#Extremwetter

  • "Hölle und Sintflut"

    Sintflutartige Regenfälle und höllische Wald-und Buschbrände werden häufiger

    Von den Klimawissenschaftlern wurde es vorausgesagt. Die menschengemachte Erderwärmung führt zu vermehrten Extremwetterereignissen. Die Wahrnehmung, dass diese in den letzten Jahren häufiger auftreten trügt nicht. Während im Sommer 2017 in Nordeuropa extreme Regenfälle niedergehen kämpft man in Südeuropa vielerorts gegen Wald- und Buschbrände.

    Geleise unterspült
    Durch Starkregen unterspülte Gleise der Bahnlinie zwischen Neckarsulm und Bad Friedrichshall im Mai 2016 (Foto: Public Domain)

  • Auswirkungen tropischer Wirbelstürme reduzieren

    Der doppelte Nutzen von Klimaschutz durch Begrenzung und Verzögerung der globalen Erwärmung

    Die Erhöhung von einem auf zwei Grad Celsius globale Erwärmung könnte dazu führen, dass ca. 25 Prozent mehr Menschen durch tropische Wirbelstürme gefährdet sind, so das Ergebnis einer neuen Studie. Schon heute gehören Wirbelstürme und Taifune zu den schlimmsten Naturkatastrophen weltweit und bedrohen potenziell etwa 150 Millionen Menschen pro Jahr. Zusätzlich zum Klimawandel trägt das Bevölkerungswachstum dazu bei, dass die Gefährdung durch tropische Wirbelstürme weiter zunimmt, insbesondere in den Küstengebieten ostafrikanischer Länder und der USA. Gleichzeitig bietet die gekoppelte Berücksichtigung von Klimawandelfolgen und Bevölkerungswachstum ein ungenutztes Potenzial zum Schutz einer sich wandelnden Weltbevölkerung.

    Hope Town Hurricane Dorian
    Zerstörungen durch Hurrikan Dorian auf den Bahamas 2019 (Foto: Public Domain)

  • Beobachtungsdaten zeigen beispiellosen Anstieg von Hitzerekorden und Extremregen

    Die Häufigkeit monatlicher Hitzerekorde hat in den letzten zehn Jahren um das 90-fache zugenommen +++ einer von vier Tages-Regenrekorden ist bereits auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen +++ scheinbar geringe zusätzliche Erwärmung hat die Klimaextreme erheblich zunehmen lassen.

    Die Häufigkeit monatlicher Hitzerekorde hat in den letzten zehn Jahren um das 90-fache zugenommen, im Vergleich zu 1951-1980. Das haben Forschende in Beobachtungsdaten festgestellt. Die monatlichen so genannten 3-Sigma-Ereignisse – Hitzewellen, die stark von dem abweichen, was in einer bestimmten Region normal ist – betreffen inzwischen im Durchschnitt etwa 9 Prozent der gesamten Landfläche. Auch Regenextreme haben zugenommen; im Durchschnitt kann einer von vier rekordhohen Tagesniederschlägen im letzten Jahrzehnt auf den Klimawandel zurückgeführt werden. Schon heute sind Extremereignisse, die mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel zusammenhängen, auf einem noch nie dagewesenen Niveau, erklären die Forschenden. Und sie erwarten eine weitere Zunahme.

    California Dry Riverbed 2009
    "Wichtig ist dabei, dass in bereits trockenen Regionen wie dem westlichen Nordamerika und Südafrika ein Rückgang rekordstarker Regenfälle zu verzeichnen ist..." (ausgetrocknetes Flussbett in Kalifornien 2009, Foto: Public Domain)

  • Die Kinder von heute werden zwei- bis siebenmal mehr Extreme erleben als ihre Großeltern

    Die Kinder von heute werden viel stärker von Klimaextremen betroffen sein als die Erwachsenen von heute, das zeigen Forscherinnen und Forscher in der führenden wissenschaftlichen Zeitschrift Science. Ein Kind, das im Jahr 2021 geboren wird, wird im Laufe seines Lebens durchschnittlich doppelt so viele Waldbrände, zwei- bis dreimal so viele Dürren, fast dreimal so viele Flussüberschwemmungen und Ernteausfälle sowie siebenmal mehr Hitzewellen erleben als eine Person, die heute zum Beispiel 60 Jahre alt ist. Das ermittelten die Forschenden auf der Grundlage von Daten des Inter-Sectoral Impact Model Intercomparison Project (ISIMIP). Dies gilt für ein Szenario, das von den derzeitigen ungenügenden Zusagen der Regierungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen ausgeht, die auf dem bevorstehenden Weltklimagipfel COP26 in Glasgow ein Thema sein werden.

    Duerre Norddeutschland
    Trockenheit 2018: Vergleich von Norddeutschland und Dänemark zwischen dem 19. Juli 2017 und dem 24. Juli 2018 (Foto NASA: Public Domain)

  • Schockverstärkung

    Wirtschaftliche Schäden durch Wetterextreme können einander aufschaukeln  - weltweit

    Wetterextreme können Schockwellen entlang unserer Lieferketten verursachen. Wenn sie ungefähr zur gleichen Zeit auftreten, überlagern sich diese Wellen und können einander verstärken, so eine neue Studie - selbst wenn die Wetterextreme an völlig unterschiedlichen Orten der Welt auftreten. Die daraus resultierenden wirtschaftlichen Verluste sind größer als die Schadenssumme der Einzelereignisse, wie die Forscher in Computersimulationen zeigen. Reiche Länder sind dabei den Berechnungen zufolge stärker betroffen als arme. Wetterextreme nehmen weltweit zu, weil wir durch die Verbrennung von Kohle, Gas und Öl Treibhausgase ausstoßen. Jetzt zeigt sich, dass die wirtschaftlichen Wirkungen größer werden können als bisher angenommen.

    Hochwasser Altenahr Kreuzberg
    Hochwasser in Altenahr Kreuzberg, Juli 2021 (Foto: Public Domain)