#CO2

  • Kohlrabenschwarzer Deal

    "Das Scheitern des Klimabeitrags für alte Kohlekraftwerke ist Sigmar Gabriels schlimmste Niederlage seit seinem Amtsantritt. Denn der Alternativvorschlag einer Abwrackprämie für Kohlekraftwerke ist ein Hohn: Er produziert weniger Klimaschutz zu höheren Kosten", erklärt Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die Ergebnisse des gestrigen Koalitionstreffens zu Energiefragen.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • Konsens über den Konsens: 97% der Experten sind sich einig, dass wir das Klima verändern

    John Cook, Doktorand am Global Change Institute der Universität Queensland, brachte Autoren von sieben früheren Studien über den wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel zusammen. Die von diesem internationalen Autorenteam am 13. April 2016 in den Environmental Research Letters veröffentlichte Studie zeigt, dass höhere wissenschaftliche Expertise beim Thema Klimawandel mit einer höheren Übereinstimmung bei der Aussage einhergeht, dass die globale Erwärmung menschengemacht ist. John Cook hatte bereits 2013 festgestellt, dass über 97 Prozent der von Klimaexperten verfassten wissenschaftlichen Studien darin übereinstimmen, dass die globale Erwärmung menschengemacht ist. Die Mitverfasserin der aktuellen Studie Professorin Naomi Oreskes von der Harvard Universität merkt an, dass diese frühere Studie heftig kritisiert wurde und Kritiker behaupteten, dass die Höhe des Konsens viel niedriger als 97 Prozent sei.

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    Grafik 1 fasst die Studien zum wissenschaftlichen Konsen über die von Menschen verursachte globale Erwärmung zusammen, die die Expertenmeinung von in Fachjournalen publizierenden Klimawissenschaftlern oder fachlich begutachtete Klimastudien analysierten. (Quelle: SkS)

  • Land- und Waldnutzung kann EU-Klimaziel gefährden

    In den kommenden Jahren ist beispielloser Waldeinschlag wahrscheinlich, wenn nicht gegengesteuert wird.

    Der Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) braucht eigene, anspruchsvolle Ziele zur Emissionsminderung, um das EU-Klimaziel für 2030 nicht zu gefährden. Werden seine Emissionen ohne Anpassung in die Bilanz des EU-Klima- und Energiepakets einbezogen, bestünde die Gefahr, dass die EU nur 35 statt 40 Prozent ihrer Emissionen bis zum Jahr 2030 reduziert. Dies könnte das Gesamtziel der EU um mehr als zehn Prozent verfehlen und ihren geplanten Treibhausgasminderungsbeitrag (Intended Nationally Determined Contributions, INDCs) insgesamt gefährden. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Öko-Instituts im Auftrag von Fern und der International Federation of Organic Agricultural Movements (IFOAM).

    Hambacher Forst 30.03.2014 02
    Rodung zum Zwecke der Landnutzungsänderung im Hambacher Forst - hier soll Braunkohle abgebaut werden. (Foto: Andreas Magdanz; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • Lausitz braucht eine sozialverträgliche und umweltgerechte Zukunftsperspektive

    Anlässlich der Veranstaltung „Fraktion vor Ort“ der Bundestagsfraktion DIE LINKE in Cottbus erklären die energiepolitische Sprecherin der Fraktion, Eva Bulling-Schröter, und die Cottbusser Bundestagsabgeordnete Birgit Wöllert:

    „Für die Zukunft der Lausitz braucht es nach dem UN-Klimagipfel von Paris, und in Anbetracht der Unklarheiten über die Zukunft der Braunkohlesanierung sowie über den vereinbarten Übergang des Braunkohlegeschäfts von Vattenfall an EPH/PPF eine sozialverträgliche und umweltgerechte Zukunftsperspektive.

    Tagebau Kraftwerk Jaenschwalde
    Tagebau in der Lausitz bei Jänschwalde (Foto: Hanno Böck; Lizenz: CC0)

  • Meereserwärmung führt zu stärkeren Niederschlagsextremen

    Aktuelles Ereignis betont Bedeutung der Studie Kieler Meeresforscher

    Kiel. Bedingt durch den Klimawandel steigen auch die Temperaturen in unseren Ozeanen. Die kann zu zur Entwicklung stärkerer Niederschlagsereignisse beitragen, wie eine Studie deutschen und russischer Wissenschaftler unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel zeigt, die heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience erschien. Ein Niederschlagsereignis, dass Ende Juni in Sotschi, Russland stattfand, untermauert den Befund der Studie.

    Niederschlag MeereserwaermungNiederschlagsmengen (über 24 Std. vom 6.-7. Juli 2012) in einer Simulation mit beobachteten Meeresoberflächentemperaturen (a) und solchen, die für die frühen 80iger Jahre typisch sind (b). Das schwarze Kreuz markiert die Stadt Krymsk, die dicke schwarze Kontur markiert die Küstenlinie, die dünnen schwarzen Konturen sind Höhenlinien im Abstand von 150 Metern. (Grafik: © GEOMAR)

  • Millionen für Schrottmeiler als Rettungspaket für RWE

    "Ein schmutziger und teurer Deal, den Minister Gabriel da mit RWE und Konsorten geschlossen hat: Zur Stilllegung vorgesehene Uralt-Kraftwerke werden von der Bundesregierung auf Kosten der Stromkunden vergoldet", erklärt Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die gestrige Entscheidung im Kabinett.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • Nach Pariser Klimavertrag buckelt GroKo weiter vor Wirtschaftslobby

    Auch 100 Tage nach dem Klimaabkommen von Paris sind bei der Bundesregierung keine Anzeichen zu erkennen, dass Deutschland als größter Klimasünder in der Europäischen Union neue und angemessene Anstrengungen unternimmt, das völkerrechtlich verbindliche Ziel, die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius - möglichst auf 1,5 Grad - zu begrenzen. Stattdessen wackeln die nationalen Klimaschutzziele, und auch in Brüssel setzt sich das sonst so durchsetzungsstarke Berlin nicht für eine notwendige Verschärfung der viel zu schwachen EU-Klimaziele ein“, erklärt Eva Bulling-Schröter, klima- und energiepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den 21. März, an dem 100 Tage nach dem Abkommen vergangen sind.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • Neuer Klimaschutz-Index

    Noch kein Land gut genug - EU steht am Scheideweg

    Vor EU-Klimaziel-Gipfel erscheint neue Rangliste der 58 emissionsstärksten Staaten:

    • Sieben EU-Staaten und EU selbst erhalten Note "gut" im Klimaschutz - aber auch fünf EU-Staaten in schlechtester Kategorie.

    • Deutschland leicht verbessert im oberen Mittelfeld.

    Paris Agreement
    Jubel über das Zustandekommen des Klimaschutz-Übereinkommens von Paris, kurz vor dem Ende der Konferenz am 12.12.2015. Heute ist noch immer kein Land auf einem Pfad zu den Pariser Klimazielen. (Foto: UNclimatechange,  Lizenz: CC BY 2.0)
  • Nobelpreisträger rufen zum Klimaschutz auf

    Anlässlich des Abschlusstags der 65. Lindauer Nobelpreisträgertagung präsentierten und unterzeichneten am heutigen Freitag, den 3. Juli auf der Bodenseeinsel Mainau über 30 Nobelpreisträger eine Deklaration zum Klimawandel. In dieser „Mainauer Deklaration 2015“ heißt es, „dass die Nationen der Welt die Chance der UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 nutzen und entschlossen handeln müssen, um die künftigen Emissionen weltweit zu begrenzen“. Anlässlich der 21. UN-Klimakonferenz soll eine neue internationale Klimaschutz-Vereinbarung in Nachfolge des Kyoto-Protokolls verabschiedet werden.

