Ein soeben erschienener Report der "Emissions Database for Global Atmospheric Research (EDGAR)" gibt eine Überblick über die aktuellen CO2-Emissionen der Länder bis zum Jahr 2012. Danach fand im letzten Jahr eine leichte Abschwächung bei der Zunahme der Emissionen statt, was nicht darüber hinwegtäuschen sollte, dass 34,5 Milliarden Tonnen menschengemachtes CO2 einen neuen Rekord darstellen. Die Zunahme der Emissionen sank von 1,4% (2011) auf 1,1% im letzten Jahr. Möglicherweise handelt es sich tatsächlich um eine Trendumkehr, denn im Durchschnitt der letzten 10 Jahre betrug die jährliche Zunahme der CO2-Emissionen 2,9%. Nach Auffassung der Autoren des Reports hat diese Veränderung ihre Ursache in der zunehmenden Anwendung Erneuerbarer Energien und größeren Energieeinsparungen.


(Grafik: PBL; Lizenz: CC-BY)

Drei Länder bzw. Regionen sind verantwortlich für 55% der gesamten CO2-Emissionen. Von diesen drei Ländern hat China den größten Anteil mit 29%. Der Anstieg der chinesischen Emissionen betrug 3% was gering ist im Vergleich zu dem zehnprozentigen Anstieg im Durchschnitt der letzten Dekade. Inzwischen sind die pro Kopf-Emissionen der Chinesen in der Größenordnung jener der Europäer. Sie betragen etwa die Hälfte der durchschnittlichen Emissionen eines US-Bürgers. Im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt sind sie jedoch fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt der EU und der USA und ähnlich denen der Russischen Föderation. Die USA, mit 16% Anteil an den weltweiten Emissionen, verringerte diese um 4%. Dies ist vor allem Resultat einer Abkehr von der Kohle hin zum Gas im Bereich der Energie-Erzeugung. Die EU hat einen Anteil von 11% an den globalen CO2-Emissionen, diese sanken im letzten Jahr um 1,6%. Dazu führte ein geringerer Energie-Verbrauch und weniger Fracht-Verkehr auf der Straße.

Nach Ansicht der Verfasser des Reports liegt die Ursache für die Zunahme-Verringerung in einer beschleunigten Verwendung Erneuerbarer Energien. Diese zeigten eine bemerkenswerte Zunahme seit 2002. Der Zuwachs der solaren Energienutzung (Wind und Sonne) erhöhte sich von 0,5% im Jahre 1992 bis auf 2,4% in 2012. Somit stellt sich die Frage ob es zukünftig eine permanente Abnahme der Emissionen geben wird? Dass diese Tendenz anhält versprechen die Minderungs-Ziele Chinas, der USA und der EU. Wenn die USA sich weiterhin von der Kohle abkehren, die EU ihr Emissionshandelssystem reformiert und China tatsächlich ab 2015 die Emissionen verringern wird, ist damit zu rechnen. Soweit die Verfasser des Reports.

Bleibt zu ergänzen, dass Windenergie- und Solaranlagen unschlagbar günstig werden und Wind und Sonne keine Rechnung schreiben. Von daher gibt es Hoffnung. Aber je schneller sich der Wandel vollzieht umso eher wird man den Anstieg der Globaltemperatur stabilisieren können. Darauf kommt es an und darin sollten verantwortungsvolle Politiker ihre Aufgabe sehen.
 

Weitere Infos und Download des gesamten Reports bei der Netherlands Environmental Assessment Agency (PBL).
 

Der Report vom vergangenen Jahr: EDGAR 2012