#Klima

  • Rückgang Photovoltaik

    Bundesregierung rockt Solar-Zubau

    „Der Niedergang der Photovoltaik-Ausbaus ist eine Niederlage der Bundesregierung, die ihre Ausbauziele deutlich verfehlt“, so Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE. zu den neuesten Zahlen der Bundesnetzagentur. Demnach sind in den vergangenen 12 Monaten nur 1,4 Gigawatt Photovoltaik zugebaut worden, angestrebt wird hingegen ein Zubaukorridor zwischen 2,4 und 2,6 Gigawatt jährlich. In der nun gemeldeten Zahl von 1,4 Gigawatt sind Nachmeldungen einbezogen worden, sonst ist der Zubau sogar noch geringer.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • Staaten müssen Treibhausgas-Emissionen massiv verringern

    UN-Bericht: Druck für bessere Klimaziele 2030 wächst enorm

    Insbesondere große Emittenten wie USA, Japan und China müssen in den kommenden Monaten liefern – aber auch Staaten wie Indien oder Indonesien stehen in der Verantwortung.

    Bonn, 26. Feb. 2021. Die kommenden Monate sind nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch entscheidend dafür, ob das globale Wettrennen zu Netto-Null-Emissionen 2050 in Fahrt kommt. Das Nachschärfen der Klimapläne der Staaten für 2030 ist dafür der Lackmustest. Nach dem heute erschienenen Synthesebericht der Klimarahmenkonvention UNFCCC reichen die bisherigen Klimapläne – inklusive der bereits verbesserten - in der Summe bisher lediglich aus, um die Emissionen bis 2030 knapp unter die Emissionsmenge des Jahres 2010 zu drücken. Der Weltklimarat IPCC hält hingegen ungefähr eine Halbierung der Emissionen in diesem Zeitraum für nötig, um den globalen Temperaturanstieg auf maximal 1,5 Grad zu stabilisieren.

    Windenergie
    Zum Beispiel: Klimaschutz durch erneuerbare Energien (Foto: Udo Schuldt)
  • Treibhausgas-Emissionen - 2020 Report

    2019: 1,1 % Wachstum bei den weltweiten Treibhausgas-Emissionen

    In 2019, dem zweitwärmsten Jahr seit Beginn der weltweiten Temperaturaufzeichnungen, und einem Jahr mit einem ökonomischen Wachstum von 2,8 %, stiegen die globalen Treibhausgas-Emissionen weiter um 1,1 % an. Der Anstieg war damit um einen halben Prozentpunkt niedriger als der Durchschnitt der Jahre seit 2012. Die Emissionen erhöhten sich somit auf 52,4 Gigatonnen CO2-Äquivalente (CO2 eq), ohne Berücksichtigung der Landnutzungsänderungen (LULUCF). Ursache hierfür war hauptsächlich der CO2-Anstieg um 0,9 Prozent und der Methan-Anstieg (CH4-Anstieg) um 1,3 %. Mit einem Anteil von 73 % CO2 und 19 % CH4 bildeten diese Gase den Löwenanteil der weltweiten Treibhausgas-Emissionen.

    Die anderen, in der UN Klimarahmenkonvention beschriebenen Treibhausgase, sind Distickstoffmonoxid (N2O) mit 6 % Anteil und fluorierte Gase (F-Gase) mit einem Anteil von 3 % an den Emissionen. Sie wuchsen 2019 um 0,8 % (N2O) bzw. 3,8 % (F-Gase) an. Obwohl das Emissions-Wachstum der gesamten Treibhausgas-Emissionen nur halb so stark war wie 2018, lag es mit 1,1 % Zunahme dennoch im Durchschnitt der Jahre von 2012 bis 2019 (ohne LULUCF) und um 59 % höher als 1990 und 44 % höher als 2000 (siehe Grafik).

    Dies sind die Haupt-Schlussfolgerungen des 2020er Reports "Trends in global CO2 and greenhouse gas emissions" herausgegeben von der niederländischen Agentur für Umweltdaten (PBL Netherlands Environmental Assessment Agency). Dieser Report ist der umfassendste bezüglich der Treibhausgas-Emissionen bis einschließlich 2019, weil er detaillierte Informationen aller relevantenTreibhausgase bereitstellt, nicht nur für CO2.