    Nobelpreisträger
    (Foto: © Lindau Nobel Laureate Meetings)

  • Nobelpreisträgersymposium zum Klimawandel

    Städte können am effektivsten zum Klimaschutz beitragen

    Nobelpreisträger aus aller Welt und aus vielen verschiedenen Fachrichtungen versammelten sich diese Woche in Hong Kong, um die Debatte über den Klimawandel auf eine neue Ebene zu heben. Zum ersten Mal trafen sie sich in Asien zu einem solchen Symposium. „4C: Changing Climate, Changing Cities“ lautet der Titel – denn um vier Grad Celsius, kurz 4C, kann die Erde sich bis Ende des Jahrhunderts aufheizen, wenn wir den Ausstoß von Treibhausgasen nicht stark verringern. Und vor allem in den Städten werde sich entscheiden, ob wir dem Klimawandel wirksam entgegen treten können, so die Nobelpreisträger in ihrem Abschluss-Memorandum.

    Victoria Harbour skyscrapersErstmals findet das Nobel Cause Symposium in Hong Kong statt. (Foto: Gemeinfrei)

  • Ohne die USA muss der Rest der Welt stärker beim Klimaschutz zusammenarbeiten

    Der US-Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen ist eine Bürde für die internationale Klimapolitik, aber nicht deren Ende. Den Paradigmenwechsel, der mit dem Paris Agreement eingeleitet wurde, wird auch Trump nicht revidieren können. Am Ende könnten die USA selbst als größter Verlierer dastehen. Für die internationalen Verhandlungen ist nun die Reaktion der Staatengemeinschaft entscheidend. Als Gastgeber des G20-Gipfels kommt Deutschland dabei eine entscheidende Rolle zu. Mittelfristig könnte der Schulterschluss mit ambitionierten Bundesstaaten – allen voran Kalifornien – den Schaden begrenzen.

    Coal fired Dave Johnston Power Plant Wyoming
    Kohlekraftwerk in Wyoming/USA (Foto: Public Domain)

  • Ozeanversauerung – das andere CO2-Problem

    Meereswissenschaftler betonen im Vorfeld der Pariser Weltklimakonferenz die Bedeutung der Ozeane

    Ambitionierte Klimaziele und Treibhausgasreduktionen sind nötig, um die Zukunft unseres Planeten und des Ozeans zu sichern. Darauf weisen die Meereswissenschaftler Prof. Dr. Hans-Otto Pörtner und Prof. Dr. Ulf Riebesell im Vorfeld der Pariser Weltklimakonferenz beim Klima-Frühstück des Deutschen Klima-Konsortiums (DKK) und des Konsortiums Deutsche Meeresforschung (KDM) hin.

    Wolfsfisch
    Wolfsfisch im Aquariumscontainer (Foto: © Alfred-Wegener-Institut)

  • Ozeanversauerung: Marine Baumeisterin verliert Stabilität

    Koralline Rotalge bildet bei erhöhtem Kohlendioxid-Gehalt empfindlichere Zellen

    Kiel. Koralline Rotalgen zählen zu den bedeutendsten Baumeistern im Lebensraum Meer. Doch bei steigenden Kohlendioxid-Konzentrationen und zunehmender Ozeanversauerung könnte es ihnen schwerer fallen, anderen Pflanzen und Tieren eine Existenzgrundlage zu bieten. Experimente am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel sowie Messungen am GEOMAR, an der Universität Bristol und der Universität Western Australia ergaben, dass die Art Lithothamnion glaciale ihre Widerstandskraft gegen Erosion und Fraß einbüßen könnte. Damit wäre eine wichtige Grundlage der artenreichen Ökosysteme am Meeresboden in Gefahr. Die im Fachmagazin Scientific Reports veröffentlichten Erkenntnisse werfen ferner die Frage auf, ob koralline Algen ein verlässlicher Indikator für Temperaturen vergangener Erdzeitalter sind.

