#Landwirtschaft

  • BUND: Bundesweite #Gentech-Anbauverbote erlassen

    BUND-Vorsitzender Weiger warnt Agrarminister Schmidt vor Flickenteppich bei Gentechnik-Einsatz

    Brüssel/Berlin: Aus Anlass der auf EU-Ebene abschließenden Entscheidung für nationale Gentechnik-Verbote hat der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt aufgefordert, seinen nationalen Gesetzentwurf zur Umsetzung der europäischen Gentechnik-Regelungen zu überarbeiten.

    Demo gegen Gentechnik in Ulm
    Demo gegen Gentechnik in Ulm (Foto: GRÜNE Baden-Württemberg; Lizenz: CC-BY-SA-2.0)

  • Das Sterben der #Vögel und #Schmetterlinge

    "Der Verlust der biologischen Vielfalt ist neben dem Klimawandel als die kritischste globale Umweltbedrohung zu sehen. Wir erleben gegenwärtig ein Artensterben in beispiellosem Tempo.“ Zitat aus dem kürzlich veröffentlichten Report "Landwirtschaft und bedrohte Arten".

    Die Intensivierung der Landwirtschaft in Deutschland und Europa ist eine Hauptursache für den teils dramatischen Verlust von Tier- und Pflanzenarten. Diese Intensivierung beinhaltet unter anderem hohe Stickstofffrachten und Pestizideinsätze, die sich für viele Organismen negativ auswirken. Davor warnt die Naturschutzorganisation WWF anlässlich der gegenwärtig stattfindenden „Internationalen Grünen Woche“ in Berlin auf Basis einer auszugsweisen Vorabveröffentlichung einer Grundlagenstudie für ein Pilotprojekt zu Artenvielfalt und Landwirtschaft.

    Wiesenpieper Anthus pratensis
    Wiesenpieper - Anthus pratensis - sein Bestand hat um ca. 55% abgenommen
    (Foto: Andreas Trepte; Lizenz: CC-BY-SA-2.5)

  • EU: Weiterhin hohe Emissionen beim Treibhausgas CH4 ?

    Methanreduktion in der EU droht am Widerstand der Agrarlobby zu scheitern

    Deutsche Umwelthilfe fordert konkrete Minderungsziele – Methangrenzwerte müssen Bestandteil europäischer Luftreinhaltepolitik werden

    Berlin. Der Agrarausschuss des europäischen Parlaments hat sich kürzlich gegen verbindliche Vorgaben für die Minderung von Methanemissionen in der EU ausgesprochen. Damit ist er dem Drängen der Vertreter der industriellen Landwirtschaft gefolgt, die sich intensiv gegen verbindliche Reduktionsziele für Methan auf europäischer Ebene einsetzen. Eine Verringerung von Methan ist aus Gründen des Gesundheits- wie Klimaschutzes dringend geboten. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und den federführenden EU-Umweltausschuss daher auf, sich für eine schnelle und konsequente Einführung europäischer Methanminderungsvorgaben von 30% bis 2025 und 53% bis 2030 einzusetzen und insbesondere die Emissionen aus der Landwirtschaft systematisch zu reduzieren.

    Kühe Kochelsee Schlehdorf
    Die große Zahl der Rinder in der EU und deren Hinterlassenschaften in Form von Gülle haben einen relevanten Anteil an den Methan-Emissionen (Foto: Gemeinfrei)
  • Gemeinsame Presse-Mitteilung zum G7-Gipfel

    Ausstieg aus fossilen Energien und Klima-Risikoschutz für Entwicklungsländer

    Appell von Umwelt- und kirchlichen Entwicklungsorganisationen an die führenden Industriestaaten

