Das Klimaschutz-Netz (KSN) möchte ein Netzwerk für alle Menschen sein, die sich für den Klimaschutz engagieren. Während viele Webseiten vor allem ihre eigenen Projekte im Auge haben, will KSN besonders die der Anderen vorstellen. Wir wollen "Das Netz" für den Klimaschutz sein, das Verbindende betonen und zu gemeinsamem Handeln ermuntern. Darum kommen unsere Aktiven auch aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und darum sind die Administratorinnen und Administratoren, die hinter den Kulissen wirken, sehr unterschiedlich in ihrem Denken und Handeln. Aber wer sind die Menschen, die Tag für Tag diese Arbeit machen ohne dafür Geld zu bekommen? Wir stellen nun wieder einen von uns vor, damit deutlich wird, wer hinter dem Klimaschutz-Netz steht. Es folgt ein Interview mit Mathias Loock.

Mathias Loock
(© Mathias Loock)

KSN: "Mathias, du bist seit ziemlich genau einem Jahr aktiv als Administrator des Klimaschutz-Netzes. Was hat dich dazu bewogen dich für den Klimaschutz einzusetzen und wo ist dein Wirkungskreis?"

Mathias: "Die Themen Umwelt-, Klima- und Tierschutz begleiten mich schon viele Jahre und so sammelte ich interessiert Informationen, wie ich meinen Beitrag zu einer besseren Welt leisten kann. Irgendwann – etwa im Jahre 2010 - als ich meinen Wissensdurst nicht ausreichend befriedigt fand, entdeckte ich das soziale Web für mich. Schnell schuf ich mir ein kleines Netzwerk aus Gleichgesinnten und unterschiedlichsten Informationsquellen. Zeitgleich entstand auch meine Facebookseite "Ich bin ein Öko!", der Grundstein meiner Online-Aktivitäten. Hier teilte ich aktuelle, grüne Meldungen und verbreitete auch unter dem Namen "Kleiner Öko" diese weiter in andere soziale Netzwerke, wie Twitter oder Google+. Im Sommer 2012 war die Zeit reif für eine eigene Internetpräsenz in Form eines Blogs, um die Idee von einem bewussten, nachhaltigen Leben und kritischeren Konsumverhalten effektiver zu verbreiten."

KSN: "Wie sieht dein Engagement konkret aus?"

Mathias: "Am 18. August startete ich also unter meinem Synonym den "Blog des kleinen Öko", der inzwischen monatlich über 10.000 Besuche verzeichnet. Hier geht es neben den bereits genannten Themen auch um Ernährung, ein bisschen Politik und oft über Menschen, wie beispielsweise dem Tierschutz-Aktivisten Paul Watson, dem Lebensmittelretter Raffael Felmer oder dem Whistleblower Edward Snowden, die sich mit ihrem besonderen Engagement und ihrer Lebensweise für die Rettung der Welt einsetzen. Die Leser meines Blogs interessieren sich vor allem für eine grüne und auch tierleidfreie Lebensweise und ihnen ist es wichtig die Wahrheiten hinter Marken wie z.B. Nestlé, Google oder Monsanto zu erfahren – kritisch, ungeschönt aber nicht reißerisch. Ich setze mich hier also mit Themen wie Umwelt- und Artenschutz, Konsumkritik und Menschenrecht, Aktivisten und Organisationen auseinander und bin überzeugt von der Macht der guten Nachrichten. Zu der Überzeugung eines Ökos gehört es in erster Linie ressourcenschonend zu handeln und zum Klimaschutz gehört auch ein nachhaltiges und bewusstes Konsumverhalten."

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       (© Mathias Loock)

KSN: "Wie handelst du in der Freizeit und im Beruf um den Klimaschutz voranzubringen?"

Mathias: "Seit Juni 2012 lebe ich vegan, da ich davon überzeugt bin, dass ich nur so wirklich einen wertvollen Betrag für unseren Planeten und seinen Bewohnern leisten kann, denn der herrschende globale Fleischhunger ist der größte Klimakiller der Welt. Ich konnte in den letzten Jahren viele interessante Menschen kennen lernen und spannende Diskussionen führen und bereits den einen oder anderen davon überzeugen, selbst über die eigene Lebensweise nachzudenken. So bin ich seit Anfang diesen Jahres stolzer und glücklicher Besitzer des Fairphones und einige Freunde und Bekannte spielen bereits mit dem Gedanken sich ebenfalls eines zuzulegen. Beruflich versuche ich dieses Jahr im sozialen Bereich Fuß zu fassen und hoffe ab dem Sommer behinderten Menschen auf kreative Weise in ihren Fähigkeiten und Selbstvertrauen unterstützen zu können."

KSN: "Glaubst du, dass dein Engagement etwas bewirken kann?"

Mathias: "Ja! Es gibt viele gute Gründe ein Öko zu sein – und wenn es auch nur ein kleiner ist."


(© Mathias Loock)

Interviews mit anderen KSN-Aktiven finden Sie auf der Übersichtsseite zu dem Thema