#Pestizide

  • Der Chemiekonzern verzichtet auf weiteres Vorgehen gegen den Umweltverband

    BUND: Bienenschädliche Pestizid-Produkte müssen vom Markt genommen werden

    Berlin: Der Chemiekonzern Bayer verzichtet darauf, gegen den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weiter gerichtlich vorzugehen. Am 23. Dezember 2014 war das Tochterunternehmen Bayer CropScience gegen den Umweltverband vor Gericht gezogen, weil dieser Produkte des Unternehmens als gefährlich für Bienen bezeichnet hatte. Ein Urteil des Düsseldorfer Landgerichts vom 11. März 2015 erlaubte den Umweltschützern schließlich diese Aussage. Sie habe einen "Tatsachenkern" und sei durch die Meinungsfreiheit gedeckt, so die Begründung der zuständigen Richterin. Die Berufungsfrist gegen das Urteil endete inzwischen, ohne dass der Konzern Berufung einlegte.

    Europäische Honigbiene
    Europäische Honigbiene (Foto: Public Domain)

  • Der Klimawandel wird die Anreicherung von DDT in der Arktis verstärken

    Max-Planck-Forscher zeigen, wie sich langlebige Schadstoffe zukünftig in der Arktis anreichern.

    Viele organische Schadstoffe, die in industriellen und technischen Prozessen entstehen, sind langlebig und werden in der Natur nicht abgebaut. Das kann dazu führen, dass sie selbst in entlegenen Regionen der Erde eine Gefahr für Umwelt und Lebewesen sein können. Zu solchen Schadstoffen gehören das Insektizid Dichlordiphenyltrichlorethan und die polychlorierten Biphenyle – besser bekannt unter den Kürzeln DDT beziehungsweise PCB.
    Arctic Tern
    Arktische Vögel, wie diese Küstenseeschwalbe, werden mit zunehmenden DDT-Konzentrationen konfrontiert sein (Foto: Public Domain)

  • NABU-Geschäftsführer Miller: Gesamte Baumarkt-Branche muss umstrittenes Pestizid endlich auslisten

    Berlin - Mit einer Online-Protestaktion hat der NABU an die führenden Baumärkte und Gartencenter appelliert, sämtliche Produkte mit dem umstrittenen Pestizidwirkstoff Glyphosat aus dem Sortiment zu nehmen. „Innerhalb weniger Tage haben sich an der Aktion bereits fast 1.500 Personen beteiligt und dazu beigetragen, dass die ersten Unternehmen einen Ausstieg aus dem Verkauf des Pflanzengifts verbindlich zugesagt haben“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Neben Toom Baumarkt hätten mittlerweile auch die Unternehmen Pflanzen-Kölle, Knauber, Gartencenter Holland, Gartencenter Augsburg und Globus Baumarkt schriftlich erklärt, künftig auf jeglichen Verkauf von Glyphosat-Produkten zu verzichten. Die große Unterstützung der NABU-Protestaktion mache deutlich, dass die Umweltrisiken von Glyphosat in der Öffentlichkeit zunehmend diskutiert würden und ein Verkauf des Mittels an Privatpersonen für Haus- und Kleingärten nicht mehr zu verantworten sei.

    nabu glyphosat
    NABU-Protestaktion gegen Glyphosat (Foto: © NABU/Diana Neumerkel)