    Rotalge

    Proben von Lithothamnion glaciale im Labor. (Foto: © Federica Ragazzola)

  • Reform des EU-Emissionshandels

    RWI: Marktstabilitätsreserve ist nicht der Königsweg

    Die Europäische Kommission will den EU-Emissionshandel mit einer Marktstabilitätsreserve reformieren. Durch diese soll der Überschuss an Zertifikaten auf dem Markt reduziert und damit ein dauerhaft höheres Preisniveau erreicht werden. Eine aktuelle Analyse des RWI zeigt jedoch, dass diese politisch favorisierte Reformvariante nicht der Königsweg ist. Sinnvoller wäre es, den EU-Emissionshandel in seiner Reinform zu belassen und Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre durch einmalige Eingriffe zu beseitigen. Zusätzlich könnte die Emissionsobergrenze stärker abgesenkt werden, als bisher vorgesehen.


    Die deutsche Emissionshandelsstelle verwaltet den EU-Emissionshandel in Deutschland (Foto: Udo Schuldt) 

  • Reich und exzessiv

    Oxfam-Bericht zu ungleichen CO2-Emissionen in Europa

    • Reiche steigern CO2-Emissionen

    • Gering- und Durchschnittsverdienende  verringern diese deutlich

    Die Organisation fordert daher: Der europäische Green Deal muss bei massiver Ungleichheit beim CO2-Ausstoß ansetzen und exzessive Emissionen der europäischen Gutverdiener*innen verringern.

    U Bahn
    Gering- und Durchschnittsverdiener verhalten sich klimafreundlicher (Foto: Udo Schuldt)
  • Rumdoktern am #Emissionshandel heilt ihn nicht

    „Die Anti-Klimaschutz-Allianz in der EU steht weiter auf der Bremse. Der Emissionshandel kommt seit Jahren nicht in Fahrt. Es ist abzusehen, dass die Zertifikate-Preise weiter niedrig bleiben. Das selbsternannte Flaggschiff der EU-Klimaschutzpolitik dümpelt weiter vor sich hin“, so Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der aktuellen Entscheidung über die Marktstabilitätsreserve.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • Schmelzende #Gletscher

    Peruaner fordert von RWE Geld für Schutzmaßnahmen ein

    Erstmals in Europa soll ein Unternehmen, das weltweit zu den größten Treibern des Klimawandels zählt, für den Schutz eines Betroffenen zahlen

    Berlin/Huaraz. Erstmals verlangt ein massiv von Risiken des Klimawandels  Betroffener von einem der größten Treibhausgasemittenten in Europa, dass sich das Unternehmen an dringend notwendigen Schutzmaßnahmen beteiligen soll: Der Peruaner Saúl Luciano Lliuya fordert mit Hilfe seiner in der Auseinandersetzung um Klimaschäden erfahrenen Rechtsanwältin  Dr. Roda Verheyen (Kanzlei Günther, Hamburg) von dem Energiekonzern RWE ein, sich an der  Finanzierung von Schutzmaßnahmen zu beteiligen. Seinem Haus - sowie einem großen Teil der peruanischen Andenstadt Huaraz - drohen wegen eines durch die Gletscherschmelze wachsenden Gebirgssees oberhalb der Stadt eine Flutkatastrophe. Die deutsche Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch berät auf Wunsch von Saúl Luciano diesen bei seinem Anliegen gegenüber RWE. Sollte der Konzern nicht positiv reagieren, hat der Peruaner vor, gegen RWE vor ein deutsches Gericht zu ziehen.

