Alles zum Thema Erneuerbare Energien und Klimaschutz

„Nach der installierten Leistung und der Anlagenzahl ist Niedersachsen bei der Nutzung der preiswerten Windenergie an Land bereits bundesweiter Spitzenreiter. Jetzt belegt die Länderstudie von DIW Econ, dass sich diese Zahlen auch direkt in Arbeitsplätzen, regionale Wertschöpfung und kommunale Steuereinnahmen niederschlagen. Die Windenergie an Land sichert im zweitgrößten Flächenland einschließlich Bremen bereits 22.069 Arbeitsplätze und sorgt allein für eine Bruttowertschöpfung von 3.412,7 Millionen Euro“, zitierte Wilhelm Pieper, Landesvorsitzender Bundesverbandes WindEnergie (BWE) aus der aktuellen Länderstudie Niedersachsen/Bremen, die heute gemeinsam mit dem Niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Olaf Lies vorgestellt wurde.

Windpark in Niedersachsen
Windpark in Niedersachsen (Foto: Martina Nolte; Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de)
 

Viele Anleger, die in Windkraft investierten, haben in den vergangenen Jahren Geld verloren. Wer Genussrechte oder Anleihen von Firmen wie Prokon, Windreich oder Windwärts kaufte, leidet nun unter den unglücklichen unternehmerischen Entscheidungen oder nicht tragfähigen Finanzierungsstrukturen der Firmen, die in den vergangenen Monaten Insolvenz anmeldeten.


(Foto: © Privat)

„Das wahre Ziel der Energiewende ist nicht der Umweltschutz“(1) -  so übertitelte die Wirtschaftswoche am 04.09.14 einen Beitrag, in dem der Fachhochschul-Professor Gonde Dittmer sich in einem Interview zum Thema äußerte. Und schnell steht auch das Ergebnis seiner Überlegungen fest: Die Umwelt leidet – und der Geldbeutel der Bürger auch. Wir nehmen dies zum Anlass, seine zentralen Aussagen genauer zu überprüfen.

Solaranlagen
(Foto: Udo Schuldt)

Im aktuellen Ökostrom-Tarifcheck des Magazins ÖKOTEST erhält naturstrom das Gesamturteil „sehr gut“. Das Ökostrom-Produkt der NATURSTROM AG schneidet somit unter den 28 untersuchten Tarifen mit der Bestbewertung ab. Eine wichtige Rolle im Test spielte neben den Tarifbedingungen, ob sich das Unternehmen auch jenseits des Ökostrom-Tarifs voll und ganz für die Energiewende einsetzt.

Logo naturstrom
(Grafik: © Naturstrom AG)

„Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort ist und bleibt der Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende. Die Erfolgsgeschichte des Ausbaus der Erneuerbaren Energien war vor allem möglich, weil sich Anwohner, Kommunen und örtlicher Mittelstand für Erneuerbare Energien Projekte stark machten und engagierten. Deshalb muss die Politik alles unterlassen, was die Beteiligung der Menschen beschränkt oder erschwert“, machte der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), Hermann Albers, heute vor über 300 Teilnehmern der EEG-Fachtagung des Verbandes deutlich.


Windenergieanlagen im Hamburger Tankschiffhafen (Foto: Public Domain)

Im Rheinland begint an diesem Wochende das “Klimacamp Rheinland 2014”. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) solidarisiert sich mit dem Camp und ruft ebenfalls zum Engagement für die Energiewende auf.

Bei strahlendem Sonnenschein begann bereits der Aufbau des Klimacamps am Lahey-Park bei Holzweiler/Erkelenz. Die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten Bänke, Lebensmittelspenden, Strohballen, Flipcharts und vieles mehr zum Camport, bauten erste Zelte auf, kümmern sich um die Strom- und Wasserversorgung. Die Veranstalter/innen freuen sich, dass nach langen Wirren der Ortssuche ein guter  Platz für das Camp gefunden wurde: Von Bäumen umgeben und dazu in einem politisch hochbrisanten Gebiet, von dem noch nicht klar ist, ob es abgebaggert wird oder nicht.

Klimacamp
Zelte und Solarkocher eines früheren Klimacamps (Foto: Udo Schuldt)

Uni Halle-Wittenberg präsentiert DBU-geförderte Analyse – Durchschnittliche Belästigung vergleichbar mit Verkehrslärm

Osnabrück: Lärm – unerwünschter Schall – kann aggressiv machen und Stress hervorrufen: Auch Windenergieanlagen (WEA) gelten oft als geräuschbelästigend. Nach einer heute in Osnabrück vorgestellten, weltweit einzigartigen und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Studie von Umweltpsychologen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg empfanden die Anwohner eines Windparks im niedersächsischen Wilstedt ihn mehrheitlich aber als nicht geräuschbelästigend und waren ihm gegenüber positiv eingestellt.

Hafen-WEA
Die Einwohner des Hamburger Hafenstadtteils Övelgönne hören zwar den Lärm des Containerbetriebs, aber keine WEA (Foto: Udo Schuldt)

Nachdem die Regierungskoalition gestern einen neuen Entwurf des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) beschlossen hat blieben den Volksvertretern nur wenige Stunden bis zur entscheidenden Ausschusssitzung um sich mit den hunderten von Seiten vertraut zu machen, diese zu prüfen und ihre eigenen Anträge zu formulieren. Das ist völlig unmöglich und missachtet somit die Abgeordneten in ihrer Gesamtheit und insbesondere die parlamentarische Opposition. Inhaltlich melden nämlich Umweltverbände und die Interessenvertretungen der Erneuerbare- Energien- Branche Kritik an, die eine vernünftige parlamentarische Aufarbeitung verlangt.


