Klimawandel im Mittelpunkt der MISEREOR Fastenaktion 2015



Zerstörung auf Vanuatu zeigt erneut die Dringlichkeit zum Handeln

Aachen. Mit Blick auf die verheerenden Verwüstungen durch Zyklon Pam im südpazifischen Inselstaat Vanuatu fordert MISEREOR, den Kampf gegen den Klimawandel deutlich zu verstärken. "Diese Katastrophe zeigt uns erneut auf dramatische Weise, dass uns keine Zeit mehr bleibt, wirksame Maßnahmen zur Eindämmung der globalen Erwärmung weiter vor uns herzuschieben. Wir alle müssen jetzt umsteuern und vor allem die besonders verwundbaren Staaten  bei der Katastrophenprävention und der weiteren Anpassung an den Klimawandel  unterstützen", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Werks für Entwicklungszusammenarbeit, Pirmin Spiegel, in Aachen.

Vanuatu
Zerstörtes Haus am Meer/Philippinen 2013 (Foto: © MISEREOR)

Im Weltrisikobericht, den das "Bündnis Entwicklung hilft" jährlich veröffentlicht, steht Vanuatu an erster Stelle derjenigen Staaten, in denen die Gefahr von Naturkatastrophen besonders hoch ist. Immer intensivere und häufiger auftretende Wirbelstürme sowie der steigende Meeresspiegel stellten für die Bewohnerinnen und Bewohner eine existenzielle Gefahr dar, so Spiegel. MISEREOR ist Mitglied im "Bündnis Entwicklung hilft" und hat auch Partnerorganisationen im Südpazifik. So unterstützt das Aachener Hilfswerk unter anderem ein Alphabetisierungsprojekt auf den Salomonen. Der Inselstaat nordwestlich Vanuatus war ebenfalls vom  Zyklon Pam betroffen. MISEREOR steht mit den Partnerorganisationen auf den Salomonen in Verbindung. Noch ist unklar, wie groß die Zerstörung ist und damit auch die Notwendigkeit der Unterstützung durch MISEREOR beim Wiederaufbau sein wird.

An zweiter Stelle der im Weltrisikobericht als klimatisch besonders verwundbar genannten Staaten stehen die Philippinen. Mit der derzeit laufenden Fastenaktion unter dem Motto "Neu denken! Veränderung wagen." macht MISEREOR auf vielen Veranstaltungen am Beispiel der Philippinen deutlich, welche Folgen der Klimawandel hat. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von philippinischen MISEREOR-Partnerorganisationen geben zurzeit in Deutschland  ein eindringliches Zeugnis vom (Über-) Leben mit den Folgen des Klimawandels. Für die Menschen auf den Philippinen, auf Vanuatu und in anderen Ländern des Globalen Südens ist der Klimawandel längst mehr als eine Bedrohung, er ist Realität - mit dramatischen Folgen.  So haben die extrem starken Wirbelstürme Haiyan und Hagupit  auf den Philippinen allein in den vergangenen 13 Monaten Tausende Tote gefordert, Lebensgrundlangen und Zukunftsperspektiven zerstört.

Für seine Arbeit auf den Philippinen sowie in mehr als 90 Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas sammelt MISEREOR am nächsten Sonntag, 22. März, bundesweit in mehr als 10.000 katholischen Pfarrgemeinden Spenden. Diese Spenden machen die Projektarbeit mit und für die Menschen im Süden möglich. Sie sind unverzichtbar für den Neustart in ein besseres, menschenwürdiges Leben - und ein Zeichen der Solidarität. Denn der Klimawandel ist ein globales Problem. Die Ursachen liegen nicht zuletzt in den Industrienationen. Eine erfolgreiche Reduzierung der globalen Erwärmung kann nur gelingen, wenn die Politik dem Thema die nötige Priorität einräumt.  Aber auch jede und jeder Einzelne muss sich an dieser Aufgabe beteiligen, kritisch seinen eigenen Konsum und Lebensstil überprüfen. Auch diese Botschaft steht im Zentrum der MISEREOR-Fastenaktion 2015.

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