Mit Wärmepumpen effizient heizen

Mit elektrischer Energie zu Heizen gilt zu Recht als antiquiert: Ein gesamtes Wohnhaus elektrisch zu erwärmen steht allen Prinzipien der Energieeinsparung entgegen und ist deshalb auch nicht mehr erlaubt. Nur einen geringen Energiebedarf haben hingegen Wärmepumpen: Ihr Funktionsprinzip erlaubt es, die Wärme der Außenluft zum Heizen zu nutzen. Damit leisten die Anlagen einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

Absorption heat pump
Wärmepumpen gibt es für viele Anwendungsfälle - auf dem Bild eine 14000 KW Wärmepumpe in einem österreichischen Heizwerk (Foto: Public Domain)

Einfaches Wirkprinzip nutzt Außenwärme zum Heizen

Das Arbeitsprinzip einer Wärmepumpe ist nicht nur denkbar einfach, sondern auch schon seit vielen Jahren Teil unseres Alltags. Wie bei einem Kühlschrank befindet sich ein Kühlmittel in einem geschlossenen Kreislauf, welches schon bei geringen Temperaturen zu sieden beginnt - selbst bei winterlichen Minusgraden. Durch das Verdampfen wird Wärmeenergie gespeichert, die beim Verflüssigen in den eigenen vier Wänden wieder freigesetzt wird. Damit handelt es sich technisch um die Umkehrung einer Klimaanlage. Der Vorteil besteht in der vergleichsweise hohen Energieeffizienz: Eine moderne Wärmepumpe ermöglicht es, rund das Vierfache der elektrischen Energieaufnahme wieder in Form von Wärmeenergie abzugeben. Dieser Faktor ist übrigens eine wichtige Kennzahl von Wärmepunkten und wird als Jahresarbeitszahl (JAZ) angegeben. In diesem Fall erhielte die Wärmepumpe die JAZ 4.

Wirtschaftsministerium fördert Einbau von Wärmepumpen

Bisher galten verbrauchsarme Öl-, Gas-, oder Pelletheizungen als das Optimum, wenn es Nachhaltigkeit und Klimaschutz ging. Sämtliche Anlagen, die auf die Verbrennung eines Energieträgers setzen, können die Freisetzung von CO2 aber nicht verhindern. Bei einer Wärmepumpe hängt die Umweltverträglichkeit maßgeblich mit der Erzeugung der benötigten Elektrizität zusammen. Je weiter die Energiewende voranschreitet, desto größer ist auch der Beitrag der Wärmepumpen zum Klimaschutz. Wie groß das Potenzial ist, wurde bereits vom Bundeswirtschaftsministerium erkannt: Mit teils üppigen Zuschüssen sollen Bauherrn dazu bewegt werden, künftig auf die Wärmepumpe zu setzen. Wird eine Mindesteffizienz nachgewiesen, beträgt die Basisförderung bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe 1.300 Euro; bei Sole-Wasser-Wärmepumpen gar 2.800 Euro. Letztere Bauform zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht der Außenluft, sondern dem Erdreich die Wärme entzieht. So kann der kühle Boden auch im Sommer zur Klimatisierung genutzt werden; im Winter fällt die Temperatur nicht so stark wie jene der Außenluft. Dafür ist auch der technische Aufwand zur Installation einer Sole-Wasser-Wärmepumpe größer.

Trend zur Wärmepumpe: Deutschland mit hohem Potenzial

Mittlerweile kommen Wärmepumpen bei 32 Prozent aller Neubauten zum Einsatz. Was zunächst nach einem beträchtlichen Anteil klingt, ist noch stark ausbaufähig, wie der Vergleich mit unseren Nachbarn zeigt: In Österreich setzen bereits 50 Prozent der Häuslebauer auf die Wärmepumpe; in der Schweiz sind es gar 85 Prozent. Im Interesse des Klimaschutzes und der Minimierung der Heizkosten ist ein solcher Einbau dringend anzuraten. Doch auch bei der energetischen Sanierung kann eine effiziente Wärmepumpe verwendet werden: Stiebel Eltron bietet Direktverdampfer-Erdreich-Wärmepumpen  an, die auf einen aufwendigen Solekreislauf verzichten. Dadurch kann die Wärmeenergie des Bodes ohne Umwege genutzt werden, was vor allem bei Renovierungen von Vorteil ist. Der Wirkungsgrad kommt auch hier nicht zu kurz: Direktverdampfer-Erdreich-Wärmepumpen erreichen bei der Warmwasserbereitung Vorlauftemperaturen von 60 Grad Celsius - was im Idealfall das weitere Aufheizen durch konventionelle Heizanlagen obsolet macht.


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