    Unmittelbar vor dem letzten Vorbereitungstreffen für den G7-Gipfel im bayrischen Elmau (7./8. Juni) appelliert die transform-Initiative von Umwelt- und Entwicklungsverbänden, darunter Brot für die Welt, an die führenden Industrienationen, den Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis zur Jahrhundertmitte zum gemeinsamen Projekt zu machen. Dafür müsse der Gipfel als Langfristziel beschließen, die Emissionen aus Öl, Kohle und Gas bis 2050 durch erneuerbare Energien und Energieeffizienz auf Null zu reduzieren und die Subventionen für fossile Energieträger in den G7- Staaten zu beenden. Um ihre Bevölkerung, Wirtschaft und Infrastruktur vor den Risiken des Klimawandels zu schützen und auf Energieeffizienz und Erneuerbare Energien umzustellen, sollten besonders betroffene Staaten Unterstützung der G7 erhalten. In ihrem Abschlusskommuniqué sollten die G7-Staaten zudem ihre bereits 2009 in Kopenhagen gegebene Zusage bekräftigen, pro Jahr zusätzlich 100 Mrd. US-Dollar bereitzustellen und einen klaren Plan vorlegen, über welche Etappen dieses Ziel bis 2020 erreicht werden kann.

    G8 Summit
    Regierungschefs beim Treffen der Mächtigen im Jahre 2013 - damals noch mit Putin als G8 (Foto: Public Domain)

  • Grundnahrungsmittel: Reisanbau leidet unter Klimaveränderung

    Forscher der Universität Hohenheim sieht Reisanbau durch Klimawandel bedroht / Treibhausgas-Ausstoß der Reisfelder nur begrenzt zu verringern

    Reisbauern, besonders in den großen asiatischen Flussdeltabereichen, spüren bereits jetzt die Folgen des Klimawandels: Der erhöhte Wasserbedarf bei Dürre und ein steigender Meeresspiegel bedrohen die Ernten. Dabei tragen Reisfelder selbst zur Klimaveränderung bei, weil sie das Treibhausgas Methan ausstoßen. Doch einschränken könne man den Anbau trotzdem nicht, gibt Prof. Dr. Folkard Asch, Reis-Experte an der Universität Hohenheim, zu bedenken. Schließlich sei Reis Grundnahrungsmittel für rund die Hälfte der Weltbevölkerung.

    Reisanbau Indonesien

    Reisanbau in Indonesien (Bildquelle: Dohduhdah, Gemeinfrei über Wikimedia Commons

  • Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern

    „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration kritisiert Landwirtschaftspolitik der Bundesregierung und fordert Qualitäts- statt Exportoffensive

    Wir haben es satt!-Demo, Potsdamer Platz, 16.1.2016, 12 Uhr

    Berlin. Am 16. Januar 2016 werden zum sechsten Mal tausende Menschen in Berlin für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft demonstrieren. Die „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration wirft der Bundesregierung vor, die Gewinne einer exportorientierten Agrar- und Ernährungsindustrie über die Interessen von Bäuerinnen und Bauern, dem Lebensmittelhandwerk, Umwelt- und Tierschutz sowie einer solidarischen Entwicklungspolitik zu stellen.

    logo
    (Grafik: © Privat)

     

  • Klimaproblem #Lachgas

    Stickstoffüberschuss – ein Umweltproblem mit neuem Ausmaß

    Umweltbundesamt für ambitionierte Minderungsstrategie

    In der EU sind fast zwei Drittel aller natürlichen Lebensräume überdüngt. Verantwortlich für den Überschuss an Nährstoffen ist vor allem der Stickstoff aus der Landwirtschaft, der als Gülle oder Mineraldünger auf die Felder kommt. Die EU-Kommission hat wiederholt angemahnt, die Stickstoffeinträge zu minimieren. Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA): „Es ist wichtig, dass die EU weiter Impulse für eine Reduzierung der Stickstoffüberschüsse setzt. Gleichzeitig müssen wir auf nationaler Ebene handeln. Dabei ist die Düngeverordnung ein wichtiger Ansatz, um Luft, Boden und Grundwasser besser vor zu viel Stickstoff zu schützen.“

    Agrometer SDS 7000
    Mit Schleppschläuchen wird Gülle oder Dünger direkt über dem Acker ausgebracht (Foto: An-d; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • Lebensmittelverschwendung vermeiden heißt Klimafolgen mindern

