Wie der Guardian unter Bezugnahme auf Satellitendaten der NASA berichtete, fand im Juli dieses Jahres eine beispiellose Eisschmelze auf Grönland statt. Nahezu 97% der Insel sind von Schmelzvorgängen betroffen. Normalerweise sind die inneren Teile der Insel so kühl, dass sie auch im Sommer nicht schmelzen. Vom 8. auf den 12. Juli nahm das Tauen des Inlandeises um etwa 100% zu, sodass nun nahezu die ganze Oberfläche des grönländischen Eisschildes betroffen ist, wie die folgende Darstellung der NASA zeigt:


Foto: NASA

Vor nicht einmal einer Woche machte der Abbruch am Petermann-Gletscher bereits Schlagzeilen. Ein Eisberg größer als Sylt brach vom Gletscher ab und rutschte ins Meer.


Die folgende Graphik der European Environmental Agency zeigt die Zunahme der grönländischen Schmelzrate in den letzten Jahren.



Die gegenwärtig enorm hohen Schmelzraten machen auch YouTube Filme von Schmelzwasserflüssen deutlich. Auf dem folgenden Film wird ein Traktor vom Kangerlussuaq, einem Schmelzwasserfluss, verschlungen (11. Juli 2012):




Die Wassermassen desselben Flusses zerstörten wenige Tage später eine Brücke:

Es ist offensichtlich, dass sich das Ausmaß der Erderwärmung massiv beschleunigt hat. Daten des sommerlichen Schmelzens des Nordpolareises folgen dem selben Schema. Die Eisbedeckung des Nordpolarmeeres ist so klein wie niemals zuvor zu dieser Jahreszeit. Das zeigt das folgende Bild:

Abbildung: NSDIC


Alles in allem häufen sich die Hinweise auf eine dramatische Beschleunigung der Erderwärmung. Aber sicher gibt es immer noch Leute die dies bestreiten.



Zum Weiterlesen:

Der Bericht des Guardian

Ein Bericht auf der Webseite der NASA

Ein Bericht aus der ZEIT

Ein Bericht der Klimaretter