    Greenhouse gas emissions 2019

  • Ungewissheit gekonnt vermitteln

    Hatten Sie schon irgendwann einmal Probleme damit, die Unsicherheiten beim Thema Klimawandel zu vermitteln? Sind sie frustriert über die Klima-Zweifler, die diese - in jedem komplexen wissenschaftlichen Gebiet vorkommende - Ungewissheit als Rechtfertigung ausnutzen, um politische Antworten hinauszuzögern? Dann ist “Ungewissheit gekonnt vermitteln” der richtige Ratgeber für Sie. Es ist die deutsche Übersetzung des “Uncertainty Handbook”, das im letzten Jahr als Gemeinschaftsarbeit der Universität Bristol und Climate Outreach veröffentlicht wurde. Der Ratgeber wurde von Dr. Adam Corner (Climate Outreach), Professor Stephan Lewandowsky (Universität Bristol), Dr Mary Phillips (Universität Bristol) and Olga Roberts (Climate Outreach) geschrieben. Sie sind alle Experten in ihrem Gebiet und haben Erfahrung mit der Rolle, die Unsicherheiten beim Thema Klimawandel spielen oder wie man sie am besten vermittelt.

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  • Unsinn made in USA - z.B. vom Heartland Institute

    Vorbemerkung: Das Heartland Institute ist eine libertäre Denkfabrik in den USA, die den von uns verursachten Klimawandel vehement abstreitet. In Deutschland eifert ihnen "EIKE" - das "Europäische Institut für Klima und Energie" nach und zwar mit den gleichen falschen Behauptungen, wie in EIKES aktuellen Verlautbarungen nachzulesen ist.

    In Briefkästen vieler Lehrer, die in den USA naturwissenschaftliche Fächer unterrichten, landete in letzter Zeit ein Pamphlet vom Heartland Institute mit dem Titel "Warum sich Wissenschaftler bei der globalen Erwärmung nicht einig sind." Die Lüge im Titel gibt bereits eine gute Vorschau auf den Inhalt des Buchs. Die zahlreichen spezifischen Mängel dieser nadelstichartigen Attacken auf den wissenschaftlichen Konsens verschleiern den grundsätzlichen Fehler: das Fehlen einer in sich stimmigen Erklärung der Klimadaten.

    heartland word cloud

    Ein Wortkessel ist noch keine Geschichte.(Diese Wörter stammen aus dem Heartland Pamphlet.)

  • Verkehr der Zukunft?

    Leistungsstarkes Lastenfahrrad – neu gedacht und leichtgemacht

    In nur drei Monaten haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer LBF am Beispiel eines Lastenfahrrades gezeigt, welche Leichtbaupotenziale in diesen urbanen Vehikeln stecken. Sie fanden neue Möglichkeiten, die sichere Nutzung elektrisch unterstützter Lastenfahrräder zu verbessern und die Reichweite der Fahrzeuge zu erhöhen. So wurden am Vorderwagen eines Zweispurlastenrades durch eine neue Rahmenkonstruktion ein Drittel des Gewichts eingespart. Die Batterie wurde neu gedacht, die Kapazität erhöht und das Gehäuse durch die direkte Integration in den Rahmen eingespart. Bei den »Fraunhofer Solutions Days« präsentiert das Forscher-Team am 29. Oktober 2020 weitere Entwicklungen.

    LBF Lastenfahrrad
    Leicht, intelligent, stylisch: Das »LastenLeichtBauFahrrad« (L-LBF) zeigt das Potenzial des funktionsintegrierten Leichtbaus für die Mobilität (Foto: © Ursula Raapke, Fraunhofer LBF)
  • Warten auf das Lima-Momentum

    Mein Tagebuch vom Klimagipfel

    Logo

    Tag 3: Donnerstag, 11. Dezember 2014: Ein Tag im Zeichen von Yasuní

    Gestern habe ich noch eine halbe Stunde nach Mitternacht am Klimakonferenz-Tagebuch geschrieben. In Deutschland ging da schon langsam die Sonne auf, sechs Stunden Zeitverschiebung liegen zwischen Ingolstadt und Lima. Gestern Abend noch ein Treffen mit den Klimazeugen, auf die Beine gestellt von Brot für die Welt, direkt am Pazifikufer, in einem kleinen Lokal. Die kalte Meeresbrise lässt mich für eine Minute vergessen, dass ich in einer Neun-Millionen-Metropole bin. Für mich ist der Austausch mit den Menschen aus aller Welt ein besonderes Highlight. Sie erzählen uns von ihren existenziellen Nöten, von Dürren, Hunger, Überschwemmungen und Stürmen. Der Klimawandel wird damit konkret, direkt greifbar und gibt mir Mut, weiter zu machen. Denn immer wieder sind die alljährlichen Klimakonferenzen mehr als ernüchternd, was Kraft kostet, sich weiter auf dieser Ebene gegen die Erderwärmung einzusetzen.

    Rede von Umweltministerin Henricks
    Umweltministerin Barbara Hendricks spricht vor kaum besuchter Vollversammlung. (Foto: © privat)
  • Was hat den Dinosauriern den Garaus gemacht?

    Eine Kriminalgeschichte...

    Wissenschaftler haben jede Menge kriminaltechnische Beweise zusammengetragen - von hoch aufgelösten Zeitscheiben der Erdgeschichte bis zu mikroskopisch kleinen Fossilien - um den Mörder der Dinosaurier anzuklagen. Ihre Anklageschrift hält besorgniserregende Schlussfolgerungen für uns parat. Jeder weiß, dass die Dinosaurier - zusammen mit ungefähr 70% aller Arten - durch einen riesigen, in Mexiko einschlagenden Asteroiden ausgelöscht wurden, korrekt? Aber halt, nicht so schnell. Wie bei jedem guten Krimi brachten weitere, kontinuierlich hinzukommende Beweise und einige große neue Enthüllungen einen weiteren Verdächtigen ins Spiel - steckten die beiden unter einer Decke oder war einer von ihnen unschuldig?

    Dead dino

    Verdächtiger A - der Einschlag

    Unser erster Verdächtiger ist der Einschlag eines Asteroiden an einem Ort namens Chicxulub in Mexiko.

  • Willkommen im Pliozän

    Die ganze Geschichte in einer Tabelle...

    Die folgende Grafik (klicken Sie darauf für eine große Version) wurde aus einer Tabelle in den ergänzenden Informationen einer neu veröffentlichten Studie in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) adaptiert. "Trajectories of the Earth System in the Anthropocene", so der Titel der Studie (übersetzt ungefähr "Mögliche zukünftige Entwicklungen des Erdsystems im Anthropozän"), betrachtet mehrere Klimazustände - das heutige Klima, das mittlere Holozän, die relativ warme Eem-Warmzeit und, etwas weiter zurück in die geologische Zeit, das mittlere Pliozän und das mittlere Miozän.Die Daten stammen aus Paläoklima-Studien. Die rechte Spalte bewertet unsere Chancen, unser Klima in diesen Zuständen in den kommenden Jahrzehnten zu stabilisieren. In einigen Fällen ist es schon zu spät - wir sind über die physikalischen Parameter, die ein solches Klima unterstützen, hinausgegangen:

    SteffenTabelleS1

    Daten:atmosphärisches CO2, Temperaturanomalie relativ zur vorindustriellen Ära und Meeresspiegel relativ zu jetzt gemessenen sowie aus Paläoklimaaufzeichnungen. Die von "jg" erstellte Grafik basiert auf Tabelle S1 aus dem hier verfügbaren Abschnitt der ergänzenden Informationen zur Studie. Die Datenquellen sind dort vollständig referenziert.

  • Zu behaupten, Klimaforscher seien hinter dem Geld her, ist absurd!

    Wenn Sie die Kommentare zu praktisch jedem Artikel über den Klimawandel lesen, wird es nicht lange dauern, bis Sie einen (oder mehrere!) Kommentatoren finden, die kühn behaupten, dass "Klimawissenschaftler sich nur wegen des Geldes damit beschäftigen". Dabei erwähnen sie oft unverschämt hohe Geldbeträge, um wirklich jedermann auf die Palme zu bringen, aber ohne echte Beweise für ihre Behauptung zu liefern.

    Dieser Artikel ist eine Sammlung von Links, die Sie verwenden können, um dieser unbegründeten Behauptung entgegenzuwirken, wenn sie irgendwo auftaucht. Einige sind Blog-Posts, andere sind Videos, während andere aus Social Media-Postings stammen.

    Noch ein Hinweis zur deutschen Übersetzung: wir haben uns bemüht, die Zitate möglichst genau wiederzugeben. Maßgeblich sind aber die Originalzitate. Außerdem gehen die Links und Videos zu englischsprachigen Inhalten.

    Video

    Eine der besten Erklärungen, weshalb die Behauptung total absurd ist, ist in einem Interview mit Richard Alley enthalten:

      

    Viele der für Denial101x befragten Wissenschaftler, erklären in den Interviews, weshalb sie machen was sie machen und dass es nichts mit Geld zu tun hat (was für eine Überraschung!). Diese Experten-Interviews stehen in dieser Wakelet-Sammlung zur Verfügung: Denial101x Expert Interviews