Während die Menschen in Deutschland das gegenwärtige Wetter wohl eher als zu kühl für die Jahreszeit empfinden, leiden die Bewohner der USA unter einer außergewöhnlichen Hitze. In Washington wurden deshalb Kühlungszentren eröffnet, damit diejenigen, die keine Klimaanlage besitzen, etwas Abkühlung finden.


Satellitendaten-Karte der Oberflächen Temperaturn der USA (Grafik: NASA; Lizenz: Public Domain)

Die Satellitendaten-Auswertung der NASA zeigt diese Situation. Bis zu 12° Celsius liegt die Temperatur über dem langjährigen Mittelwert. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Colorado, in dem zur Zeit, aufgrund dieser Hitze, verheerende Busch- und Waldbrände wüten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters starben zwei Menschen aufgrund der Feuer und 346 Häuser wurden zerstört. Im Zeitraum vom 22. bis 28. Juni wurden 2132 Temperatur-Rekorde an verschiedenen Orten des Landes erstellt. 

Während der mittlere Westen und andere Teile der USA diese Hitzewelle erfahren, erlebten die Menschen im Osten schwere Unwetter, die mindestens zwölf Menschen das Leben kosteten. Nach übereinstimmender Auffassung mehrerer wissenschaftlicher Quellen, darunter eben auch der NASA, ist diese Wettersituation bereits auf den Klimawandel zurückzuführen. Das Muster dieser Wetterextreme entspricht ebenfalls der von den Klimatologen vorhergesagten Zunahme von Dürren und extremen Regenfällen.

NBC Meteorologe Bill Karins erklärte diese Situation mit den Worten "Wir haben wirklich niemals so eine Hitzewelle wie diese im Monat Juni gesehen." Der Chef-Meteorologe des Senders ergänzte: "Wenn wir keine globale Erwärmung hätten, würden wir dies nicht erleben".


Ergänzung vom 2.7.12: Auch aus Spanien wurden Waldbrände gemeldet. Nach Angaben der deutschen Ausgabe von "Spaniens Allgemeine Zeitung" sind es die schlimmsten Waldbrände seit 1991. Mehr als 45000 Hektar Wald wurden vernichtet.