Das Klimaschutz-Netz (KSN) möchte ein Netzwerk für alle Menschen sein, die sich für den Klimaschutz engagieren. Während viele Webseiten vor allem ihre eigenen Projekte im Auge haben, will KSN besonders die der Anderen vorstellen. Wir wollen "Das Netz" für den Klimaschutz sein, das Verbindende betonen und zu gemeinsamem Handeln ermuntern. Darum kommen unsere Aktiven auch aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und darum sind die Administratorinnen und Administratoren, die hinter den Kulissen wirken, sehr unterschiedlich in ihrem Denken und Handeln. Aber wer sind die Menschen, die Tag für Tag diese Arbeit machen ohne dafür Geld zu bekommen? Wir stellen nun wieder einen von uns vor, damit deutlich wird, wer hinter dem Klimaschutz-Netz steht. Es folgt ein Interview mit Florian Schiedhelm.

Florian
(Foto: © Privat)

KSN: "Florian, du bist seit vier Jahren aktiv als Administrator des Klimaschutz-Netzes dabei. Inzwischen sind wir ja schon zwölf Engagierte, aus vielen deutschsprachigen Gegenden. Was hat dich dazu bewogen dich für den Klimaschutz einzusetzen und wo ist dein Wirkungskreis?"

Florian: "Ich war schon immer interessiert an Umweltthemen, sogar schon als Kind. Als Jugendlicher wurde ich dann politisch aktiv. Da war ich dann vor allem auf Demos aktiv. Naturwissenschaften haben mich auch schon immer interessiert, z.B. auch Astronomie. Ich hatte Naturwissenschaften als Wahlpflichtfach in der Schule. Die Umweltverschmutzung habe ich dann wesentlich später wahrgenommen. Das fiel mir vor allem durch die Zunahme des Verpackungsmülls auf. Plastik ist für mich einer der problematischsten Stoffe. Ich wollte deshalb irgendwas mit Umwelt machen. Dann habe ich zunächst auf einem College in den USA unter anderem Kurse in Meeresbiologie und Astronomie besucht, etwas später entschloss ich mich Global Studies zu studieren, das war ein Studium das politische Inhalte - z.B. Herrschaftstheorien und naturwissenschaftliche Inhalte verband. Darunter auch Erneuerbare Energien und Wasserpolitik, sowie  Klimawissenschaft als verbindendes zwischen den Wissensgebieten. In Global Studies habe ich meinen Bachelor gemacht. Später habe ich dann weiter in Deutschland Umweltplanung studiert, habe jetzt gerade mein Studium abgeschlossen und bekomme dann in den nächsten Wochen mein Masterzeugnis. Wasser und Erneuerbare Energien sind meine Hauptthemen geblieben. Meine Masterarbeit habe ich über das Regenwasser-Management in Kalifornien geschrieben. In Kalifornien haben wir gegenwärtig eine massive Dürre, Staudämme haben nicht mehr ausreichend Wasser, die Wasserversorgung wird kritisch und auch die Stromproduktion der Staudämme gerät in Gefahr sich zu verringern, die Grundwasseraquifere geraten auch in Gefahr. Der Klimawandel ist hier deutlich spürbar. 2011 waren die Stauseen noch voll und nun sind sie total leer."

KSN: "Wie sieht dein Engagement konkret aus? Wie handelst du in der Freizeit und im Beruf um den Klimaschutz voranzubringen?"

Florian: "Also, ich bin bei den Democrats Abroad und den Grünen, engagiere mich aber mehr den Democrats abroad. Klima und Umwelt sind da wichtige Themen mit denen ich mich befasse. Wir haben bei den Democrats Abroad Germany auch eine Resolution gegen Atomenergie verfasst. Die meisten Ortsverbände in Deutschland haben diese Resolution unterschrieben. Ich besitze bisher kein Auto, fahre Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel. Bei meinen Entscheidungen spielt die Umwelt immer eine Rolle, wenn ich etwas kaufe soll es auch ökologisch möglichst verträglich sein, z.B. habe ich eine Solar-Armbanduhr. Sollte ich mal ein Haus kaufen wird es auf jeden Fall eine Solaranlage auf dem Dach haben und ökolgisch top sein."

KSN: "Glaubst du, dass dein Engagement etwas bewirken kann?"

Florian: "Ja."

Florian Schiedhelm betreut hauptsächlich unsere englischsprachige Facebook-Seite "Climate Protection Network"

Interviews mit weiteren KSN-Aktiven finden Sie hier!

Mini-Spende für KSN: