Klimaschutz-Netz


Teil 2


Das Eis schmilzt

Leider haben sich die Klimaforscher geirrt. Als die Berechnungen des Deutschen Klima Rechenzentrums Ende 2006 ausgewertet wurden war klar: Die Erde erwärmt sich viel schneller als noch zur Jahrtausendwende angenommen. Der Handlungsspielraum der Menschheit wird dadurch kleiner. Es muss viel schneller gehandelt werden als gedacht.

Einige Beispiele:

  Der Grosse Aletschgletscher, links im Jahre 1979, in der Mitte im Jahre 1991 und rechts 2002.jpg
Der Grosse Aletschgletscher, links im Jahre 1979, in der Mitte im Jahre 1991 und rechts 2002; Foto: Wikimedia Commons

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Der Rhonegletscher um 1900; Foto: Wikimedia Commons

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Der Rhonegletscher heute; Foto: Wikimedia Commons


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Schmelzwasserzonen auf Grönland 2005; Grafik: University of Colorado

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Zunahme der Schmelzzonen von 1992 bis 2005 (dunkelrot); Grafik: University of Colorado

Grönlands Eins schmilzt mit ungeheurer Geschwindingkeit. Innerhalb von 12 Jahren haben sich die Schmelzzonen auf dem Eis mehr als verdoppelt. Im Sommer 2002 ging es zusammen mit dem arktischen Packeis um den Rekordwert von einer Million Quadratkilometern zurück - das größte je verzeichnete Abschmelzen. Zwei Jahre später, in 2004, entdeckte man, dass Grönlands Gletscher zehmal schneller schmelzen, als man zuvor glaubte. Wenn das gesamte grönländische Eis schmilzt wird der Meeresspiegel um 6 bis 7 Meter ansteigen.

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Helheim Gletscher auf Grönland; Foto: NASA

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Jacobshavn-Gletscher-Eisschmelze auf Grönland; Foto: NASA
 

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Abbrechende Gletscher in Grönland; Foto: Wikimedia Commons

Besonders erschreckend ist die Geschwindigkeit mit der das Eis schmilzt. Fast die Hälfte des grönländischen Eises taut. Tauwasser kann durch die Eisschicht hindurchsickern und tiefe Schächte bilden, in die das Wasser stürzt. Diese sogenannten Gletschermühlen "schmieren" dann den Untergrund der Gletscher. Die Gefahr, dass große Teile der Gletscher ins Meer rutschen wächst dadurch. Wenn Grönlands Eis vollständig schmilzt, wird der Wasserspiegel der Ozeane um 6 Meter steigen. Wenn dazu noch das Schelfeis der Antarktis schmilzt, steigt der Wasserspiegel der Meere um 12 Meter. Dies wird jedoch nur geschehen, wenn die Erderwärmung ungebremst weitergeht. Je nach Temperatursteigerung wird dies mehrere hundert Jahre dauern. Im 21. Jahrhundert ist mit einem Anstieg des Meeresspiegels bis zu 1,40 Meter zu rechnen, wenn die Treibhausgasemissionen nicht massiv gedrosselt werden.

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Kleine Gletschermühle in einem tauenden Gletscher; Foto: Wili Hybrid

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