#Erneuerbare

  • Eine 1,5 Grad Welt durch 75% Endenergie aus Grünstrom

    Studie: Billiger Grünstrom führt in ein Zeitalter der Elektrifizierung

    Der rasante technische Fortschritt bei den Erneuerbaren Energien führt zu einer fundamentalen Umwälzung der globalen Energienutzung: Während Strom als bisher teuerster Energieträger nur 20% des Weltenergiebedarfs deckt, könnte Grünstrom bei konsequenter Klimapolitik langfristig drei Viertel der Energienutzung ausmachen. In Verbindung mit einem umfassenden CO2-Preis ließen sich damit die Treibhausgasemissionen so weit drücken, dass die Pariser Klimaziele erreicht würden. Gleichzeitig müsste man sich weniger auf umstrittene Technologien zur Kohlenstoffentnahme aus der Atmosphäre verlassen, so eine neue Studie.

    Luderer2021 Stromanteile
    Nur die schnelle Elektrifizierung mit Erneuerbaren Energien führt zur 1,5-Grad-Welt (Grafik © PIK)

  • Erneuerbare Energien können Klimaabkommen zum Erfolg verhelfen

    Implosion der fossilen Industrien und explosive Entwicklung der Erneuerbaren kann Paris zum Erfolg machen

    Das Klimaziel von Paris ist ein Triumph des Realismus - ganz entgegen mancher Kritik, es sei wirklichkeitsfremd. Erstens, so erklärt jetzt ein Wissenschaftler-Team, ist es notwendig, den globalen Temperaturanstieg unter 2 Grad Celsius zu halten, weil bei ungebremstem Klimawandel enorme Risiken auf die Menschheit zukommen. Zum ersten Mal zeigen die Forscher in einem Diagramm, bei welcher Erwärmung welche Elemente des Erdsystems kippen könnten. Zweitens ist die Umsetzung des Pariser Klimaziels machbar, durch eine technologische Explosion der erneuerbaren Energiesysteme und anderer Innovationen, und die Implosion der fossilen Industrien. Drittens ist das Klimaziel einfach genug, um weltweit politisch etwas in Bewegung zu bringen.
     
    Klimarisiken PIK

    Kipp-Elemente im Kontext der Entwicklung der globalen Mitteltemperatur. (Abb. 1 aus Schellnhuber et al, 2016 ©)

  • Erneuerbare Heizungsenergie führend im Neubau

    Die erneuerbaren Energien wurden im Jahr 2020 erstmals in mehr als der Hälfte (50,5 %) der Neubauten zum Heizen eingesetzt +++ 39 % der im Jahr 2020 gebauten Wohngebäude heizen mit Erdgas

    WIESBADEN – Mit dem Beginn der Heizperiode geraten die Kosten für die verwendeten Energieträger besonders in den Fokus – allen voran das Erdgas. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren von den im Jahr 2020 knapp 113 000 neu errichteten Wohngebäuden 39 % mit einer Gasheizung ausgestattet. Damit war Erdgas hier die zweitwichtigste primäre Energiequelle nach Wärmepumpen.

    Der Trend zum fossilen Energieträger Erdgas ist seit Jahren rückläufig: Im Jahr 2010 lag der Anteil der Neubauten, die mit Gas beheizt wurden, noch bei 53 %, im Jahr 2000 sogar bei 74 %. Weitere fossile Energieträger zum Heizen sind Öl und teilweise auch Strom. Ölheizungen stellen in neu gebauten Wohngebäuden mittlerweile eine Seltenheit dar: 2020 waren lediglich 0,7 % der Neubauten mit einer Ölheizung ausgestattet, 20 Jahre zuvor war es noch fast jede fünfte (20 %).

    heizenergie

  • G7-Show sorgt für schlechtes Klima

    "Weder das Weltklima, noch den Frieden in Europa, noch die Hansestadt hat das G7-Treffen vorangebracht. Wirtschaftsminister Gabriel hat sich wieder einmal überschätzt: Keines der G7-Mitgliedsländer hat sich für das RWE-Windkraft-Projekt in der Nordsee interessiert, der Ausflug des Vize-Kanzlers im Helikopter war ein Schuss in den Ofen. Stattdessen wird das Thema Energie weiter gegen Russland in Stellung gebracht, was auf Kosten einer friedlichen Lösung der Ukraine-Krise geht", erklärt Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum Abschluss des Treffens der G7-Energieminister in Hamburg.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • Gesetzesentwurf zur Kraft-Wärme-Kopplung blockiert solare Fernwärme

    Energieexperten fordern Sommerpause bei Förderung fossiler Kraftwerke / Miteinander statt Gegeneinander von Effizienz- und EE-Technologien für Erfolg der Energiewende unverzichtbar / Nachbesserung des Gesetzesentwurfs gefordert

    Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. und Energieexperten zahlreicher wissenschaftlicher Einrichtungen warnen vor einem unnötigen Gegeneinander von Effizienztechnologien und Erneuerbaren Energien. Dieses drohe bei Verabschiedung des vom Bundeswirtschaftministerium heute vorgelegten Gesetzesentwurfs zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG). Die Nutzung von Gaskraftwerken sei zwar noch für einige Zeit notwendig und sinnvoll, wenn diese in Kraft-Wärme-Kopplung besonders effizient betrieben werden. Die Förderung fossil erzeugter Fernwärme müsse bei Neuinvestitionen aber auf die Heizperiode beschränkt werden. Andernfalls würde die notwendige Umstellung der Fernwärmeversorgung auf Solarenergie blockiert, obwohl diese inzwischen wettbewerbsfähig und für den Erfolg der Energiewende dringend geboten ist. Der Appell wird unter anderem von Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts Bremen, des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt, der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg sowie der Uni Kassel getragen.

    Sun exploding through clouds
    (Foto: Gemeinfrei)

  • Globale CO2-Emissionen vor dem Rückgang?

    Licht am Ende des Tunnels - 2014 stagnierten die globalen CO2-Emissionen trotz weltweitem Wirtschaftswachstum

    Die Internationale Energieagentur teilte mit, dass der globale CO2-Ausstoß des Jahres 2014 nicht weiter anstieg

    Es gibt Hinweise dafür, dass wir vor einem Wendepunkt bei den technischen Emissionen dieses Klimagases stehen

    Die Internationale Energieagentur (IEA) meldete vor wenigen Tagen, dass die CO2-Emissionen im Jahr 2014 nicht weiter zunahmen. Sie sind zwar gegenwärtig noch auf einem extrem hohen Niveau, aber es deutet einiges darauf hin, dass wir hier vor einem Wendepunkt stehen, von dem an die Emissionen weltweit sinken werden.

    China Windenergie
    Erneuerbare Energien - wie hier im Norden der Volksrepublik China - trugen dazu bei, dass die globalen CO2-Emissionen in 2014 stagnierten (Foto: shizhao; Lizenz: CC-BY-SA-2.0)

  • Greenpeace Energy hält den Strompreis stabil

    Preisgarantie bis zum 31. Dezember 2016 / Grundpreis bleibt ebenfalls konstant

    Trotz gestiegener Umlagen und Abgaben hält Greenpeace Energy den Strompreis stabil. Für Privatkunden wird Ökostrom auch in 2016 weiterhin 26,65 Cent pro Kilowattstunde kosten. Dieser Preis gilt mindestens bis zum 31. Dezember 2016, ausgenommen sind etwaige weitere Erhöhungen von Steuern und sonstiger gesetzlicher Abgaben. Der monatliche Grundpreis bleibt mit 8,90 Euro ebenfalls konstant. Auch für Geschäftskunden bleiben die Preise stabil.

    Logo GP Energy 2010.svg

    (Grafik: ® Greenpeace Energy)

  • Große Koalition rettet Kohlegeschäft für RWE

    "Der Energiekonzern RWE steht kurz davor, das Gezerre in der Großen Koalition um die geplante Kohleabgabe für sich zu entscheiden. Der Nachlass beim Klimabeitrag für die Energiewirtschaft von 22 Millionen auf 16 Millionen Tonnen weniger CO2-Ausstoß zusätzlich bis 2020 zeigt die Taschenspieler-Tricks, mit denen die Bundesregierung Energie- und Klimapolitik betreibt. Die Kosten für die Lex Terium von RWE tragen am Ende des Tages die Verbraucher und das Klima", kommentiert Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Medienberichte zur Neugestaltung des Klimabeitrages der Energiewirtschaft.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • Hamburg: Netz-Plebiszid wartet auf volle Realisierung

    Zum Stand der Auseinandersetzung um die Umsetzung des Volksentscheids

    Ist der Volksentscheid über die Rekommunalisierung der Energienetze eigentlich inzwischen umgesetzt? Nein ist er nicht, beziehungsweise nur zu einem kleinen Teil. Aber der Reihe nach: Am 22.9.2013 fand in Hamburg, am Tag der Bundestagswahl, ein Volksentscheid (VE) über folgende Forderung statt: Senat und Bürgerschaft unternehmen fristgerecht alle notwendigen und zulässigen Schritte, um die Hamburger  Strom-, Fernwärme- und Gasleitungsnetze 2015 wieder vollständig in die Öffentliche Hand zu übernehmen. Verbindliches Ziel ist eine sozial gerechte, klimaverträgliche und demokratisch kontrollierte Energieversorgung aus erneuerbaren Energien.

    Tschüß Vattenfall (Foto: Udo Schuldt)

  • Ignoranz schadet meist

    Misere der Energiekonzerne ist selbstgemacht

    Hamburg. Die prekäre Lage der vier großen Stromkonzerne RWE, Eon, Vattenfall und EnBW ist gravierenden und anhaltenden Managementfehlern geschuldet, nicht primär der Energiewende.Dies ist das Ergebnis einer umfangreichen Analyse von Prof. Dr. Heinz-Josef Bontrup und Prof. Dr. Ralf-Michael Marquardt von der Westfälischen Hochschule in Recklinghausen im Auftrag der unabhängigen Umweltorganisation Greenpeace. Die großen Energieversorger stehen doppelt unter Druck. Im früheren Kerngeschäft Stromerzeugung und -vertrieb verlieren sie kontinuierlich Marktanteile. Im Zukunftsgeschäft mit den Erneuerbaren Energien stehen ihnen schlagkräftige neue Konkurrenten gegenüber. „Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel darf den Stromkonzernen nicht mit weiteren Subventionen wie Kapazitätsmärkten unter die Arme greifen. Die größte Hilfe für den Strommarkt und gleichzeitig für Deutschlands Klimapolitik ist ein geordneter, schrittweiser Kohleausstieg“, so Greenpeace-Energieexperte Tobias Austrup.

    KoKW Moorburg
    Der Wert konventioneller Kraftwerke - wie hier des KoKW Moorburg - ist im Sinken begriffen (Foto: © Ajepbah; Lizenz CC-BY-SA-3.0-DE)
  • Kapazitätsmärkte sind überflüssig

    Stellungnahme zum Grünbuch des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)

    In seiner Stellungnahme zum Grünbuch des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) ausdrücklich die Ablehnung von Kapazitätsmärkten und die Einführung einer Kapazitätsreserve. „Angesichts hoher Überkapazitäten in Deutschland und Europa teilen wir die Skepsis der Bundesregierung gegenüber Kapazitätsmärkten“, sagt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des BEE. Oft werde übersehen, dass allein in Deutschland Kraftwerke mit einer Leistung von 3,6 GW eingemottet sind, die jederzeit eingewechselt werden können, sobald Kernkraftwerke oder alte Kohlekraftwerke vom Netz gehen.

    BEE
    (Grafik: © BEE)

  • Klage gegen #AKW Hinkley Point

    Weiterer Kläger gegen Beihilfen für Atomkraftwerk Hinkley Point C 

    "oekostrom AG" schließt sich Klage von Greenpeace Energy an

    Hamburg. Energieanbieter aus Deutschland und Österreich wollen gemeinsam gegen britische Subventionen für das geplante Atomkraftwerk Hinkley Point C klagen. Nachdem Anfang März der Hamburger Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy ankündigte, eine entsprechende Nichtigkeitsklage vor dem zuständigen EU-Gericht einzureichen, hat heute auch die oekostrom AG aus Österreich ihre Klageabsicht bekanntgegeben. Die oekostrom AG, ebenfalls Anbieter von hundertprozentigem Ökostrom und Verfechter einer grünen Energiezukunft, sieht wie Greenpeace Energy in der Genehmigung der Beihilfen durch die EU-Kommission einen Verstoß gegen das europäische Wettbewerbsrecht. Dies dürfe kein Modell werden für weitere geplante AKW-Projekte, etwa in Ungarn und Tschechien.

    Hinkley Point A
    Bereits in Betrieb befindlicher Block des AKW Hinkley Point. Nach dem Willen des Betreibers soll noch ein Block C hinzukommen. (Foto: Roger Cornfoot; Lizenz: CC-BY-SA-2.0)

  • Klima-Trendwende in China

    Germanwatch begrüßt Vorlage der offiziellen chinesischen Klimaziele

    Bonn/Berlin. Gestern hat China offiziell sein Klimaziel für das Weltklimaabkommen eingereicht, das im Dezember in Paris verabschiedet werden soll. China will den Höhepunkt der Emissionen spätestens gegen 2030 erreichen. Bei der Vorstellung des Ziels hat der chinesische Premier Li Keqiang unterstrichen, dass dies möglichst deutlich früher geschehen soll. Außerdem will das Land den Anteil nicht-fossiler Energien bis 2030 auf 20 Prozent erhöhen, die Emissionsintensität der chinesischen Wirtschaft weiter vermindern und ein großes Aufforstungsprogramm durchführen.

    Verbotene Stadt im Smog
    Die "Verbotene Stadt" in Peking im Smog (Foto: Public Domain)

  • Klimaneutrale Energieversorgung ist selbst bei Extremwetter möglich!

    Forscherinnen zeigen, wie auch bei Extremwetter eine klimaneutrale Energieversorgung möglich ist

    Ergebnisse sind im Gutachterbericht „Klimaneutralität 2045 – Transformation der Verbrauchssektoren und des Energiesystems“ des Energiewirtschaftlichen Instituts veröffentlicht

    In einem klimaneutralen Energiesystem, bei dem Öl- und Gasheizungen unter anderem durch Wärmepumpen ersetzt sind, wird deutlich mehr Strom benötigt, gerade bei niedrigen Temperaturen. Gleichzeitig hängt die Stromerzeugung zunehmend vom Wetter ab, weil ein deutlich höherer Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien (EE) produziert wird. Forscherinnen der Universität zu Köln haben im Rahmen einer aktuellen Studie aufgezeigt, wie in einem solchen klimaneutralen Energiesystem die Versorgungssicherheit dennoch gewährleistet werden kann - auch in Extremwettersituationen. Mithilfe von Wetter- und Kraftwerkseinsatzmodellen untersuchten die beiden Doktorandinnen Linh Ho und Berit Hanna Czock sowie Juniorprofessorin Dr. Stephanie Fiedler die Zuverlässigkeit der Stromversorgung bei steigenden EE-Anteilen in besonders extremen Wetterperioden.

    Virtuelles Kraftwerk
    Im Falle einer Dunkelflaute könnte hier Biogas zur Stromerzeugung eingesetzt werden (Foto: Udo Schuldt)

  • Klimaschutz und Unabhängigkeit vor Ort mit Regionalstrom

    Die Zahl der erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen steigt stetig. Insbesondere in ländlicheren Regionen ist dieser Wandel sehr sichtbar. Doch direkt davon profitieren können Stromkunden vor Ort oft nicht. Der Strom wird einfach ins Netz eingespeist, im Rahmen des EEG vergütet und zahlt lediglich auf den nationalen erneuerbaren Energiemix ein. Direkt vom Nachbarn beziehen lässt sich der Strom in der Regel nicht. Oder doch?

    Solarenergie vom Nachbarn
    Dieser Erzeuger könnte seine Nachbarn gut mit versorgen (Foto: Udo Schuldt)

  • Klimaziel erreichbar, mit nur 20 Prozent mehr Windenergieanlagen

    Die Hochwasser-Katastrophe aus der vergangenen Woche, die zu massiven Zerstörungen und viel Leid in Teilen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen führte, hat bundesweit zu einer Debatte über schnellere Klimaschutz-Maßnahmen geführt. Im Gespräch ist nicht nur ein vorzeitiger Ausstieg aus der Kohleverstromung, sondern auch die notwendige Steigerung beim Bau neuer Windenergieanlagen.

    WEA 2015
    Windenergieanlagen in einem Industriegebiet (Symbolbild, Foto: Udo Schuldt)

  • Koalitionsvertrag: Die Energiewende ist zurück

    BEE begrüßt Ampelvereinbarungen

    Berlin. Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) begrüßt die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags der Ampelparteien zur Energie- und Klimapolitik.

    „Klimaschutz zieht sich als Querschnittsthema durch alle Bereiche und die Energiewende ist als maßgeblicher Klimaschutz- und Konjunkturmotor in allen Sektoren erkannt, das gilt es nun zügig in dem angekündigten Klimaschutz-Sofortprogramm mit allen notwendigen Gesetzen, Verordnungen und Maßnahmen umzusetzen. Klimaneutralität soll ‚unter konsequenter Nutzung der eigenen Potenziale Erneuerbarer Energien‘ erreicht und der Erneuerbaren-Ausbau zu einer neuen Mission unter Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger gemacht werden. Das kommt einem Neustart in der Energiepolitik gleich. Damit findet die neue Regierung zu einer schmerzlich vermissten Ernsthaftigkeit zurück und will Herausforderungen anpacken. Einer ambitionierten Energiewende 2.0 und erheblichen Investitionen in saubere Technologien mit enormen Chancen für den Wirtschaftsstandort steht jetzt nichts mehr im Weg“, so BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter.

    Solaranlagen auf Scheunendächern
    Scheunendächer bieten oft viel Platz für Photovoltaik-Solarenergie-Anlagen (Foto: Udo Schuldt)

  • Mehr elektrischer Strom aus effizienteren Solarzellen

    Photonen-Recycling – der Schlüssel zu hochwirksamen Perowskit-Solarzellen

    Forschende der TU Dresden haben in Kooperation mit Teams der Seoul National University (SNU) und der Korea University (KU) die wichtige Rolle der Wiederverwendung von Photonen (bekannt als "Photonenrecycling") und von Lichtstreuungseffekten in Perowskit-Solarzellen und damit einen Weg zu einer hocheffizienten Solarenergieumwandlung gezeigt. Die Studie wurde in der renommierten Fachzeitschrift "Science Advances" veröffentlicht.

    SolarzelleZusätzliche Lichtemission wird durch wiederholtes Recycling eingefangener Photonen in Perowskiten erreicht (Foto © Dr. Changsoon Cho)

  • Mehr Mittel für #Klimaschutz in Entwicklungsländern

    Deutschland, Großbritannien, Dänemark und die Europäische Kommission stellen weitere Mittel zur Minderung von Treibhausgasemissionen in Entwicklungs- und Schwellenländern zur Verfügung. Das Bundesumweltministerium, das britische Ministerium für Energie und Klimawandel, das dänische Ministerium für Klima, Energie und Bau und die Europäische Kommission rufen dazu auf, neue Projektvorschläge für die Finanzierung von Klimaschutzprojekten in Entwicklungsländern einzureichen. Dafür stehen beim 3. Wettbewerb rund 85 Millionen Euro zur Verfügung. Projektvorschläge können bis zum 15. Juli 2015 eingereicht werden.

    Darling South Africa wind turbines
    Windpark in Südafrika (Foto: Kalle Pihlajasaari; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • Mit auf Wasserstoff basierenden E-Fuels verbraucht ein Pkw mit Verbrennungsmotor fünfmal mehr Energie als ein Elektroauto

    Wasserstoff statt Elektrifizierung? Chancen und Risiken für Klimaziele

    Wasserstoff basierte Brennstoffe sollten vor allem in Sektoren wie der Luftfahrt oder industriellen Prozessen eingesetzt werden, die nicht elektrifiziert werden können. Ihre Herstellung ist zu ineffizient, zu kostspielig, und ihre Verfügbarkeit zu unsicher, um damit fossile Brennstoffe auf breiter Front zu ersetzen – etwa in Autos oder beim Heizen von Gebäuden. Das zeigt eine neue Studie. Für die meisten Sektoren ist die direkte Nutzung von Elektrizität wirtschaftlich sinnvoller. Setzt man in erster Linie auf Brennstoffe auf Wasserstoffbasis statt Elektrifizierung und behält Verbrennungstechnologien bei, könnte eine Verlängerung der Abhängigkeit von fossilen Energien drohen.

    Wasserstoffbus
    Wasserstoffbus der Hamburg Hochbahn, vor der Wasserstofftankstelle, im Jahr 2009 (Foto: Udo Schuldt)