Alles zum Thema Erneuerbare Energien und Klimaschutz

Im Juni 2013 veröffentlichte Dana Nuccitelli auf Skeptical Science einen Artikel über die Citizens’ Climate Lobby (CCL). Was sich in den vergangenen vier Jahren getan hat, fassen wir im folgenden Artikel zusammen. Generelle Informationen zum Ansatz der Citizens' Climate Lobby - der Bürgerlobby Klimaschutz - gibt es in den FAQs auf der deutschen Homepage.

2013 war CCL hauptsächlich in den U.S.A. und Kanada aktiv und der Rest der Welt spielte noch keine große Rolle, worauf dieser Absatz aus Danas Artikel hindeutet:

"CCL spielt auch mit dem Gedanken, Gruppen in Großbritannien zu etablieren. Das Vereinigte Königreich ist zwar in den europäischen Zertifikatehandel eingebunden, dieser hat aber mit Problemen zu kämpfen und CCL möchte, dass das Land eine Kohlenstoffbepreisung weiterhin unterstützt."

CCL-Chapters

Blaue Pins zeigen aktive Gruppen und gelbe Pins Gruppen im Aufbau. Link zur Karte

„Einen von Menschen gemachten Klimawandel gibt es nicht“. „Die Erneuerbaren Energien treiben die Energiepreise nach oben“. „Die Flüchtlinge nehmen uns die Arbeitsplätze weg“. „Die EEG Novellen seit 2012 haben für die PV Verbesserungen gebracht“. „Die deutschen Klimaziele müssen nicht angepasst werden, um die Pariser Ziele zu erreichen“. „Neue Kohlekraftwerke dienen dem Klimaschutz“. „Atomkraftwerke sind sicher“. „Erneuerbare Energien haben in Deutschland nichts zum Klimaschutz beigetragen“. „Windräder gefährden den Bestand von Vogelarten“. Alle diese Thesen und viele andere weit verbreitete, sind falsch und halten einem Faktencheck nicht stand. Dennoch findet man sie als gesetzte Meinung umfangreich im Internet, in den sozialen Medien, in den Kommentaren großer und kleiner Zeitungen, im Fernsehen und Rundfunk. Sie begründen politisches und unternehmerisches Handeln. Die Meinungsfreiheit als hohes und wichtiges Gut, deckt dies ab, egal ob die Thesen richtig oder falsch sind. Sie beeinflussen Wahlen und werden genau dafür gezielt benutzt.

2015 Temperature
Die Physik des menschengemachten Klimawandels ist keine Lüge, dennoch wird sie von Interessengruppen geleugnet (Foto: Public Domain)

Die Zahl der erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen steigt stetig. Insbesondere in ländlicheren Regionen ist dieser Wandel sehr sichtbar. Doch direkt davon profitieren können Stromkunden vor Ort oft nicht. Der Strom wird einfach ins Netz eingespeist, im Rahmen des EEG vergütet und zahlt lediglich auf den nationalen erneuerbaren Energiemix ein. Direkt vom Nachbarn beziehen lässt sich der Strom in der Regel nicht. Oder doch?

Solarenergie vom Nachbarn
Dieser Erzeuger könnte seine Nachbarn gut mit versorgen (Foto: Udo Schuldt)

Implosion der fossilen Industrien und explosive Entwicklung der Erneuerbaren kann Paris zum Erfolg machen

Das Klimaziel von Paris ist ein Triumph des Realismus - ganz entgegen mancher Kritik, es sei wirklichkeitsfremd. Erstens, so erklärt jetzt ein Wissenschaftler-Team, ist es notwendig, den globalen Temperaturanstieg unter 2 Grad Celsius zu halten, weil bei ungebremstem Klimawandel enorme Risiken auf die Menschheit zukommen. Zum ersten Mal zeigen die Forscher in einem Diagramm, bei welcher Erwärmung welche Elemente des Erdsystems kippen könnten. Zweitens ist die Umsetzung des Pariser Klimaziels machbar, durch eine technologische Explosion der erneuerbaren Energiesysteme und anderer Innovationen, und die Implosion der fossilen Industrien. Drittens ist das Klimaziel einfach genug, um weltweit politisch etwas in Bewegung zu bringen.
 
Klimarisiken PIK

Kipp-Elemente im Kontext der Entwicklung der globalen Mitteltemperatur. (Abb. 1 aus Schellnhuber et al, 2016 ©)

"Diese EEG-Reform treibt den Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht voran, sondern schränkt ihn ein. Sie greift zudem das demokratische Wesen der Energiewende an: Sie bricht Bürgerenergiegenossenschaften das Genick und rollt großen Finanzinvestoren den roten Teppich aus", erklärt Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum kürzlich ergangenen Kabinettsbeschluss zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

Eva mit Chico und Fahrrad
Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

Norddeutschland mag Erneuerbare, der Osten hält Kohle die Treue

Ob der Bau neuer Stromtrassen und Kohlekraftwerke oder die Nutzung von Energiequellen zur Stromerzeugung – in Deutschland gibt es große regionale Unterschiede, wenn es um die Bewertung von energiepolitischen Maßnahmen und Energiequellen geht. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung des RWI. Sie basiert auf einer deutschlandweiten Befragung zum Thema Energieversorgung. Um regelmäßig Informationen über die Einstellung der Deutschen zur Energie- und Klimapolitik zu erhalten, schlagen die Wissenschaftler eine institutionalisierte, regelmäßige Befragung eines festen Panels von Haushalten vor.

Detail aus WEA im Hamburger Hafen
WEA im Hamburger Hafen (Foto: Udo Schuldt)

In knapp zwei Wochen startet im Ländle das neue EWärmeG.

Wer nun eine neue Heizung einbauen möchte, der muss darauf achten, dass mindestens 15% Erneuerbare Energien genutzt werden. Die Regelungen sind sehr komplex, es gibt aber auch neue, flexiblere Möglichkeiten die Auflagen zu erfüllen. Wir stellen Ihnen hier 3 Lösungsvorschläge vor.


Eine Solarthermie-Anlage lässt sich mit vielen Erfüllungsoptionen des EWärmeG kombinieren. (Foto: © energie-experten.org)

Unternehmen und Zivilgesellschaft fordern Vorrang für Energieeffizienz

Berlin. Der Vizepräsident der EU-Kommission Maroš Sefčovič warb kürzlich für eine verstärkte Integration und Koordination der EU-Mitgliedstaaten im Bereich Energiepolitik. Daher appellieren Umweltverbände und Unternehmen an EU-Kommission und Bundesregierung, den Energieunionsprozess zu nutzen, um eine europäische Energiewende ehrgeizig voranzutreiben. Das bedeutet, zuerst vorhandene Energiesparpotenziale voll auszuschöpfen, bevor in neue Infrastruktur investiert wird. Gleichzeitig darf die EU den erfolgreichen Ausbau erneuerbarer Energien nicht ausbremsen.

Gebäudesanierung
Auch Altbauten können zu Passivhäusern werden, wie diese Häuser aus Hamburg, Marienthaler Str., am 31.8.2011 (Foto: Udo Schuldt)

Gewinnausschüttung an Genossenschaftsmitglieder nach deutlichen Zuwächsen in der Gassparte und leichtem Kundenwachstum im Strombereich

Hamburg. Greenpeace Energy hat das Geschäftsjahr 2014 mit einem positiven Bilanzergebnis abgeschlossen. Zu einem erfreulichen Zuwachs an Kunden im Gasbereich um rund 14 Prozent binnen eines Jahres kam ein moderates Wachstum bei den Stromkunden hinzu.

Logo GP Energy 2010.svg
(® Greenpeace Energy)

Untersuchung von Germanwatch zeigt Anzeichen für Trendwende bei Emissionen und Erneuerbaren Energien sowie für Abkehr von der Kohle. Klimagipfel in Paris kann Wendepunkt werden.

