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Die Ausbreitung des südlichen Randes der Sahara bedroht auch den kleinen afrikanischen Staat Senegal. Dieser galt bisher, mit mit seinen fruchtbaren Böden, als Grünes Senegal (Cap Vert = Grüne Landspitze). Aber auch hier ist der Grundwasserspiegel dramatisch abgesunken, zum Teil um mehr als 20 Meter. In Folge dessen versteppt das Land und die Landwirtschaft, Lebensgrundlage der ländlichen Bevölkerung, ist bedroht. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf das Klima, sondern verstärkt auch die Armut und die Landflucht. Hier setzt ASAN (Association Sénégalaise des Amis de la Nature) an. Der senegalesische Zweig der Naturfreunde Internationale verknüpft den globalen Klimaschutz mit dem Kampf gegen Armut vor Ort. Das Projekt "Pépinière de Petit M´Bao" schafft eine Grundlage um durch systematische Anpflanzungen eine weitere Versteppung einzudämmen, den Grundwasserspiegel anzuheben und so dazu beizutragen die Lebensgrundlagen der ländlichen Bevölkerung zu sichern.


© Naturfreunde

Um den Aufwuchs von jungen Bäumen erheblich auszweiten möchte ASAN seine Baumschule in Petit M´Bao ausbauen.

Dafür brauchen sie dringend neues Arbeitsmaterial, wie Spaten, Schubkarren, Harken und Forken, Sägen, Schneidewerkzeuge und vieles mehr. Das Schattenhaus soll instand gesetzt und die Beete ausgeweitet werden. Außerdem möchte man einen zusätzlichen Gärtner für die regelmäßigen Arbeiten in der Baumschule einstellen.

 ASAN (Association Sénégalaise des Amis de la Nature) war die erste afrikanische Naturfreunde-Organisation, die sich der Naturfreunde-Internationale anschloss. Vor wenigen Jahren errichtete der Verband das erste Naturfreundehaus des Kontinents, in Petit M´Bao, am Rande von Dakar. Das Haus wird als Umweltbildungszentrum mit einer Herberge und der Baumschule betrieben. Das Hauptanliegen von ASAN ist es die fortschreitende Ausdehnung der Sahara durch konsequente Pflanzaktionen zu stoppen. Da die Länder der Sahelzone diese gewaltige Aufgabe nicht alleine lösen können, veranstalten die Naturfreunde Sengals regelmäßig Umweltbildungsreisen, um Gästen aus Europa die Probleme und Chancen ihrer Arbeit zu vermitteln und so Unterstützung für diesen Teil des weltweiten Klimaschutzes zu gewinnen. Ziel der Baumschule ist, der Wüstenbildung am Rande der Sahelzone entgegenzutreten. Hier werden die Bäume für die Pflanzaktionen im ganzen Land herangezogen. In einer Savannenlandschaft, in der die Versteppung und anschließende Wüstenbildung voranschreitet, ist die Anpflanzung von Bäumen das einzig wirksame Mittel um nachhaltig die weitere Ausdehnung der Wüste zu verhindern. Organisationen wie die Naturfreunde konnten zeigen, dass der Grundwasserspiegel relativ schnell durch Baum-Anpflanzungen zu stabilisieren ist und damit auch wieder Landwirtschaft möglich wird. Neben dem positiven Aspekt für die Umwelt hat dies auch zur Verbesserung der sozialen Strukturen in den Dörfern beigetragen.


Hamburger Naturfreunde engagieren sich auf vielfältige Weise für den Umweltschutz (Foto: Udo Schuldt)

Die Naturfreunde Hamburg unterstützen ASAN bei diesem Projektl. Sie sammeln darum Spenden für Geräte und Materialien welche die Baumschule benötigt. Diese Gelder werden ohne Abzüge unmittelbar an ASAN weitergeleitet. Selbstverständlich stehen die Hanseaten in ständigem Kontakt mit den Naturfreunden in Dakar, die das Projekt vor Ort betreuen und die Pflanzaktionen im ganzen Land koordinieren.

Als Arbeiterorganisation bieten die Naturfreunde Hamburg ihren Mitgliedern seit über 100 Jahren die Möglichkeit, aus dem Großstadtmief in die Natur zu wandern. Bald nach der Gründung entstanden Wanderstützpunkte für die Mitglieder, um auch denjenigen, die sich Urlaub sonst nicht leisten konnten, Erholungsmöglichkeiten zu bieten. Eingebunden in ein internationales Netzwerk anderer Naturfreunde-Organisationen konnten die Mitglieder auf diese Weise zu günstigen Bedingungen reisen, wenngleich sich das Reisen zunächst für die meisten auf Orte in Deutschland beschränkte. Heute sind die Naturfreundehäuser nicht nur Wanderstützpunkte, sondern auch Stätten der Fortbildung für eine umweltbewusste Entwicklung.

Die Senegalgruppe der Hamburger Naturfreunde steht anderen Gruppen gerne mit Informationen und Bildervorträgen zur Verfügung!

Weitere Informationen:
Geschäftsstelle der Naturfreunde Hamburg
Senegalgruppe
Postfach 20 31 57
20221 Hamburg
oder über das Kontaktformular des Webauftritts