Department für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien hat in einer neuen Studie herausgefunden, dass die durch den Klimawandel begünstigte Verbreitung der Pflanze eine massive Zunahme der Pollenbelastung verursacht – bis zum Jahr 2050 soll sie sich gar vervierfachen. Die Ergebnisse der Studie erscheinen aktuell im renommierten Fachmagazin "Nature Climate Change".

    Ragweed
    Massenbestand von Ragweed in einem Maisfeld in der Südsteiermark. (Foto: © Franz Essl)

  • Der Klimawandel hat insbesondere im Afrika südlich der Sahara dramatische Folgen. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Bonn hat berechnet, dass dort bis zum Ende des Jahrhunderts das Anbaupotenzial von drei wichtigen Grundnahrungsmitteln stark sinkt: bis zu 30 Prozent der Anbaugebiete von Mais und Bananen sowie bis zu 60 Prozent der Bohnenanbaugebiete sind davon betroffen. Um weiterhin lebenswichtige Grundnahrungsmittel produzieren zu können, muss sich die Landwirtschaft auf grundlegende Veränderungen vorbereiten. Für diese Anpassungsstrategien berechneten die Forscher erstmals Zeitfenster. Die Ergebnisse sind nun in „Nature Climate Change“ veröffentlicht.

    Bohnen
    Bohnen sind im Afrika südlich der Sahara besonders vom Klimawandel betroffen: Ein Forscherteam berechnete, dass dort in bis zu 60 Prozent der Anbaugebiete die Eignung dramatisch sinken wird.  (Foto: © N. Palmer/CIAT)
  • Enten- und Gänsebrut als Ersatzbeute

    Biologen zeigen, welche Auswirkungen es hat, wenn die Raubtiere auf das Land ausweichen müssen

    Ringelrobben, Walrosse, Fische: Eisbären brauchen fettreiche Nahrung, um die Kälte der Arktis zu überstehen. Ihre Beute erlegen sie meistens auf dem Packeis – doch die Eisdecke schrumpft. Welche Auswirkungen hat es, wenn Eisbären gezwungen sind, neue Nahrungsquellen zu erschließen?

    Eisbaer
    Ersatzbeute: Ein Eisbär verspeist Vogeleier. (Foto: © Jouke Prop)

  • Hitzetoleranz von Korallen schwindet unter schwierigen Bedingungen

    Southampton/Kiel. Bei zu hohen Wassertemperaturen sind Korallen durch die sogenannte Korallenbleiche gefährdet. Ein Forscherteam der University of Southampton, der New York University Abu Dhabi und vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel hat festgestellt, dass die Anpassungsfähigkeit von Korallen an veränderte Umweltbedingungen, wie zum Beispiel Änderungen im Salzgehalt, auf Kosten ihrer Hitzetoleranz geht. Korallen, die derzeit in sehr warmen Meeresgebieten überleben, können deshalb nicht ohne weiteres in andere Regionen überführt werden, so das Ergebnis einer Studie, die jetzt in der internationalen Fachzeitschrift IMSE veröffentlicht wurde.

    Koralle arabisches meer
    Korallen und ihre symbiotischen Algen aus dem Arabischen Golf sind an das Überleben bei extremen Temperaturen und hohen Salzgehalten angepasst. (Foto: © Grace Vaughan, SOC)

  • Der Klimawandel wird die Anreicherung von DDT in der Arktis verstärken

    Max-Planck-Forscher zeigen, wie sich langlebige Schadstoffe zukünftig in der Arktis anreichern.

    Viele organische Schadstoffe, die in industriellen und technischen Prozessen entstehen, sind langlebig und werden in der Natur nicht abgebaut. Das kann dazu führen, dass sie selbst in entlegenen Regionen der Erde eine Gefahr für Umwelt und Lebewesen sein können. Zu solchen Schadstoffen gehören das Insektizid Dichlordiphenyltrichlorethan und die polychlorierten Biphenyle – besser bekannt unter den Kürzeln DDT beziehungsweise PCB.
    Arctic Tern
    Arktische Vögel, wie diese Küstenseeschwalbe, werden mit zunehmenden DDT-Konzentrationen konfrontiert sein (Foto: Public Domain)

  • Größte Veränderungen bereits im kommenden Jahrzehnt erwartet und nicht erst in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts!

    Im letzten Herbst und Winter war es in Teilen der Arktis so warm wie nie zuvor. Bis zu 16 Grad Celsius höhere Temperaturen als im langjährigen Mittel wurden an manchen Tagen registriert. Dies liegt auch an der immer geringer werdenden Meereisbedeckung, die jedes Jahr im September auf der Nordhalbkugel ihr Minimum erreicht. Dieser Rückgang ermöglicht eine immer stärkere Erwärmung des Meerwassers im Sommer und verzögert so zunehmend das Einsetzen der Eisbildung im Herbst. Letztere führt dann wieder zu dünnerem Eis zu Beginn des nächsten Sommers, das damit schneller und früher schmilzt: ein Teufelskreis.

    Schmelzende Arktis
    Sommerlich schmelzende Arktis im Jahr 2011 (Foto: Public Domain)

  • Durch anhaltende Dürre in großen Teilen Afrikas bleibt die Ernte aus, Weideflächen sind zerstört. Das Bündnis GEMEINSAM FÜR AFRIKA fordert - im Vorfeld des G20-Gipfels - die internationale Gemeinschaft auf, stärker dem Klimawandel entgegenzuwirken.

    Hunger ist eine der Folgen des Klimawandels, wodurch derzeit 23 Millionen Menschenleben in Afrika bedroht werden. In großen Teilen der Sahelzone, im Süden und Osten Afrikas regnet es immer weniger. Klima, Energie und Wachstum stehen nun auf der Agenda des G20-Gipfels, der  am 7. und 8. Juli in Hamburg stattfinden wird. Doch die Vertreter des afrikanischen Kontinents, die diese Themen am schmerzlichsten betreffen, sind schwach vertreten. Südafrika ist Teilnehmer, als Gäste sind geladen: Die Afrikanische Union und die Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung (NEPAD).

    Drought

    Dürre (Symbolbild; Foto ist Public Domain)

  • Neuer Laser überwacht Klimawandel noch genauer

    Radiokarbon in Atmosphäre mit extrem hoher Genauigkeit bestimmbar

    Florenz (pte001/05.01.2015/06:00) - Das zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörende Istituto Nazionale di Ottica hat ein innovatives Verfahren zur Überwachung des Klimawandels entwickelt. Mithilfe einer neuartigen Laser-Technologie lassen sich die in der Erdatmosphäre enthaltenen Kohlenoxide mit bisher ungekannter Messgenauigkeit bestimmen.

    Lunar Corona
    Blick in den Himmel: Atmosphäre analysierbar (Foto: Wing-Chi Poon; Lizenz: CC-BY-SA-2.5)

  • Städte können am effektivsten zum Klimaschutz beitragen

    Nobelpreisträger aus aller Welt und aus vielen verschiedenen Fachrichtungen versammelten sich diese Woche in Hong Kong, um die Debatte über den Klimawandel auf eine neue Ebene zu heben. Zum ersten Mal trafen sie sich in Asien zu einem solchen Symposium. „4C: Changing Climate, Changing Cities“ lautet der Titel – denn um vier Grad Celsius, kurz 4C, kann die Erde sich bis Ende des Jahrhunderts aufheizen, wenn wir den Ausstoß von Treibhausgasen nicht stark verringern. Und vor allem in den Städten werde sich entscheiden, ob wir dem Klimawandel wirksam entgegen treten können, so die Nobelpreisträger in ihrem Abschluss-Memorandum.

    Victoria Harbour skyscrapersErstmals findet das Nobel Cause Symposium in Hong Kong statt. (Foto: Gemeinfrei)

  • Essay zur ‪#‎Flüchtlingskrise‬

    Es ist logisch. Es war zu erwarten. Es ist sogar zwingend notwendig, wenn Sie die durchschnittliche europäische Angst fragen. Es gibt lokale Unterschiede, die sich aus der Geschichte der europäischen Nationalstaaten erklären lassen; aber im Grunde wird es über kurz oder lang den meisten Ängsten so gehen, die zwischen Oslo und Messina, von Brest bis Bialystok, in Wien, Berlin oder Paris Rundfunkgebühren zahlen und sich der grotesken Amplitude der Berichterstattung zur Flüchtlingskrise aussetzen: Sie mutieren zu Hysterie, mitunter zu Panik.

