#Technik

  • 100 Tage Energieeffizienzplan: Verbände fordern Vorfahrt für Energieeffizienz

    Den Verbänden des Bündnisses “Effizienzwende” bereitet die aktuelle Blockade der Steuerförderung Sorgen, auch andere Maßnahmen kommen nur langsam voran

    Gemeinsame Pressemitteilung des Bündnisses "Effizienzwende"

    Bereits 100 Tage nach dem Kabinettsbeschluss zum Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) ist mit der Steuerförderung ein zentrales Vorhaben blockiert, andere kommen nur langsam voran.  Den Verbänden des Bündnisses “Effizienzwende” bereitet dies erhebliche Sorgen.

    Passivhaus Thermogramm
    Wärmebild zum Vergleich eines Passivhauses (rechts) mit einem schlechter gedämmten Haus (links) (Foto: Passivhaus Institut; Originaltitel: Thermogram of a Passivhaus building, with traditional building in background; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • BUND gewinnt vor Gericht gegen Bayer im Streit um Bienengefährlichkeit von Pestiziden

    Düsseldorf/Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat seinen Rechtsstreit gegen die Bayer CropScience Deutschland GmbH, eine Tochter der Bayer AG, gewonnen. Nach dem verkündeten Urteil des Landgerichts Düsseldorf darf der BUND wieder ohne Einschränkung sagen, dass zwei von Bayer hergestellte Pestizid-Produkte für Bienen gefährlich sind und es sich bei dem darauf abgebildeten Logo mit dem Aufdruck "nicht bienengefährlich" um eine Irreführung von Verbrauchern handelt.

    Europäische Honigbiene
    Europäische Honigbiene (Foto: Public Domain)

  • CO2-neutrales Reisen erobert den Fernbusmarkt

    Im Kampf um Fahrgäste auf dem jungen deutschen Fernbusmarkt nimmt das Thema CO2-neutrales Reisen Fahrt auf. Neben niedrigen Preisen versuchen Anbieter zunehmend mit ihrer Umweltbilanz bei den Kunden zu punkten: Fahrgäste haben die Möglichkeit, anfallende Kohlenstoffdioxidemission durch eine Zusatzzahlung beim Ticketkauf auszugleichen - was langfristig am besten funktioniert, wenn sich die Fernbusunternehmen finanziell zu gleichen Teilen an der Kompensation beteiligen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wurde.

    Flixbus
    Flixbus bietet ebenfalls die Möglichkeit der CO2-Kompensation über eine Zusatzzahlung (Foto: Udo Schuldt)

  • Mobilitätswandel: Dienstleistungen leichter kombinieren

    Unser Mobilitätsverhalten verändert sich: Attraktive öffentliche Verkehrsangebote oder flexible Dienste wie Carsharing gewinnen stetig an Bedeutung. Wie sich solche Angebote noch besser aufeinander abstimmen und in den Alltag von Nutzerinnen und Nutzern integrieren lassen, untersucht das Projekt „BiE – Bewertung integrierter Elektromobilität“, welches durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Regierungsprogramms „Elektromobilität“ gefördert wird. BiE ist Teil des Spitzenclusters Elektromobilität Süd-West. Die "cantamen GmbH" ist Koordinator des Verbundprojekts, an dem auch Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beteiligt sind.

    Carsharing mit E Autos
    Carsharing und öffentlichen Nahverkehr clever kombinieren? Wie das gelingen kann, untersucht das Verbundprojekt „BiE“. (Foto: © RAC)

  • Hendricks reitet mit CCS ein totes Pferd

    „Es wirkt verzweifelt und ungeschickt, wenn Frau Hendricks nun angesichts der drohenden Klimaschutzlücke CCS ins Spiel bringt“, kommentiert die energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Eva Bulling-Schröter, die jüngsten befürwortenden Äußerungen der Bundesumweltministerin in der Presse zur Technologie Carbon Capture and Storage (CCS).

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • Deutsche wünschen sich demokratischere Firmen

    Den eigenen Chef wählen und die Firmenstrategie mitbestimmen – die meisten Deutschen wünschen sich, dass Unternehmen demokratischer geführt werden. Doch der Unternehmensalltag sieht oft anders aus: Beschäftigte beklagen einen geringer werdenden Entfaltungsspielraum. Diese Studienergebnisse haben die TU München und das ISF München kürzlich auf einer internationalen Konferenz vorgestellt. Bundesarbeitsministerin Nahles forderte dort, die Möglichkeiten der Digitalisierung für ein Mehr an Freiheit zu nutzen.


