In Noramerika gibt es derzeit massive Proteste, gegen eine Öl-Pipeline, die Öl in und durch die USA transportiert, das aus Teersanden gewonnen wird. Für die Gewinnung von Öl aus Teersanden wird in Kanada Urwald auf einer Fläche der Größe von Großbritannien gerodet, um in einem extrem aufwändigen Verfahren Öl aus den dort vorkommenden Teersanden zu pressen. Eines der klimaschädlichsten Projekte weltweit. Um eben das zu verhindern haben sich Aktivisten in Röhren der Pipeline, die in den Boden versenkt werden sollten festgekettet. Und zwar 7-8 Meter in den Röhren und an schweren Betonblöcken. Die Aktivisten tragen Gasmasken. Dieses ist eine neue Blockadetechnik.


Ein Aktivist hat sich im Rohr angekettet (Foto: indymedia)

An vielen Orten, wo die Pipeline durchführt, findet Widerstand statt. Es gab ebenfalls eine Waldbesetzung und einen bunten Mix verschiedener Aktionsformen.

Der Abbau von Teersanden ist sogar eine Energie-Minus-Rechnung: Es wird mehr Energie reingesteckt als am Ende herauskommt. Der einzige Sinn: Es kommt Öl raus, unter Verwendung großer Mengen elektrischen Stroms. Dafür wird man doch wohl mal die letzten Urwälder dieser Erde zerstören dürfen! (Das war natürlich ironisch gemeint). Tja, das ist AUTO-ritärer Kapitalismus.

Eine frühere Blockade auf der Baustelle der Firma TransCanada's Megapipeline, in Texas, ist inzwischen geräumt. Ohne Rücksicht auf das Risiko von schweren Verletzungen hat die US-Polizei das erste Lock-On mitsamt dem angeketteten Aktivisten mit Gewalt aus dem Tunnel herausgezerrt und am zweiten so sehr gezogen, dass seine Ankettvorrichtung zerbrochen ist. Die beiden und ihre Unterstützungsperson befinden sich jetzt in Polizeigewahrsam. Vorgeworfen wird ihnen Widerstand gegen die Festnahme, krimineller Hausfriedensbruch und Schuttabladen (!). In Texas wie im rheinischen Braunkohlerevier beweist die Polizei also einmal mehr, für welche Interessen das staatliche Gewaltmonopol da ist. Aber hier wie dort wird die Repression nach hinten losgehen.

Solidarischer Gruß an die Pipelineblockierer und Blockiererinnen

Mehr Infos bei earthfirst.org