Alles zum Thema Erneuerbare Energien und Klimaschutz

Die letzten Wochen hat ein neues Buch in der Energiewelt für Furore gesorgt. Matthias Willenbacher – einer der erfolgreichsten Energiewende-Unternehmer Deutschlands haut auf den Tisch. Er stellt der Kanzlerin ein unmoralisches Angebot indem er verspricht seine Unternehmensanteile an Energiegenossenschaften zu verschenken, wenn sie echte Weichen für eine Energiewende stellt.  Das ist ihm vor allem deshalb so wichtig, weil er die Energiewende derzeit in einer Schieflage sieht.

Buch "Unmoralisches Angebot"
(Foto: © Cornelia Daniel-Gruber)

Am gestrigen Samstag, gut eine Woche vor der Bundestagswahl, fand bundesweit der Klima-Aktionstag statt. Unter dem Motto „Energiewende ist Politikwende – Wähle deine Zukunft!“ hatte die die klima-allianz deutschland dazu aufgerufen, Veranstaltungen an vielen Orten und mit vielen Menschen zu organisieren. Mehr als 70 Aktionen mit insgesamt mehreren tausend Menschen fanden nun statt, wobei nur die erfasst sind, die auch angemeldet wurden. Die große Resonanz sei ein Zeichen dafür, dass – mit Blick auf die Wahl – eine ambitioniertere Energie- und Klimapolitik eingefordert wird, so die klima-allianz. Wenige Tage zuvor hatten BDI-Präsident Grillo und Arbeitgeberpräsident Hundt ein Moratorium für den Ausbau der Erneuerbarer Energien vorgeschlagen.

PV Lärmschutzwand
Da könnte man doch gut und gern noch mehr PV-Lärmschutz errichten,  BDI, BDA und die Monopolkommission sind offenbar dagegen (Foto: Isofon.es; Lizenz: CC-BY-3.0)

Die lokale Eigenversorgung mit Strom als Insel ohne Anschluss an das Stromnetz, ist für Städte und Gemeinden nur in Einzelfällen möglich. Insbesondere der Strombedarf in urbanen Siedlungsräumen lässt sich autark nicht decken. Grund sind unterschiedliche Ressourcenausstattungen und ein häufig viel zu großer Bedarf an Stromspeichern. Trotzdem macht das Umweltbundesamt in seiner Studie „Modellierung einer vollständig auf erneuerbaren Energien basierenden Stromerzeugung im Jahr 2050 in autarken, dezentralen Strukturen“ Mut: Eine lokale Stromerzeugung kann einen beachtlichen Anteil zu einer auf erneuerbaren Energien basierenden Energieversorgung beitragen.

(Foto: energie-experten.org)
Vor der Solaracademy SMA in Kassel (Foto: © Robert Doelling, energie-experten.org)

Wie mehrere große deutsche Medien heute berichteten, haben die Grünen in ihrem Wahlprogramm geplant, dass ab 2015 keine neuen Ölheizungen mehr installiert werden sollen. Oliver Krischer, Grünen-Sprecher für Energiewirtschaft, verweist dabei auf unser Nachbarland Dänemark, das Anfang diesen Jahres den Einbau von Ölheizungen in Neubauten verboten hat. Doch wollen die Grünen das wirklich? Ein Statement von Claudia Roth lässt an dieser Absicht nämlich erhebliche Zweifel aufkommen.


(Foto vom Plakat: © Robert Doelling)

Der Trend in Sachen Wissensaustausch und moderner Vernetzung geht 2013 weiter: Am 7. und 8. September findet in Kassel das zweite Barcamp Renewables statt. Nach der erfolgreichen Premiere des Formats im vergangenen Jahr stehen auch dieses Jahr der Austausch über die Energiewende und die Vernetzung in der Erneuerbare Energien-Branche im Mittelpunkt. Das Besondere eines Barcamps: Die Agenda entsteht erst am Tag des Geschehens.



© barcamp

Die Politik wettert gegen die vermeintlich den Strompreis treibenden Erneuerbaren. Gleichzeitig nähert sich die Einspeisevergütung für Solarstrom teilweise schon den Gestehungskosten an. Bei dieser Konstellation mag man annehmen, dass das Interesse an PV-Anlagen merklich abnehmen müsste. Doch das ist nicht der Fall. Laut dem SolarContact-Index, der die im Internet abgegebenen Anfragen nach konkreten Angeboten für PV-Anlagen misst, ist zwar ein Rückgang in den letzten Monaten deutlich sichtbar. Das Niveau der Anfragehäufigkeit bewegt sich aber immer noch über dem 12 Monatsdurchschnitt. Woran kann das liegen?

Barometer des SolarContact-Index Juni 2013
(© DAA-GmbH)

Halbierung der neu installierten Solarstromleistung in den letzten Monaten / BSW-Solar fordert Korrektur des EEG-Umlagemechanismus und Steuer-Bremse / Ausbau der Photovoltaik hat kaum noch Einfluss auf den Verbraucherstrompreis


Autobahn mit PV-Lärmschutzwall
(Foto: Nicole Gradl; Lizenz: CC-BY-SA-3.0; Originaltitel: Autobahn Lärmschutzwall Töging am Inn)

Pünktlich zum Messestart der Münchner Intersolar Europe (19.6.-21.6.2013) schließen sich 21 Energieblogger aus dem deutschen Sprachraum unter einer gemeinsamen Dachmarke zusammen. Mit der Kooperation wollen die Energieblogger in der öffentlichen Diskussion um die Energiewende eine höhere Aufmerksamkeit erlangen. Als Informationsquelle zur politischen Meinungsbildung steigt die Bedeutung des Internets. Laut einer diesjährigen FORSA-Umfrage ist für 60 % der Deutschen das Internet die wichtigste Informationsquelle. Die Bedeutung ist gegenüber 2009 um 15 % gestiegen.

DLR koordiniert Entwicklung der neuen Internet-Plattform

Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) hat während ihrer Generalversammlung in Abu Dhabi den weltweit ersten globalen Atlas für erneuerbare Ressourcen veröffentlicht. Der Atlas nutzt Datenbanken und Karten und ist im Internet frei zugänglich. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat mit seinem Wissen in der Energie-Systemmodellierung, der Fernerkundung und der Verarbeitung von Geodaten wesentlich zur Entwicklung beigetragen.

globaler Atlas
Screenshot der IRENA Webseite (Made by DLR ©)

"Während Deutschland seine Solarindustrie kaputt macht, hat der Aufbau einer Photovoltaik-Industrie in China dagegen hohe Priorität ..."



Zur Webseite des Projektes

 

Private Haushalte und Mittelstand entlasten und soziale Ungerechtigkeit bei der Finanzierung der Energiewende beenden.

Heute wurde die endgültige Höhe der EEG-Umlage bekannt gegeben. Diese wird 5,277 Cent pro Kilowattstunde (kWh) Strom für 2013 betragen. Umwelt- und Erneuerbare-Energien-Verbände protestieren in ähnlich lautenden Presseerklärungen. Unisono erklären sie, dass nicht der kleine Stromverbraucher alleine die Lasten tragen sollte, sondern die Großverbraucher ebenfalls zu beteiligen sind.


Erneuerbare Energien sind kein Auslaufmodell (Foto: Udo Schuldt)

Berlin. Der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) hat heute mit einem 44 Meter langen Rotorblatt einer Windenergieanlage seine Position zur EEG-Debatte klargemacht. Das Rotorblatt wurde mit Hilfe eines Schwerlasttransporters am Samstagvormittag auf die Berliner Heinrich-von-Gagern-Straße gestellt. Die Straße befindet sich im Regierungsviertel zwischen Bundeskanzleramt und Bundestagsgebäude. Bereitgestellt wurde das Rotorblatt vom Vestas-Werk in Lauchhammer, von wo aus es bereits am Freitagabend nach Berlin Spandau gebracht wurde. Von dort ging der Transport am Samstagmorgen in die Berliner Innenstadt.


Teilnehmer der Aktion Rotorblatt vor dem Reichstag (© BWE/Silke Reents)