    (Grafik: Udo Schuldt)

  • Das Visioneum Energie+

    Die Hochschule Augsburg ist Projektpartner für den Bau eines Energie-Plus-Hauses in Königsbrunn bei Augsburg. Das Visioneum Energie+, so der Name des Gebäudes, verbindet effiziente Energienutzung und innovative Mobilität. Die Hochschule Augsburg ist in das gesamte Projekt von der Planung bis zum Bau maßgeblich involviert. Das fertige Gebäude dient als Forschungs- und Testlabor. Mit der Unterzeichnung der Verträge wurde nun der Startschuss gesetzt. Baubeginn ist im Spätsommer 2015, die Fertigstellung ist für Mai 2016 festgesetzt.

    Vissioneum Tagansicht
    So wird das Energie-Plus-Haus Visioneum in Königsbrunn aussehen. Baubeginn ist im Spätsommer. (Grafik: © Visioneum Energie+)

  • Viele Onlineshops schneiden bei der Kennzeichnung des Energieverbrauchs mangelhaft ab - aber es gibt auch Vorbilder unter ihnen!

    Neue Untersuchung des gemeinsamen Projekts "MarktChecker" von vzbv und BUND

    Berlin: Seit Anfang des Jahres müssen auch Onlinehändler bei neuen Elektrogeräten das Energielabel und das Produktdatenblatt mit weiterführenden Informationen im Internet anzeigen. Doch nur wenige der Anbieter halten sich an die neuen Regeln, wie eine Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Rahmen ihres Projekts "MarktChecker" ergab. Lediglich gut ein Drittel der 20 untersuchten Onlineshops stellte den Verbraucherinnen und Verbrauchern alle Informationen zur Verfügung.

    EnergielabelEuropäische Energieverbrauchskennzeichnung Großbritannien (Foto: Gemeinfrei)

  • „Deklaration ohne Wenn und Aber“- Wasserchemiker fordern Offenlegung aller Fracking-Chemikalien

    Dr. Thomas Geelhaar, Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), bezieht Stellung zum derzeit vorliegenden Gesetzentwurf „zur Änderung wasser- und naturschutzrechtlicher Vorschriften zur Untersagung und Risikominimierung bei den Verfahren der Fracking-Technologie“. Er stützt sich dabei auf die Expertise des Fachausschusses „Chemikalien in Hydrofracking zur Erdgasgewinnung“ in der GDCh-Fachgruppe Wasserchemische Gesellschaft. „Es ist zu begrüßen“, so Geelhaar, „dass der Gesetzentwurf vorsieht, die chemische Identität aller Fracking-Additive ohne Wenn und Aber offenzulegen. Das ist ein deutlicher Fortschritt gegenüber Regelungen in den USA, denen zufolge die Identität von Chemikalien nicht deklariert werden muss, wenn sie weniger als 0,1 Prozent der Additiv-Gesamtmenge ausmachen oder wenn sie vertraulich sind. Eine ausnahmslose Offenlegung der chemischen Identität ist unabdingbare Grundlage für weitergehende und notwendige Forschung zur Gefährdungsbeurteilung und muss deshalb integraler Bestandteil des Gesetzesentwurfs sein.“ Die GDCh fordert darüber hinaus, Experten aus der Wasser- und Umweltchemie in die notwendige Forschung und Bewertung mit einzubeziehen.

    Fracking
    Schema einer Frackingbohrung (Grafik: Mikenorton; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • Nachwachsende Rohstoffe kommen an ihre Grenzen

    Der Mensch sollte sorgfältig mit ihnen umgehen

    Nachwachsende Rohstoffe galten bisher immer als unbegrenzt nutzbar. Das allerdings erweist sich als Trugschluss. Wie Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), der Yale University und der Michigan State University jetzt nachgewiesen haben, sind auch diese nur begrenzt nutzbar. Das schreiben sie in einem Beitrag für das Fachmagazin Ecology & Society, der für das Wissenschaftsmagazin Nature zu den Highlights dieser Woche zählt. So hätten verschiedene Schlüsselressourcen ihren Peak bereits überschritten. Ein internationales Wissenschaftlerteam hat die Produktions- und Förderraten von 27 global erneuerbaren und nicht erneuerbaren Ressourcen untersucht. Ihr Fazit: Verschiedene Schlüsselressourcen haben ihren Peak bereits überschritten.

