In knapp zwei Wochen startet im Ländle das neue EWärmeG.

Wer nun eine neue Heizung einbauen möchte, der muss darauf achten, dass mindestens 15% Erneuerbare Energien genutzt werden. Die Regelungen sind sehr komplex, es gibt aber auch neue, flexiblere Möglichkeiten die Auflagen zu erfüllen. Wir stellen Ihnen hier 3 Lösungsvorschläge vor.


Eine Solarthermie-Anlage lässt sich mit vielen Erfüllungsoptionen des EWärmeG kombinieren. (Foto: © energie-experten.org)

Wer heutzutage seine Heizung sanieren möchte, der hat es nicht leicht. Denn es gibt nicht nur eine Vielzahl von völlig unterschiedlichen Heizungstechniken, sondern auch noch unterschiedlichste Auflagen und Förderprogramme. Für Baden-Württemberger wird es nun noch ein bisschen komplizierter. Denn ab dem 1. Juli gelten neue Pflichten des EWärmeG. Fortan müssen beim Heizungstausch mindestens 15% Erneuerbare Energien anstatt 10% eingesetzt werden. Demgegenüber gibt es nun aber eine Reihe weiterer Möglichkeiten, diese 15% zu erfüllen.

Lösung 1: Auf Nummer sicher gehen

Wer seine Heizung austauschen möchte und die Pflichten mit Sicherheit erfüllen will, der sollte direkt auf ein regeneratives Zentralheizungssystem setzen. Zur Auswahl stehen unter anderem die Pelletheizung, Wärmepumpen oder auch ein Blockheizkraftwerk. Die Baden-Württembergische Landesregierung wertet dann alle drei Alternativen einzeln jeweils als eigenständige Erfüllungsoption.

Lösung 2: Wärmeschutz verbessern

Wer in einem älteren Haus mit einer schlechten bis gar keiner Wärmedämmung wohnt und eine neue Heizung plant, für den kann es sich lohnen, in eine konventionelle Brennwertheizung zu investieren und dafür aber die Außenwände zu dämmen. Dies wird ebenfalls als "volle Erfüllung" der Anforderungen des EWärmeG angesehen.

Lösung 3: Teillösungen kombinieren

Bei der Kombination von Teillösungen wird es schon ein bisschen komplizierter. Denn jede Alternative wird je nach dem Umfang ihres Einsatzes mit 5% oder 10% bewertet. So erreicht man z. B. mit einer Gas-Brennwertheizung mit Solarthermieunterstützung die vollen 15%. Interessant ist auch, dass man ein Brennwertgerät mit Biogas betreiben kann. Hierzu gibt es bereits in B-W spezielle Anbieter.

Neben diesen ganzen Alternativen ist es immer auch möglich, einen sogenannten Sanierungsfahrplan nach dem EWärmeG erstellen zu lassen. Dieser gibt grundsätzlich einen sehr hilfreichen, individuellen Überblick über die für das Haus sinnvollen Lösungen. Zudem wird der Sanierungsfahrplan für Ein- und Mehrfamilienhäuser mit 5% bewertet und sogar gefördert.



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