Nun haben die weltweit führenden Wissenschaftler den wohl wichtigsten Bericht seit Jahrzehnten veröffentlicht: Sie beweisen ein für alle Mal, dass der Klimawandel eine riesige Bedrohung ist, aber auch, dass Regierungen jetzt handeln können, um diese Katastrophe aufzuhalten. Es ist ein weltweiter Weckruf, um unseren Planeten zu retten, aber große Öl-und Energiekonzerne haben einen mächtigen Komplizen eingeschaltet, um zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt.


Rupert Murdoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos 2009
(Foto: Monika Flueckiger; Lizenz: CC-BY-SA-2.0; Originaltitel: "Rupert Murdoch - World Economic Forum Annual Meeting Davos 2009")

Rupert Murdoch besitzt Hunderte von großen Medienhäusern einschließlich dem ultra-konservativen Fox News und dem Wall Street Journal. Immer wieder setzt er seine Medienmacht ein, um Freunden aus der Öl-Industrie dabei zu helfen, dass Regierungen deren Profite nicht antasten. Eine erschreckende Mehrheit von 80% der Artikel, die in Murdochs Zeitungen zum Klimawandel erscheinen, führen die Leser in die Irre -- und das nur in den USA. Jetzt hat er seinen Fokus auf diesen Klima-Bericht gelegt und sein Medien-Imperium wird das Gespräch dominieren, außer Menschen weltweit stehen zusammen und übertönen ihn!

Auch in deutschsprachigen Raum hat der Meinungskampf bereits begonnen. Vorabinformation in wichtigen Medien sollen den Eindruck erwecken, dass kein wissenschaftlicher Bericht gegeben wird, sondern politische Ansichten verbreitet werden. Kenner des IPCC und des Ablaufes dort wissen um die Unsinnigkeit dieses Vorwurfs, dennoch wird er erhoben. Getreu dem Prinzip alles zu bestreiten und die Vertreter der Klimawissenschaft unglaubwürdig zu machen haben sich die sogenannten Klimaskeptiker auch hier aufgemacht mit Mutmaßungen und Unterstellungen zu arbeiten, anstatt sachlich zu berichten. Wahrheitsgemäß zu berichten heißt aber über den tatsächlichen Inhalt des Berichtes zu informieren, ohne Unterstellungen und Mutmaßungen.

Der Meinungskampf um den Klimawandel steht und fällt mit der öffentlichen Meinung. Eine riesige weltweite AVAAZ-Petition für die Wahrheit, sowie Leserbriefe an Zeitungen, Tweets und Nachrichten auf sozialen Medien sollen uns den nötigen Rückenwind geben. Fordern wir Murdoch heraus, damit er den Angriff auf die Wissenschaft einstellt und die Wahrheit berichtet. Machen Sie mit und sagen Sie es weiter -- wenn der Online-Aufruf 1 Million erreicht, schickt AVAAZ eine Gruppe der besten Wissenschaftler zu ihm, um ihn von den Fakten zu Überzeugen!

Dies ist der Text der Petition:

"An Rupert Murdoch:
Es besteht ein überwältigender wissenschaftlicher Konsens darüber, dass der Klimawandel vom Menschen gemacht ist -- trotzdem verbreiten ihre Medien weltweit weiterhin Zweifel und Unwahrheiten. Jegliche Art von Journalismus, die nicht zuerst die Beweise anerkennt, dass Menschen dieses Problem verursachen ist gefährlich und unverantwortlich. Als besorgte Bürger fordern wir Sie auf die Wahrheit über den menschengemachten Klimawandel zu verbreiten und über die nötigen Lösungsansätze zu berichten."

Hier geht es zum Unterschreiben

Neben dem international tätigen AVAAZ-Netzwerk meldet sich in Deutschland auch der politisch eher zurückhaltende Naturschutzbund Deutschland NABU zu Wort. Anders als die überwiegende Berichterstattung der Medien in den letzten Tagen sieht dieser angesichts des aktuellen Berichts des Weltklimarates IPCC die Notwendigkeit, dass die neue deutsche Bundesregierung dem Klimaschutz Priorität geben müsse. In dem Bericht würden die aktuellsten Erkenntnisse der Klimaforschung seit 2007 zusammengestellt. „Wer auf Entwarnung beim Treibhauseffekt gehofft hat, wird enttäuscht. Der Mensch ist eindeutig für den bereits stattfindenden Klimawandel verantwortlich. Auch wenn die Erwärmung der Landflächen zeitweise langsamer vorangeht, so sind die Auswirkungen des ungebremsten CO2-Anstiegs in der Atmosphäre drastischer als bislang angenommen“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Vor allem der Anstieg des Meeresspiegels und die Versauerung des Meerwassers durch den Eintrag von Kohlendioxid wurde in der Vergangenheit unterschätzt. Sollte sich dadurch der Säuregehalt der Meere bis Ende des Jahrhunderts stärker erhöhen als in den letzten 20 Millionen Jahren, verlieren insbesondere kalk- und schalenbildende Tiere wie Korallen, Schnecken und Muscheln - auch in der Nord- und Ostsee - ihre Lebensgrundlage.

Ein ungebremster Klimawandel hätte zudem verheerende Folgen für die Volkswirtschaften in Deutschland und Europa. „Aktiver Klimaschutz bietet mehr Chancen als Risiken. Die künftige Bundesregierung muss daher die Energiewende auch im Hinblick auf die größere Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen, weniger Umwelt- und Gesundheitsbelastungen sowie neue Arbeitsplätze verlässlich fortführen“, forderte Tschimpke. Ein grundlegender Neustart des europäischen Emissionshandels sei längst überfällig und eine schnelle Einigung auf verbindliche Klima- und Energieziele in der EU bis 2030 unverzichtbar.

Die wichtigste Botschaft des neuen Weltklimaberichts sei aber, dass eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs um maximal zwei Grad weiterhin möglich ist. „Bei der kommenden Weltklimakonferenz in Warschau muss die internationale Staatengemeinschaft zeigen, wie sie umsteuern will. Ziel muss es sein, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase wirksam zu verringern“, forderte NABU-Klimaexpertin Tina Mieritz. Neben dem sparsameren und intelligenten Einsatz knapper Ressourcen müsse vor allem der naturverträgliche Umstieg auf erneuerbare Energien weltweit entschlossen vorangebracht werden. Außerdem seien Ökosysteme wie Wälder und Moore zu schützen, die eine wichtige Funktion als CO2-Speicher haben und zugleich Lebensraum für viele Arten bieten.

Quellen:
AVAAZ unter CC-BY-3.0
NABU-Pressemitteilung