    Bangladesh climate refugeeKlimaflüchtlinge in Bangladesch (Foto: Public Domain)

  • DBU fordert, Folgen des Klimawandels besser zu managen

    DBU fordert Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen aus Kohle und Öl – Hilfe durch neue Ansätze

    Osnabrück. „Wir müssen den Ausstoß von Treibhausgasen aus fossilen Brennstoffen rasch und stark verringern und natürliche Lebensräume und Flussauen besser schützen. Starkregenereignisse wie 2014 in Gera und Münster oder gerade in Bad Essen, Melle oder Oelde zeigen, dass in unseren verdichteten und kompakt gebauten Städten die Gefahr von Überflutungen ständig wächst. Auch Flüsse und Natur brauchen wieder mehr Raum, um einen effektiven Hochwasser- und Naturschutz verwirklichen zu können.“ – Mit diesen Worten unterstreicht Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Notwendigkeit, „die Folgen des Klimawandels jetzt und für zukünftige Generationen besser zu managen.“ Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung habe gerade bestätigt, dass der Aufwärtstrend zuvor nie dagewesener Starkregen zum Anstieg der globalen Mitteltemperatur passe, die von Treibhausgasen aus dem Verbrennen von Kohle und Öl verursacht werde.

    Starkregen MUST Städtebau
    Durch Starkregen mit großen Niederschlagshöhen und schweren Überflutungen sehen sich Kommunen vor große Probleme gestellt. ( Foto: © MUST Städtebau )

  • "Endspiel - Wie wir das Schicksal der tropischen Regenwälder noch wenden können"

    Berlin. "Wenn wir es nicht fertigbringen, die Primärwälder in den kommenden Jahrzehnten zu schützen, dann bin ich überzeugt, stehen wir am Beginn des sechsten Massenaussterbens." (Claude Martin, 21. Mai 2015, Berlin).

    Dieses Zitat des Autors verdeutlicht die Bedeutung der tropischen Regenwälder für unser globales Klima und den Fortbestand unserer biologischen Vielfalt eindrucksvoll. Trotz dieser Bedeutung sind die Regenwälder nach wie vor sehr stark bedroht und ihre Fläche schrumpft weltweit. In seinem Bericht an den „Club of Rome“ liefert der langjährige Generaldirektor des WWF International nun einen Zustandsbericht über die tropischen Regenwälder der Welt und wagt eine Prognose zu deren Zukunft. Der Klimawandel und die industrielle Landwirtschaft werden immer stärker zum Waldkiller – dies ist die zentrale Botschaft des Buchs von Claude Martin.

    Regenwald
    Regenwald in Australien (Foto: Public Domain)

  • Die Klimamodelle machen keinen systematischen Fehler

    Skeptikern, die noch am menschengemachten Klimawandel zweifeln, bricht nun eines ihrer letzten Argumente weg: Zwar hat sich die Erde seit der Jahrtausendwende deutlich schwächer aufgeheizt, als Klimamodelle vorhergesagt hatten. Die Kluft zwischen berechneter und gemessener Erwärmung entsteht aber nicht, weil die Modelle systematische Fehler machen, wie die Skeptiker vermutet hatten, sondern weil es im Klima stets zu zufälligen Schwankungen kommt. Das belegen Jochem Marotzke, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und Piers M. Forster, Professor an der Universität Leeds in Großbritannien. Die Modelle überschätzen den menschengemachten Klimawandel also nicht prinzipiell.

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    Klimamodelle, wie das Modell MPI-ESM LR des Max-Planck-Instituts für Meteorologie, sagen bis zum Ende dieses Jahrhunderts eine deutliche Erwärmung vor allem an den Polen voraus. (Grafik: © MPI für Meteorologie / Deutsches Klimarechenzentrum)

  • Obwohl die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre kontinuierlich ansteigt, ist die globale mittlere Bodentemperatur seit der Jahrtausendwende weit weniger stark angestiegen als erwartet. Eine Erklärung für diese „Pause in der Klimaerwärmung“ liefert jetzt ein internationales Team, in dem auch Wissenschaftler des KIT mitarbeiten: Die Sonneneinstrahlung ist in den unteren Schichten der Stratosphäre zwischen 2008 und 2011 durch mehrere Vulkanausbrüche doppelt so stark abgeschwächt worden wie bisher angenommen. Seine Studie stellt das Team nun im Fachjournal Nature Communications vor.

    Mess Sonde am Flugzeug