Bisher erst vereinzelt, aber doch deutlich zunehmend rufen Kommunen in Deutschland und anderen Ländern den Klimanotstand als Motiv und Begründung ihres Klimaschutzhandelns aus. In England geschah es im Namen des ganzen Volks.

Aber in wahrscheinlich viel mehr Kommunen überwiegt bei der Diskussion zum Thema die irrationale Einschätzung, eine solche Ausrufung sei nichts als Panikmache. Die Suggestion, es sei gleichsam "eine Minute vor zwölf", sei völlig fehl am Platz. 

Quelle: University of Reading, UK; Autor: Ed Hawkins

Nein! Nach Jahrzehnten von für moderate Klimaschutzmaßnahmen verlorener Zeit bedeutet die Proklamation des Klimanotstands die Anerkennung der absoluten Dringlichkeit für nun endlich ambitionierte Schritte hin zu klimaneutralem Handeln. Sie ist zugleich ein sich verbreitender Alarmruf und ein Bekenntnis folgenden Inhalts:

„Wir haben verstanden, dass wegen der Höhe der schon erreichten atmosphärischen CO2-Konzentration mit deutlich erkennbar bedrohlichen Folgen umgehend konsequente Bemühungen zur Reduzierung von CO2-Emissionen erforderlich sind. Diese Einsicht muss so schnell wie möglich bei Jedermann, jeder Kommune, jedem Unternehmen ... zu ökologisch vertretbarem, schon bald wenigstens netto-klimaneutralem Handeln führen.“ 

 

Die Annimation der obigen Grafik (Temperatur-Entwicklung von 1860-2100, gemessen und prognostiziert) und mehr zur inhaltlichen Begründung der Ausrufung des Klimanotstands und zu Schlussfolgerungen unter www.klimanotstand.today.

Offener Brief an die Mitglieder des Krefelder Stadtrats