Viele Anleger, die in Windkraft investierten, haben in den vergangenen Jahren Geld verloren. Wer Genussrechte oder Anleihen von Firmen wie Prokon, Windreich oder Windwärts kaufte, leidet nun unter den unglücklichen unternehmerischen Entscheidungen oder nicht tragfähigen Finanzierungsstrukturen der Firmen, die in den vergangenen Monaten Insolvenz anmeldeten.


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Auch wer direkt in einen Windpark investiert, kann Verluste erleiden. Vor allem im Süden und in der Mitte Deutschlands wehte der Wind zwischen 2005 und 2013 meist schwächer als im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre. Dadurch waren die Stromerlöse der meisten Windparks geringer als kalkuliert. Die Betreiber der Anlagen haben nicht die erwarteten Einnahmen erzielt. Das betrifft Stadtwerke, die Windparks betreiben, ebenso wie Bürger, die sich daran beteiligt haben.

Die leidvollen Erfahrungen der Anleger belegen, wie riskant es ist, viel Geld in einen einzelnen Windpark zu stecken. Aus meteorologischer Sicht ist es nicht ungewöhnlich, wenn in einer Region mehrere windschwache Jahre aufeinander folgen. Kundige Windkraft-Anleger streuen dieses Risiko und beteiligen sich an Parks in unterschiedlichen Regionen. Wer zum Beispiel an der Bürgerwindaktie ABO Invest beteiligt ist, der ist Mitbesitzer von 54 Windkraftanlagen, die in Frankreich, Deutschland und Irland Strom produzieren.

Die Mehr- und Mindererträge haben sich seit der Gründung im Jahr 2010 stets ausgeglichen. Im ersten Halbjahr 2014 beispielsweise profitierte der Windpark Cuq im Südwesten Frankreichs von ungewöhnlich gutem Wind, während im fränkischen Windpark Repperndorf häufig Flaute war. Der eine Windpark lag um 16 Prozent unter der Prognose, der andere um 15 Prozent darüber. In der Summe entsprachen die Erträge  den Erwartungen. Entsprechend ist auch der Börsenkurs der Bürgerwindaktie bisher stets gleichmäßig gestiegen.

Nähere Informationen: www.buergerwindaktie.de