    Lago Palcacocha 2002Der Lago Palcacocha wächst infolge der immer schneller schmelzenden Gletscher (Foto: Georg Kaser; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • Schrecken und Hoffnung

    Schrecken: Vanuatus Situation mahnt zur Hilfsbereitschaft und zur Umkehr bei den Treibhausgas-Emissionen

    Hoffnung: Wie die Internationale Energie Agentur meldet könnte die Menschheit den Wendepunkt des CO2-Ausstoßes erreicht haben

    Die Nachrichten vom Monstersturm in Vanuatu erschrecken. Über die Zahl der Todesopfer besteht weiterhin Unklarheit. So wie es gegenwärtig aussieht wurden fast alle Gebäude und viele Brücken in den betroffenen Gebieten zerstört, so auch in der Hauptstadt. Der Zyklon hatte mit Windgeschwindigkeiten von über 300 Stundenkilometern die Inselgruppe getroffen und war damit angeblich für Vanuatu der schwerste Sturm seit Beginn der internationalen Wetteraufzeichnung. Unabhängig davon ob dies nun Ergebnis der Energiezunahme der Atmosphäre aufgrund der menschengemachten Erderwärmung ist, oder ob dies ein zufälliges Wettererereignis war, kann man sagen "so sieht Klimawandel infolge der Erwärmung aus". Denn die Klimawissenschaftler haben häufigere und schwerere Extremereignisse vorausgesagt und offenbar erfüllt sich diese Voraussage, auch wenn man das Einzelereignis - wissenschaftlich betrachtet - nicht dem Klimawandel zuordnen kann. Während Vanuatus Menschen leiden gibt es aber eine andere Meldung die Grund für ein wenig Hoffnung ist. Die Internationale Energieagentur teilte mit, dass der globale CO2-Ausstoß des Jahres 2014 nicht weiter angestiegen ist. Es gibt Hinweise dafür, dass wir vor einem Wendepunkt bei den technischen Emissionen dieses Klimagases stehen.

    Vanuatu 2015
    Die meisten Gebäude im betroffenen Gebiet sind zerstört (Foto: 350.org; Originaltitel: Cyclone Pam Vanuatu; Lizenz: CC-BY-NC-SA-2.0)

  • Starker Protest gegen Kohlenutzung

    6.000 demonstrieren im rheinischen Revier mit Anti-Kohle-Kette für konsequenten Klimaschutz

    Gemeinsame Pressemitteilung des Trägerkreises der Anti-Kohle-Kette vom 25. April 2015

    Immerath/Berlin: 6.000 Teilnehmer aus ganz Deutschland, aus Polen, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Norwegen und weiteren Ländern haben heute im rheinischen Kohlerevier mit einer 7,5 Kilometer langen Menschenkette für einen schrittweisen Kohleausstieg und konsequenten Klimaschutz demonstriert. Die Demonstranten setzten mit einer geschlossenen Anti-Kohle-Kette den Baggern des Braunkohletagebaus Garzweiler eine symbolische Grenze. Die Kette sei ein deutliches Zeichen, dass ein großer Teil der Bevölkerung den schrittweisen und sozialverträglichen Ausstieg aus der Kohle befürworte, um das nationale Klimaziel von mindestens 40 Prozent weniger CO2 bis 2020 zu erreichen, so die Veranstalter.

    Anti Kohle Kette
    (Foto: Campact; Lizenz: CC-BY-NC-2.0)

  • Steigender Meeresspiegel

    „Mensch spielt entscheidende Rolle“

    Im 20. Jahrhundert ist der Meeresspiegel um knapp 20 Zentimeter angestiegen – schneller als jemals zuvor in den vergangenen 3.000 Jahren. Ein internationales Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat nun eindeutig belegt, dass der Anstieg des Meeresspiegels seit etwa 1970 hauptsächlich durch von Menschen ausgestoßene Treibhausgase verursacht wird. Zum Team mit Wissenschaftlern aus Australien, Belgien, Österreich und Deutschland gehört auch der Bremer Klimageograph Professor Ben Marzeion.

    Flutschutz Hamburg

    Erhöhung der Flutschutzanlage in Hamburg - nahe Baumwall, April 2016. Links die neue um knapp einen Meter höhere Mauer, rechts die alte. (Foto: Udo Schuldt)