Das Klimaschutz-Netz (KSN) möchte ein Netzwerk für alle Menschen sein, die sich für den Klimaschutz engagieren. Während viele Webseiten vor allem ihre eigenen Projekte im Auge haben, will KSN besonders die Projekte der Anderen vorstellen. Wir wollen "Das Netz" für den Klimaschutz sein, das Verbindende betonen und zu gemeinsamem Handeln ermuntern. Darum kommen unsere Aktiven auch aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und darum sind die Administratorinnen und Administratoren, die hinter den Kulissen wirken, sehr unterschiedlich in ihrem Denken und Handeln. Aber wer sind die Menschen, die Tag für Tag diese Arbeit machen ohne dafür Geld zu bekommen? Wir stellen nun wöchentlich einen von uns vor, damit deutlich wird, wer hinter dem Klimaschutz-Netz steht. Heute folgt ein Interview mit Robert Riedl.


(Foto: © Robert Riedl)

KSN: "Robert, was hat dich dazu bewegt dich für den Klimaschutz einzusetzen und wo ist dein Wirkungskreis?"

Robert: "Das Thema Energie ist existenziell. Wir können nicht so weitermachen wie bisher. Leider verdrängen wir das noch zu sehr, als Gesamtgesellschaft. Wir haben die historische Chance auf eine Energieversorgung auf Basis endloser erneuerbarer sauberer Technologien. Diese Chance gilt es schnell umzusetzen. Energiewende, Mobilitätswandel, Energieeffizienz, Ökologisierung der Wirtschaft, biologischer Landbau - sind die Megatrends von heute und sichern die Zukunft unserer Kinder. Lediglich eine kleine mächtige Klientel stemmt sich wehement gegen das Neue, weil sie ihre vollen Taschen und ihr Alleinstellungsmerkmal verlieren. Wir müssen es aber nur kundtun und uns dafür gemeinsam engagieren. Eine Energiewende zu 100% Erneuerbaren ist das Jahrhundertprojekt, fair , sozial, dezentral."

KSN: "Wie sieht dein Engagement konkret aus?"

Robert: "Mit einer Online Petition für eine europäische Energiewende sind wir vor 2 Jahren gestartet. Die Petition ist mit dem Society Award ausgezeichnet. Unsere Vision einer europäischen Energiewende hin zu100% Erneuerbaren bis 2050 ist eine greifbare Vision, dafür stehen wir mit unserer Seite Europäische Energiewende!"

KSN: "Wie handelst du in der Freizeit und im Beruf um den Klimaschutz voranzubringen?"

Robert: "Mein Leben richtet sich nach ökologischen Gesichtspunkten aus, das leben wir auch in der Familie. Unsere Wege können wir mit dem Rad zurücklegen und das empfinden wir als großen Luxus - Sommer wie Winter. Unser Konsum orientiert sich an regionalen biologischen Produkten. Selbstverständlich bin ich auch Ökostrom-Kunde der ersten Stunde. Unser Haus ist ein Passivhaus, welches wir langsam zu einem Plus-Energiehaus umbauen. Und Hurra, die Sonne schickt uns tatsächlich keine Rechnung mehr."

KSN: "Glaubst du, dass dein Engagement etwas bewirken kann?"

Robert: "Wir sind vor 2 Jahren auf Facebook gestartet und haben uns gedacht hier viele Menschen und Organisationen zum gemeinsamen Handeln aufzurufen. Wir haben über 500 NGO's kontaktiert und geworben gemeinsame Aktionen zu starten, für eine europäische Energiewende. Dabei geht es uns auch vor allem darum Für etwas zu sein als immer nur Anti. Leider ist uns dieser Schulterschluss nie gelungen. Wir finden es sehr, sehr sehr schade. Es gibt zig-tausende Facebook-Communities, NGO's und Gruppen zum Thema Energiewende, Klimaschutz, Atomausstieg , Umweltschutz usw., aber es gibt leider wenig gemeinsame Aktionen. Ein globaler Schulterschluss - wie wir ihn mit dem "global action day against nuclear energy" versucht haben ist - so scheint's - nicht möglich. Ein gemeinsamer Schulterschluss vieler NGO's würde unheimlich mehr bewirken! Gemeinsam wären wir unheimlich stark!"

Es geht vor allem um die Eigenverantwortung. Wir können nicht immer nur die Verantwortung auf die Politiker, die da oben schieben. Speziell beim Klimaschutz gilt: Es liegt an uns. You matter!"


Interviews mit anderen KSN-Aktiven finden Sie auf der Übersichtsseite zu dem Thema