Die Nerven liegen blank am letzten Tag der Klimaverhandlungen, nicht nur bei den Unterhändlern, sondern auch bei den Beobachtern der Umweltverbände und der Zivilgesellschaft. Da viele den Eindruck hatten, dass sich viel zu wenig bewegt und wenn sich was bewegte, dann in die falsche Richtung, besetzten heute Nachmittag mehrere hundert Menschen das Konferenz-Zentrum. KSN-Autorin Sabine Wils (EU-Abgeordnete der LINKEN im Umweltausschuss des EP) war mit dabei und lieferte uns einen Stimmungsbericht und Fotos des Geschehens.


Sabine mit Schild "Steht zusammen mit Afrika" (Foto: Privat ©)


Don´t kill Africa - Stand with Africa - No carbon markets - Climate justice now - World Bank out of climate finance - Leave the coal in the hole - leave the oil in the soil - leave the Tar Sands in the lands (Tötet Afrika nicht - Steht zusammen mit Afrika - Keine Kohlenstoff-Märkte - Klima-Gerechtigkeit jetzt - Weltbank nicht zur Klimafinanzierung - Lasst die Kohle im Loch - Lasst das Öl in der Erde - Lasst die Teersande im Boden) - riefen heute hunderte Demonstranten zur Unterstützung der Gruppe der kleinen Inselstaaten (AOSIS) und der Afrikanischen Gruppe innerhalb des Gebäudes der Weltklimakonferenz. 

(Foto: Privat ©)


O-Ton Sabine Wils: "Ich war mit den Protestierenden in ihrer Wut und ihrer Trauer über die fehlenden Ergebnisse und fatalen Lösungen der COP17 zur Bewältigung des Klimawandels vereint. Die Demonstranten verlangten Einlass in den Plenarsaal. Forderungen nach Klimagerechtigkeit und Ausrufe gegen Kohlenstoffmärkte verbanden die Demonstranten mit dem Gesang von Widerstandsliedern gegen die Apartheid. Menschen aus verschiedenen Ländern der Welt erklärten lauthals ihre Solidarität mit den Opfern des Klimawandels und forderten ihre Regierungen zum Handeln auf, wiederholt vom Sprechchor aller Anwesenden. "

Bleibt zu hoffen, dass die Demonstranten die Unterhändler der Staaten beeindrucken konnten.

Video der Aktion: