#COP26

  • COP26: 27 Länder wollen ihre internationale Förderung fossiler Brennstoffe beenden

    Deutschland schließt sich nun doch der Verpflichtung zur Beendigung der internationalen Öl-, Gas- und Kohlefinanzierung an

    Glasgow. Letzten Donnerstag, am 4. November, verpflichtete sich eine Gruppe von Ländern und Institutionen auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Schottland (COP26), die internationale öffentliche Finanzierung von Öl, Gas und Kohle bis Ende 2022 zu beenden. Vorgestern schlossen sich die Niederlande der Initiative an, und gestern bestätigen Deutschland und El Salvador, dass sie sich ebenfalls anschließen werden.

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    Öl-Förderung in den USA (Foto: Public Domain)

  • COP26: Mehr Geld für den Anpassungsfonds

    Zusage von über 230 Millionen Dollar wirkt wie ein Tropfen auf den heißen Stein, ist jedoch ein erster wichtiger Schritt

    Glasgow. Zehn Staaten und Regionen haben gestern insgesamt über 232 Millionen US-Dollar für den UN-Anpassungsfonds zugesagt, darunter Deutschland knapp 58 Millionen. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch begrüßt, dass die Geber damit die Finanzierung für den Anpassungsfonds in diesem Jahr mehr als verdoppelt haben. Laut Adaptation Gap Report der UNEP benötigen Entwicklungsländer jedoch ab 2030 jedes Jahr rund 300 Milliarden (!) US-Dollar, um sich an die verheerenden Konsequenzen der Klimakrise so weit wie möglich anpassen zu können.

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    Symbolfoto (Public Domain)

  • Erwartungen an die Klimakonferenz in Glasgow

    COP26 muss Ambitionssteigerung fördern und Umsetzung von Paris vorantreiben

    Die Erwartungen des Wuppertal Instituts an die Klimakonferenz in Glasgow

    Vom 31. Oktober bis zum 12. November 2021 findet in Glasgow die 26. UN-Klimakonferenz statt. Bei diesen Verhandlungen, die aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden mussten, wird ein Schwerpunkt sein, das detaillierte Regelwerk zum Pariser Klimaabkommen zu vervollständigen. Dabei sollen unter anderem Vorgaben für die Nutzung marktbasierter Instrumente verabschiedet werden. Zugleich stellt die Konferenz eine wichtige Gelegenheit für die Vertragsstaaten dar, die Ambitionen ihrer Klimaschutz-Bemühungen zu verstärken. Das Wuppertal Institut beobachtet seit Beginn des UN-Klimaprozesses die laufenden Verhandlungen und analysiert kontinuierlich deren Ergebnisse. Während verschiedener Sideevents stellt es seine Forschung vor und diskutiert konkrete Wege für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.
    Paris Agreement
    Freude anlässlich des Zustandekommens des Pariser Klimaschutzvertrages (Foto: UNclimatechange, Lizenz: CC BY 2.0)

  • Klimagerechtigkeit und COP26

    Die Armen tragen die Hauptlast des Problems

    Im November schaut die Welt nach Glasgow: Vom 1. bis 12. des Monats treffen sich dort Staatsoberhäupter, Organisationen und Forschende zur Weltklimakonferenz.

    Bereits zum 26. Mal versammeln sich internationale Akteure zur Conference of the Parties (COP) der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC). Die COP26 gilt als letzte Möglichkeit für ambitionierten Klimaschutz und damit als wichtigste Klimakonferenz seit Paris 2015. Damals wurde von 195 Staaten ein völkerrechtlich verbindliches Übereinkommen erzielt, die globale Erwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen – auf deutlich unter zwei Grad Celsius, möglichst auf 1,5 Grad Celsius. Nachdem sie das Abkommen ratifiziert hatten, legten die Staaten nationale Klimapläne fest, welche die Erreichung dieser Ziele ermöglichen sollen. Es geht nun vor allem darum, die nationalen Maßnahmen und Ziele zu überprüfen und weiterzuentwickeln, denn die Auswirkungen des Klimawandels sind jetzt schon mit weitreichenden Folgen zu sehen und zu spüren.

    Erde
    (Foto NASA: Public Domain)

  • Klimagipfel bringt Kohle weltweit in die Defensive – doch verletzlichste Opfer der Klimakrise werden allein gelassen

    1,5 Grad-Limit trotz erheblicher Dynamik beim Klimaschutz noch nicht in Reichweite +++ Erwartungen nun auf neue Klimaziele insbesondere in China gerichtet +++ Klimaschutz-Sofortprogramm, Kohleausstieg bis 2030, Klimapartnerschaften: Was die COP26 für die nächste Regierung bedeutet

    Glasgow. Die Weltklimakonferenz hat aus Sicht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch ein zentrales Ziel verfehlt: Das 1,5 Grad-Limit ist noch nicht in Reichweite. „Leider haben China und Indien bisher keine verbesserten Klimaziele eingereicht. Ohne diese wird aber das 1,5 Grad-Limit nicht erreichbar sein“, betont Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. „In den USA ist es zudem unsicher, dass die Klimaziele umgesetzt werden. Immerhin hat die gemeinsame Erklärung von China und den USA die Hoffnung genährt, dass im nächsten Jahr entscheidende Schritte gegangen werden sollen.“ Einen weltweiten Beschluss zum Kohleausstieg haben in letzter Minute China, Indien sowie die großen Ölproduzenten Iran und Venezuela verhindert. Sie schwächten die Sprache auf ein „Runterfahren“ der Kohle ab – dennoch kann der Text als Wendepunkt zum weltweiten Ausstieg aus der Kohle gesehen werden.

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    (Foto: Germanwatch)

  • Zum COP26: Neuer Klimaschutz-Index bewertet Fortschritte der 61 größten Emittenten

    Rennen zur Klimaneutralität hat begonnen: Erste Staaten gehen voran

    Neuer Klimaschutz-Index von Germanwatch und NewClimate Institute bewertet Klimaschutz-Fortschritte der 61 größten Emittenten: Skandinavische Länder sowie Staaten wie Großbritannien und Marokko führen beim „Race to zero“ - Deutschland verbessert auf Rang 13

    Glasgow/Bonn. Skandinavien zeigt der Welt, wie ambitionierter Klimaschutz funktioniert. Im heute vorgestellten Klimaschutz-Index von Germanwatch und NewClimate Institute belegen Dänemark, Schweden und Norwegen vor allem dank großer Fortschritte bei den Erneuerbaren Energien und guter Klimapolitik die Ränge 4 bis 6. Die Plätze 1 bis 3 bleiben erneut frei, da sich noch kein Land tatsächlich auf einem 1,5 Grad-Pfad befindet. Die drei genannten kommen ihm aber näher.

    Windenergie im Hamburg Hafen
    Der Ausbau der Erneuerbaren stockt in Deutschland (Foto: Windenergie-Anlage im Hamburger Hafen, von Udo Schuldt)