    Wald als nachwachsender Rohstoff
    Wald birgt wichtige nachwachsende Rohstoffe, z.B. Holz (Foto: Udo Schuldt)

  • Fahrlässige Entsorgung von ungebrauchten Medikamenten kann das Trinkwasser gefährden

    Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) startete jetzt eine Verbraucher-Informationskampagne. Sorgen bereitet dem Verband, der auch Wasserwerke vertritt, dass 47 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen flüssige und feste Medikamentenreste falsch entsorgen. Das gefährde Gewässer und Trinkwasserressourcen. Der BDEW stellt fest, dass der Anstieg des Arzneimittelkonsums einen bewussten Umgang mit Altmedikamenten erfordert.

    Medikamentenreste
    Aus den Augen in die Gewässer (Foto: Public Domain)

  • Mit Crowdfunding für die Energiewende in Bürgerhand

    Der Hybridstrommarkt, ein Strommarktdesign des IAP, ist mal ein völlig anderer Ansatz im Rahmen der Energiewende. Anders als die etablierten Energieversorger gibt es dem Bürger die Möglichkeit, aktiv am Markt teilzunehmen und damit zukünftig die eigenen Stromkosten zu begrenzen. Die großen Energieversorgungsunternehmen kennen eigentlich nur eines: möglichst viel Gewinn erwirtschaften. Das ist im Grunde ja durchaus in Ordnung, denn das ist der primäre Geschäftszweck eines jeden Unternehmens. Doch die Welt hat sich verändert. Heute sind Großunternehmen und Konzerne in der Hand von Investmentfonds wie Blackrock & Co und die Rendite steht an erster Stelle. (Bei der RWE sind beispielsweise 86% der Aktionäre institutionelle Anleger; allein der amerikanische Blutsauger BlackRock Financial Management ist mit 5% der größte Investor. Quelle)

    Solardach eines Hauses in Travemünde
    Sicher gut geeignet für den Hybridstrommarkt - Solar-Haus in Travemünde (Foto: Udo Schuldt) 

  • Jetzt keine Kapazitätszahlungen für Kohle- und Gaskraftwerke

    Leipzig/Mannheim. Zusätzliche Zahlungen an die Betreiber von Kohle- und Gaskraftwerken sind gegenwärtig nicht erforderlich, um die Stromversorgung in Deutschland sicherzustellen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler deutscher Forschungsinstitute in einer aktuellen Untersuchung. Sie weisen insbesondere darauf hin, dass derartige Zahlungen erhebliche ökonomische Risiken bergen und die Umsetzung der Energiewende gefährden könnten. Die Forscher sprechen sich stattdessen für einen Mix von Maßnahmen aus, um den Strommarkt zu stärken. Etwa dafür, die Erzeugung erneuerbaren Stroms bedarfsgerechter zu gestalten und den Ausbau von Netzen, Speichern und Nachfragemanagement voranzutreiben.

    Kapazitätsmärkte überflüssig
    Wissenschaftler befürworten Mix von Maßnahmen, um die deutsche Stromversorgung zu sichern - ENERGY-TRANS. (Collage: © modus: medien + kommunikation gmbh)

  • Protest gegen ThyssenKrupp-Megaprojekte

    Der Konzern muss endlich Verantwortung für die Konsequenzen seiner Großprojekte übernehmen. Das fordert ein Bündnis von Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen anlässlich der Hauptversammlung des Essener Stahl- und Rüstungskonzerns am gestrigen 30. Januar. Im Fokus der Kritik stehen die gravierenden negativen Folgen mehrerer Investitionen des Konzerns. Z.B. hat das TKCSA-Stahlwerk in Brasilien auch vier Jahre nach Inbetriebnahme keine Betriebsgenehmigung.

    CSA Thyssenkrupp
    TKCSA-Stahlwerk bei Rio de Janeiro (Foto: Rcandre; Lizenz: CC-BY-3.0)

  • Wettbewerb "Kommunaler Klimaschutz 2015"

    Bewerbungen können bis 31. März 2015 eingereicht werden

    Köln. Klimaaktive Kommunen und Regionen können ihre erfolgreichen Projekte auch in diesem Jahr wieder auszeichnen lassen und damit ins Rampenlicht rücken.

