Eine CO2-Steuer ist generell sinnvoll, nicht nur solange der Ölpreis abgesackt ist

Petition an die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks:

„Bitte, setzen Sie sich für eine generelle Zahlungsverpflichtung für CO2-Emissionen ein, damit die Nutzung von CO2-emissionsfreien Energieträgern, Produkten und Dienstleistungen für jeden finanziell attraktiv wird.“


Garantiert CO2-steuerfrei (Foto: Udo Schuldt)

In einer gemeinsamen Erklärung vom 2. März 2015 plädieren die renommierten Umweltexperten Prof. Klaus Töpfer und Prof. Ernst-Ulrich von Weizsäcker für die Einführung einer CO2-Steuer, wie es vier Wochen zuvor schon der Meteorologe und Klimaforscher Prof. Mojib Latif getan hat. Im November 2014 hatte Prof. Lutz Wicke angemahnt: „Um das Klimaziel zu erreichen, müssen wir die marktwirtschaftlichen Anreize im Klimasystem stark ausweiten." Töpfer und von Weizsäcker regen an, dafür die Situation der stark gefallenen Ölpreise zu nutzen.

Es ist höchst erfreulich, dass die Forderung nach einer CO2-Steuer immer mehr Unterstützung findet. Und es ist eine gute Anregung, dass ohne gesunkene Ölpreise fraglos ausgegebene Geld jetzt nicht zu sparen oder sonstwie auszugeben, sondern es für eine Förderung des Übergangs in CO2-emissionsfreie Zeiten zu nutzen.

Das Ziel der o.g. an die Bundesumweltministerin gerichtete Petition ist es, das Bewusstsein dafür zu fördern, dass wir den ökologisch wahren Preis für unsere Energienutzung zahlen müssen und dass sich dann ökologisch vertretbare Energieträger, Produkte und Dienstleistungen unter marktwirtschaftlichen Bedingungen schneller durchsetzen werden.

Weltweit wird zunehmend die Notwendigkeit anerkannt, eine Abgabe auf CO2-Emissionen als Steuerungsinstrument einzuführen, um den Abschied von der Nutzung fossiler Energieträger zu beschleunigen und  den erneuerbaren Energien bessere Marktchancen zu verschaffen. Die Weltbank plädiert seit 2014 nachdrücklich dafür, einen wirksamen Preis für CO2-Emissionen einzuführen (Statement „Putting a price on carbon“ vom 03.06.2014). 74 Staaten, darunter China, Russland und Deutschland, außerdem sieben US-Bundesstaaten, die Städte Tokio, Vancouver und Rio de Janeiro sowie Weltkonzerne aus der Mineralöl-, Energie- und Flugverkehrsbranche haben sich laut der Carbon-Pricing-Supporters-List der Weltbank (Stand: 11.06.2014) der Erklärung angeschlossen. Aber ein Statement der Weltbank, 74 im Prinzip zwar zustimmende, letztlich aber doch zögerliche Staaten, die klare Befürwortung einer CO2-Steuer  von renommierten Umweltexperten oder Klimaforschern wie Klaus Töpfer, Ernst-Ulrich von Weizsäcker oder Mojib Latif reicht nicht aus.

Damit sich dieser politische Wille formieren und durchsetzen kann, braucht es unbedingt eine sehr deutlich wahrnehmbare Unterstützung von der Basis, von den Wählern her – gerade jetzt, vor den Verhandlungen über einen neuen Weltklimavertrag Ende 2015 in Paris.

Ich bitte Sie deshalb: Unterzeichnen Sie die Petition! Machen Sie den Politikern deutlich, dass Ihnen die Einhaltung der 2°C-Marke wichtig ist und dass Sie bereit sind, die Kosten zur Bewerkstelligung eines schnellen Umstiegs von fossiler auf 100% erneuerbare Energie mitzutragen! 

Zur Petition

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