#Energiewende

  • Stärkere Bürgerbeteiligung bei Effizienzwende nötig

    Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) im Auftrag von BUND und Bündnis Bürgerenergie zeigt Potenzial bürgerschaftlichen Engagements beim Energiesparen

    Berlin: Das gemeinschaftliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger für Effizienzprojekte, das Energiesparen "in Bürgerhand", kann ein wesentlicher Faktor für die Energiewende sein und bringt darüber hinaus eine Vielzahl gesamtgesellschaftlicher Vorteile. Politische Entscheidungsträger der Bundesregierung, der Bundesländer und der Kommunen sollten im eigenen Interesse den großen Potentialen der Bürger-Effizienzwende Rechnung tragen und private oder genossenschaftliche Initiativen durch geeignete Förderung, klare rechtliche Regelungen, Risikoabsicherungen und einen verstärkten Wissenstransfer begünstigen. So sollte beispielsweise auch der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz bestehende Hemmnisse für die Akteure vor Ort abbauen. Das sind die Ergebnisse einer neuen Studie des ifeu im Auftrag vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und dem Bündnis Bürgerenergie (BBEn).

    Passivhaus Thermogramm
    Effizienzwende braucht auch im Wohnungsbereich Bürgerbeteiligung. Wärmebild zum Vergleich eines Passivhauses (rechts) mit einem schlechter gedämmten Haus (links) (Foto: Passivhaus Institut; Originaltitel: Thermogram of a Passivhaus building, with traditional building in background; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)
     

  • Umfrage: Politik und Konzerne müssen zum Klimaschutz gezwungen werden

    Politik und Großkonzerne können, Fridays for Future will und Energiegenossenschaften machen Klimaschutz

    Eine aktuelle Umfrage der Agentur SUSTAINMENTⓇ 1) zeigt, dass professionelle Klimaschützer der Politik und den Großkonzernen einen großen Einfluss auf den Klimaschutz zutrauen, dass der Umsetzungswille ihrer Einschätzung nach aber relativ gering ist. „Gutes Zureden scheint nicht auszureichen. Offenbar muss auch der öffentliche Druck erhöht werden. Einer der wichtigsten Akteure hierbei ist Fridays for Future, wie unsere weiteren Ergebnisse zeigen“, erklärt Agenturgründer Kilian Rüfer.

    Buergerenergiebedeutung
    Bedeutung der Bürgernenergie (Grafik-Lizenz: CC0)
  • Wasserstofftechnologie: Elektrolyseure sollen Massenware werden

    Wer Wasserstoff als Energiequelle nutzen will, braucht Elektrolyseure. Doch die sind rar und teuer, weil bisher noch weitgehend von Hand gefertigt. Damit sie künftig im industriellen Maßstab produziert werden können, entwickelt ein Forschungsteam vom Fraunhofer IPA derzeit eine durchgängig automatisierte Elektrolyseurfabrik.

    ElektrolyseurElektrolyseur in Haurup bei Flensburg (Foto © H-TEC SYSTEMS GmbH)

  • Windenergie schneller ausbauen – mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz

    „Den Ausbau der Erneuerbaren Energien drastisch zu beschleunigen“ – das haben SPD, Grüne und FDP im Koalitionsvertrag vereinbart. Viele Windenergie-Ausbauprojekte werden allerdings durch Klagen aus der Bevölkerung verzögert oder gar gestoppt. Damit in Zukunft weniger Projekte scheitern, soll im Forschungsprojekt „WindGISKI“ ein Geoinformationssystem entwickelt werden, das mithilfe von Künstlicher Intelligenz die Erfolgsaussichten vorhersagt. In das System sollen auch demografische und soziologische Daten einfließen. Ein Konsortium aus Wirtschaft und Wissenschaft arbeitet im Projekt „WindGISKI“ eng zusammen, beteiligt sind diverse Disziplinen von der Informatik bis zur Sozialwissenschaft.

    WindparkWindenergie: Die Bundesregierung will den Ausbau beschleunigen, das Forschungsprojekt „WindGISKI“ soll dabei helfen. (Foto: Markus Distelrath auf Pixabay)