Das Klimaschutz-Netz (KSN) möchte ein Netzwerk für alle Menschen sein, die sich für den Klimaschutz engagieren. Während viele Webseiten vor allem ihre eigenen Projekte im Auge haben, will KSN besonders die Projekte der Anderen vorstellen. Wir wollen "Das Netz" für den Klimaschutz sein, das Verbindende betonen und zu gemeinsamem Handeln ermuntern. Darum kommen unsere Aktiven auch aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und darum sind die Administratorinnen und Administratoren, die hinter den Kulissen wirken, sehr unterschiedlich in ihrem Denken und Handeln. Aber wer sind die Menschen, die Tag für Tag diese Arbeit machen ohne dafür Geld zu bekommen? Wir stellen nun immer Sonntags einen von uns vor, damit deutlich wird, wer hinter dem Klimaschutz-Netz steht. Heute folgt ein Interview mit Karin Petersen.


(Foto: © Karin Petersen)

KSN: "Karin, du bist seit anderthalb Jahr aktiv als Administrator des Klimaschutz-Netzes. Inzwischen sind wir ja schon zehn Engagierte, aus vielen deutschsprachigen Gegenden. Was hat dich dazu bewegt dich für den Klimaschutz einzusetzen und wo ist dein Wirkungskreis?"

Karin: "Die Liebe zur Natur, der Respekt vor jeder Kreatur und die Verantwortung für zukünftige Generationen sind Motor meines Einsatzes für den Klimaschutz, und das schon seit ich denken kann. Als Teenie gegen AKWs und inzwischen für die Erneuerbaren, weil alle fossile Energien endlich und klimaschädigend sind."

KSN: "Wie sieht dein Engagement konkret aus?

Karin: "Ich engagiere mich seit 5 Jahren in der Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager und Fracking in Schleswig-Holstein, denn diese Technologien sind das Gegenteil von Klimaschutz, sie gefährden unsere Lebensgrundlagen nur für den kurzfristigen Gewinn einzelner Unternehmen. Das darf nicht sein! Öffentlichkeit zu errreichen und zu binden halte ich für einen entscheidenen Weg des Widerstandes, darum auch der Einsatz über facebook und twitter. Die Mainstream-Medien sind gleichgeschaltet und ihre Aussagen werden auch durch häufige Wiederholung von Lügen wie "das EEG macht den Strom unbezahlbar" auch nicht wahrer. Da müssen wir dagegen halten."

KSN: "Wie handelst du in der Freizeit und im Beruf um den Klimaschutz voranzubringen?"

Karin: "Also tatsächlich nicht nur Lippenbekenntnisse und "gefällt mir" Klicks, sparsamer Umgang mit Energie insgesamt. Das erfordert Disziplin, schafft aber ein gutes Gewissen. Ich lebe auf dem Land, da alles mit dem Fahrrad erledigen zu können ist illusorisch, ich nehme die Bahn, verabrede Fahrgemeinschaften. Ich kaufe regionale und weitestgehend Bio-Produkte, passe auf, dass nicht zuviel Verpackungsmüll dabei ist. Wasche meine Wäsche wenn die Sonne scheint. Habe erfolgreich zwei engagierte, umweltbewußte Töchter herangezogen. Und bei all dem erhebe ich nicht den Anspruch 150% perfekt zu sein und achte darauf Spaß an den Dingenzu haben, um den Humor nicht zu verlieren."

KSN: "Glaubst du, dass dein Engagement etwas bewirken kann?"

Karin: "Ja unbedingt! Widerstand wirkt, das haben wir doch alle schon erlebt, sonst stünden hier im Wattenmeer Atomkraftwerke und man würde schon längst aus Kohlekraftwerken kontaminiertes CO2 in den Untergrund pressen. Wir haben hier in Schleswig-Holstein das erste CCS-Verbotsgesetz erwirkt! Vielleicht lässt sich nicht alles so schnell erreichen wie erwünscht, aber niemals aufgeben und den Weg über Bürgerinitiativen und Umweltverbände nehmen. Wir müssen unten bei den Politikern anfangen und darauf drängen, dass alle legalen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um Umweltsünden zu verhindern. Unsere Ansprüche müssen nach oben durchgereicht werden. Schließlich steht sogar im Artikel 20a im Grundgesetz, dass der Staat in Verantwortung für künftige Generationen und Tiere handeln soll."

KSN: "Vielen Dank für das Interview."

Stoppt CO2-Endlager


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