    Etwa ein Zehntel der globalen Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft könnte bis zur Mitte des Jahrhunderts allein auf die Verschwendung von Nahrungsmitteln zurückgehen, wie eine neue Studie zeigt. Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung haben erstmals für Länder rund um den Erdball umfassend untersucht, mit welchen Nahrungsmittelverlusten zu rechnen ist, und welche Emissionen damit verbunden sind. Derzeit findet ein Drittel der globalen Nahrungsmittelproduktion nicht den Weg auf unsere Teller. Dieser Anteil wird noch drastisch ansteigen, wenn Schwellenländer wie China oder Indien den westlichen Ernährungsstil übernähmen, so zeigt die Analyse. Dass ein umsichtigerer Umgang mit Lebensmitteln zur Ernährungssicherheit beitragen kann, ist bekannt. Gleichzeitig könnte das jedoch auch helfen, gefährlichen Klimawandel zu vermeiden. Treasure trove of wasted food
    Weniger Lebensmittelverschwendung ist ein Beitrag zur Bekämpfung von Hunger, gleichzeitig vermindert dies durch die Verringerung von Treibhausgasen aber auch Klimafolgen. (Foto: Public Domain)

  • Mehr Agrosprit - weniger Nahrungsmittel für die Welt

    EU-Kompromiss treibt Biosprit-Obergrenze in die Höhe

    “Die Biospritbranche kann die Sektkorken knallen lassen, ihr Lobbyismus hat die gesetzliche Obergrenze für die Beimischung von Biokraftstoffen höher getrieben, als für Mensch und Natur gut ist. Bereits heute zahlen viele Menschen in Lateinamerika, Afrika und Asien durch Landvertreibung, Regenwaldabholzung und Hunger für den Energiedurst im reichen Europa“, kommentiert Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die heutige Annahme der Biosprit-Novelle im Umweltausschussdes Europäischen Parlaments, die unter anderem eine Biosprit-Beimischungsquote im Transportsektor von sieben Prozent vorsieht. „Der Druck der Lobby, die in Berlin und Brüssel für hohe Biosprit-Beimischungsquoten kämpft, wirkt. Die Bundesregierung hat sich erneut vor den Karren der Agro-Spritunternehmen spannen lassen.“

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • Prognose: Zunehmende #Hitze im #Sommer

    Verringerte Sturmaktivität im Sommer verstärkt Hitzewellen

    Stürmisches Wetter hat in großen Teilen Europas, der USA und Russlands in den vergangenen Jahrzehnten im Sommer abgenommen – aber das ist keine gute Nachricht. Denn die Abschwächung von starken Winden, die in Verbindung stehen mit dem Jetstream und mit bestimmten Wetterlagen, verlängert die Dauer von Hitzewellen und verstärkt sie damit auch. Dies kann zu Hitze-Extremen führen wie 2010 in Russland, wo Missernten auftraten und Waldbrände wüteten. Das zeigt eine jetzt in der hoch renommierten Fachzeitschrift Science erschienene Studie eines Team von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Sie bringen ihre Entdeckung mit Veränderungen in der Arktis in Verbindung, die von der mensch-gemachten globalen Erwärmung verursacht werden.

    Europe 2006 Heatwave
    Hitzewellen - wie diese in 2006 - werden wahrscheinlich häufiger (Grafik: Giorgiogp2; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • Regierung soll Schutz der Meere verbessern

    Umweltverbände kritisieren Maßnahmenplan und legen gemeinsame Schattenliste mit Verbesserungen vor

    Berlin/Hamburg.Mit scharfer Kritik reagieren acht deutsche Organisationen auf die aktuellen Meeresschutzpläne von Bund und Ländern. „Der vorliegende Entwurf enttäuscht. In dieser Form wird er kaum verhindern, dass Düngemittel, Pestizide und andere Gifte aus der Landwirtschaft oder der Industrie in die Meere gelangen. Maßnahmen zur Beschränkung der Fischerei fehlen, obwohl in Stellnetzen unzählige Schweinswale und Seevögel als Beifang verenden. Selbst in Schutzgebieten dürfte somit weiterhin der Meeresboden mit Grundschleppnetzen umgepflügt werden", kritisieren die Verbände. Den ersten Entwurf eines Maßnahmenkatalogs hatte die Bundesregierung gemeinsam mit den Landesregierungen der fünf Küstenbundesländer Ende März 2015 veröffentlicht. Hintergrund ist die Umsetzung der Europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL).

    Gülleverschlauchung
    Massive Düngung belastet die Meere, da der Dünger durch Regen zunächst gelöst, dann in die Flüsse und die Meere gespült wird. (Foto: Gemeinfrei)

  • Umweltbuch des Monats Juni 2015

    "Endspiel - Wie wir das Schicksal der tropischen Regenwälder noch wenden können"

    Berlin. "Wenn wir es nicht fertigbringen, die Primärwälder in den kommenden Jahrzehnten zu schützen, dann bin ich überzeugt, stehen wir am Beginn des sechsten Massenaussterbens." (Claude Martin, 21. Mai 2015, Berlin).

    Dieses Zitat des Autors verdeutlicht die Bedeutung der tropischen Regenwälder für unser globales Klima und den Fortbestand unserer biologischen Vielfalt eindrucksvoll. Trotz dieser Bedeutung sind die Regenwälder nach wie vor sehr stark bedroht und ihre Fläche schrumpft weltweit. In seinem Bericht an den „Club of Rome“ liefert der langjährige Generaldirektor des WWF International nun einen Zustandsbericht über die tropischen Regenwälder der Welt und wagt eine Prognose zu deren Zukunft. Der Klimawandel und die industrielle Landwirtschaft werden immer stärker zum Waldkiller – dies ist die zentrale Botschaft des Buchs von Claude Martin.

    Regenwald
    Regenwald in Australien (Foto: Public Domain)

  • Weniger #Brot im #Müll

    Etwa 15.700 Euro, der Wert eines Kleinwagens, entgehen einer Bäckerei in einer Woche, weil Brot und Backwaren unverkauft in den Regalen liegen bleiben

    2,7 Tonnen, die dann in Tafeln, als Tierfutter, in Biogasanlagen oder im Müll enden. Das sind Zahlen aus einem zweijährigen Forschungsprojekt der Fachhochschule Münster, das zum Ziel hatte, die Verschwendung von Brot und Backwaren zu reduzieren. Sechs Bäckereien aus Nordrhein-Westfalen hatten sich an dem Projekt beteiligt, das nun bei einem Treffen mit Praxispartnern und Vertretern aus dem NRW-Ministerium für Verbraucherschutz abgeschlossen wurde.

    Brot
    Etwa 2,7 Tonnen Brot und Backwaren bleiben in der Woche in einer Bäckerei unverkauft liegen. Wie diese Mengen reduziert werden können, hat ein Forschungsprojekt an der FH Münster untersucht. (Foto: © FH Münster/Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management)

     

  • Wir haben es #satt!

    50.000 fordern den Stopp von Tierfabriken, Gentechnik und TTIP. Bauern und Verbraucher gehen vereint für eine Agrarwende auf die Straße

    Berlin: In Berlin gingen gestern zum fünften Mal Bäuerinnen und Bauern, Imkerinnen und Imker zusammen mit Verbraucherinnen und Verbrauchern für eine grundlegend andere Agrarpolitik auf die Straße. Das Bündnis forderte von der Bundesregierung eine klare Absage an das EU-USA-Handelsabkommen TTIP, einen wirksamen gesetzlichen Schutz der Land- und Lebensmittelwirtschaft vor der Gentechnik sowie den sofortigen Stopp des weiteren Ausbaus von Mega-Ställen. Der Demonstrationszug mit rund 50.000 Teilnehmern vom Potsdamer Platz zum Bundeskanzleramt wurde von einem Fahrzeugkonvoi mit mehr als 90 Traktoren angeführt.

    Satt Demo BUND
    (Foto: © BUND)