Bonn/Berlin. Ein halbes Jahr vor Beginn des Weltklimagipfels in Paris zeigt eine neue Studie von Germanwatch Umbrüche in zentralen Feldern der internationalen Energie- und Klimapolitik. "Der Klimagipfel in Paris fällt in eine Zeit, in der eine weltweite Trendwende tatsächlich möglich erscheint", erklärt Jan Burck, Hauptautor der Germanwatch-Studie. "Unsere Untersuchung  dokumentiert wichtige  Anzeichen für die weltweite Stagnation der globalen energiebedingten CO2-Emissionen, für einen geradezu beispiellosen Siegeszug der Erneuerbaren Energien und für eine Abkehr vom Ausbau der Kohleverstromung in zentralen Industrie- und Schwellenländern.

Solarzellen auf Scheunendächern
Solarzellen auf Scheunendächern haben mit zum Sieg der Erneuerbaren beigetragen (Foto: Udo Schuldt)

Industrierabatte für Ökostrom immer absurder

„Gabriel wird die Geister, die er selber rief, nicht mehr los. Die Ausweitung der Industrierabatte nimmt immer verrücktere Formen an. Auf Gabriels Weg zur ‚Energiewende‘ wird es bald keine Branche mehr geben, die nicht in der Lage ist, einen Antrag auf Ausnahmeregelung bei der EEG-Umlage zu stellen“, kommentiert Eva Bulling-Schröter die neuesten Pläne von Energieminister Sigmar Gabriel, weitere Branchen von der EEG-Umlage zu befreien.

Eva mit Chico und Fahrrad
Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

Auf dem Weg zu «gedruckten» Solarzellen und Leuchtdioden

Biegsame Module, die wie eine Zeitung im Roll-to-Roll-Verfahren gedruckt werden, könnten bald kostengünstige Solarzellen und LED-Beleuchtungskörper möglich machen. Forscher des EU-Projekts «TREASORES» haben nun den Prototypen eines biegsamen Solarzellenmoduls und eine transparente Silber-Verbundelektrode vorgestellt – leistungsfähiger und kostengünstiger als alles bisherige.

Gedruckte Solarzelle
Eine flexible organische Solarzelle aus dem TREASORES-Projekt wird mehrmals auf einen Radius von 25 Millimeter gebogen, während ihre Leistung überwacht wird. (Bild: © «National Physical Laboratory», NPL)

Sonnenfinsternis am 20. März wird das Stromnetz nicht beeinträchtigen

Deutscher Wetterdienst spielt wichtige Rolle bei stabiler Energieversorgung

Offenbach. In den letzten Jahren hat der Anteil des Stroms aus Photovoltaik-Anlagen stetig zugenommen. An sonnigen Tagen im Sommer könnten die Anlagen bald den gesamten Strombedarf Deutschlands abdecken. Was aber, wenn diese riesige Strommenge plötzlich ausbleibt – zum Beispiel durch eine Sonnenfinsternis? Selbst eine Teilfinsternis, wie die am 20. März, kann durch die verminderte Einspeisung zu einer Instabilität im Stromnetz führen und im schlimmsten Fall zu einem gefürchteten „Blackout“. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berechnete in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut IWES Szenarien, um das zu verhindern.

Grafik Sonnenfinsternis
(Grafik: © DWD)

 

Stellungnahme zum Grünbuch des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)

In seiner Stellungnahme zum Grünbuch des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) ausdrücklich die Ablehnung von Kapazitätsmärkten und die Einführung einer Kapazitätsreserve. „Angesichts hoher Überkapazitäten in Deutschland und Europa teilen wir die Skepsis der Bundesregierung gegenüber Kapazitätsmärkten“, sagt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des BEE. Oft werde übersehen, dass allein in Deutschland Kraftwerke mit einer Leistung von 3,6 GW eingemottet sind, die jederzeit eingewechselt werden können, sobald Kernkraftwerke oder alte Kohlekraftwerke vom Netz gehen.

BEE
(Grafik: © BEE)