    Bikecultureincopenhagen
    Kommunen könnten z.B. den Fahrradverkehr fördern, so wie es Kopenhagen macht (Foto: Public Domain)

  • Sind Holzpellets wirklich CO2-neutral?

    Holzpelletheizungen sind eine beliebte Alternative für alle die ganzjährig auf den Rohstoff Holz umsatteln wollen. Schlagkräftiges Argument ist die häufig zitierte "CO2-Neutralität" der Pellets. Durch Schlagzeilen wie "Der Waldboden blutet aus" ist diese in letzter Zeit jedoch in Verruf geraten. Doch was ist nun dran an der Neutralität? Sind Holzpellets nun klimafreundlich oder sogar klimaschädlich?


    (Foto: © energie-experten.org)

  • Bundesumweltministerin muss deutsches Mehrwegsystem erhalten

    „Allianz für Mehrweg“ fordert von Barbara Hendricks Kennzeichnungsverordnung für Einweg- und Mehrweg sowie Abgabe auf unökologische Einwegverpackungen

    Berlin: Mehrwegflaschen schonen natürliche Ressourcen, vermeiden Verpackungsmüll und tragen wesentlich zum Klima- und Umweltschutz bei. Um das zu verdeutlichen überreichte der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Jürgen Resch der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks gestern – stellvertretend für die in der „Allianz für Mehrweg“ organisierten Umwelt- und Wirtschaftsverbände – eine 45 Jahre alte Mehrwegflasche. Der Zusammenschluss forderte angesichts des Besuchs der SPD-Politikerin in der größten Mehrwegbrauerei Deutschlands in Krombach, die längst überfällige Kennzeichnung für Getränkeverpackungen einzuführen und unökologische Einweg-Getränkeverpackungen mit einer Umweltabgabe zu belegen.

    Resch, Hendricks, Krombacher (c) Dirk Manderbach
    Links DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch, rechts Umweltministerin Barbara Hendricks (Foto: © Dirk Manderbach)

  • Mit Wärmepumpen effizient heizen

    Mit elektrischer Energie zu Heizen gilt zu Recht als antiquiert: Ein gesamtes Wohnhaus elektrisch zu erwärmen steht allen Prinzipien der Energieeinsparung entgegen und ist deshalb auch nicht mehr erlaubt. Nur einen geringen Energiebedarf haben hingegen Wärmepumpen: Ihr Funktionsprinzip erlaubt es, die Wärme der Außenluft zum Heizen zu nutzen. Damit leisten die Anlagen einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

    Absorption heat pump
    Wärmepumpen gibt es für viele Anwendungsfälle - auf dem Bild eine 14000 KW Wärmepumpe in einem österreichischen Heizwerk (Foto: Public Domain)

  • Energiewende: Erneuerbare Energien einbinden

    Die Energiewende in Deutschland ist eine langfristige gesellschaftliche Herausforderung mit vielen politischen und wirtschaftlichen Aspekten. Die zentrale technologische Herausforderung ist es, das bestehende Energiesystem so zu erweitern, dass alle Energiequellen verlässlich eingebunden und übertragen werden. Das neue, vom KIT koordinierte Forschungsprogramm SCI der Helmholtz-Gemeinschaft entwickelt dafür die systemübergreifenden Technologien. Es hat ein 5-Jahres-Budget von rund 310 Millionen Euro.

    Solaranlagen
    (Foto: Udo Schuldt)

  • 11 Thesen


    1. Die Geschichte des Kapitalismus war immer schon die Geschichte seiner Krisen. Es liegt in seiner selbstwidersprüchlichen Natur, dass er aus sich heraus Krisen gebiert und seine eigenen Verwertungsbedingungen untergräbt. Der Kapitalismus hat sich bislang immer als flexibel genug erwiesen, dass diese Krisen  – ungeachtet des hohen Preises, den Mensch und Natur zu zahlen hatten – nicht in seinen Untergang führten. Nun aber steht der Kapitalismus weltweit zum ersten Mal vor einer unüberwindlichen Schranke, die ihm „von außen“ gesetzt, geologisch-physikalischer Natur und deshalb endgültig ist: vor den Grenzen des Wachstums durch Erschöpfung der nicht erneuerbaren Ressourcen und durch die Erschöpfung der ökologischen Tragfähigkeit der Erde. Aus dieser „Zangengriffkrise“ kann er nicht entrinnen.

    Marx
    (Foto: Udo Schuldt)