Auf neue Photovoltaikanlagen zum Eigenverbrauch soll zukünftig eine Sonnensteuer fällig werden (Foto: Udo Schuldt)

"Sigmar Gabriel knickt erneut vor der Kohlelobby ein. Sauberer Solarstrom von Häuslebesitzern wird künftig mit der EEG-Umlage belastet, Klimakiller Braunkohlebergbau bleibt befreit. Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit und klimapolitischer Unsinn“, so Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zur Einigung in der Koalition über die EEG-Umlage.

Eva mit Chico und Fahrrad
Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

Geplante finanzielle Belastung solarer Selbstversorger würde Energiewende ausbremsen, ohne den Strompreis für die Allgemeinheit zu senken – Solarwirtschaft fordert Verzicht auf Sonnensteuer und will andernfalls in Karlsruhe gegen EEG-Novelle klagen

Die Unterhändler der Regierungskoalition diskutieren gegenwärtig angeblich, künftig alle neuen Betreiber von Solarstromanlagen erheblich finanziell zu belasten, wenn sie Strom für den Eigenbedarf erzeugen. Anders als bislang geplant sollen nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung jetzt selbst Eigenheimbesitzer künftig 40 Prozent der EEG-Umlage auf selbstverbrauchten Solarstrom zahlen, derzeit wären das rund 2,5 Cent je Kilowattstunde.


(Foto: © BSW-Solar)

Geplante Abgabe auf Solarstromanlagen senkt Stromtarife nicht / Wissenschaftler und Verbraucherschützer raten von geplanter "Sonnensteuer" ab, um weiteren Solarstrom-Ausbau zu ermöglichen

Die von der Bundesregierung geplante finanzielle Belastung von Solarstrom-Selbstversorgern senkt nicht die Energiewende-Kosten, wie von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel wiederholt behauptet wurde. Zu diesem Ergebnis kommt ausgerechnet ein Gutachten, das von der Bundesregierung selbst in Auftrag gegeben wurde. Die Gutachter empfehlen darin, Solarstrom von Umlagen und Netzentgelten befreit zu halten, um einen weiteren Ausbau der Solarenergie wirtschaftlich zu ermöglichen. Finanzielle Mehrbelastungen seien für die Allgemeinheit mit der Beibehaltung der EEG-Umlagebefreiung von Solarstrom nicht verbunden. Der Verbraucher-Strompreis profitiere vielmehr sogar derzeit durch eine „Entlastung der EEG-Umlage“.

Bau einer Solaranlage
Ist in Deutschland schon seltener geworden - der Bau einer Solaranlage (Foto: Udo Schuldt)

Geplante „Sonnensteuer“ gefährdet Wettbewerbsfähigkeit der Photovoltaik in Deutschland / Branche fordert Nachbesserungen bei EEG-Novelle und Rückkehr zu verlässlichen Rahmenbedingungen / Investorenleitfaden hilft bei Erschließung neuer Photovoltaik-Geschäftsfelder

Bis Ende 2016 rechnet der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) mit einer Verdopplung der weltweit installierten Solarstromleistung. Im zweiten Jahr in Folge legt die globale Photovoltaik-Nachfrage 2014 voraussichtlich um 20 Prozent zu. Hintergrund für das erfreuliche Marktwachstum sind stark gesunkene Kosten und die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom.


Auch auf Scheunendächern ist viel Platz für Solarzellen (Foto: Udo Schuldt)

Bundestagsabgeordnete können EEG-Entwurf noch deutlich verbessern - Energiewende stärkt Innovationsstandort Deutschland

„Die Anhörung im Bundestag hat gezeigt, dass der Gesetzentwurf der Bundesregierung für die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) noch an vielen Details nachgebessert werden muss, um den Anforderungen der Energiewende zu genügen. Das EEG war immer ein Parlamentsgesetz. Deshalb sollten die Abgeordneten die besonders strittigen Regelungen wie Stichtag, Eigenverbrauch oder Ausschreibungen noch einmal überprüfen“, machte der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie Hermann Albers nach der Anhörung im Deutschen Bundestag deutlich.

WEA im Hamburger Hafen
Könnte zukünftig abgewürgt werden, z.B. die Energiewende im Hamburger Hafen (Foto: Udo Schuldt)

Großdemonstration zu Lande und zu Wasser macht deutlich, dass die Bundesregierung auf einen breiten Widerstand der Bürgerinnen und Bürger trifft. Diese fordern: Energiewende darf nicht kentern.

Berlin: Mehr als 12.000 Menschen demonstrierten am Samstag in Berlin zu Wasser und zu Lande gegen die Pläne der Bundesregierung, den Ausbau der erneuerbaren Energien auszubremsen. Mit rund 120 Booten, Kanus und Flößen auf der Spree sowie einer Demonstration entlang der Spreeufer forderten sie, die Energiewende nicht kentern zu lassen. Anschließend bewegte sich der Demonstrationszug durch das Berliner Regierungsviertel. Die Demonstration wurde von .ausgestrahlt, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact und den Naturfreunden Deutschlands veranstaltet und von einem breiten Bündnis verschiedener Organisationen und Initiativen unterstützt.

EEG-Demo
(Foto: © Erneuerbare Jetzt)