#Klimaschutz

  • Moorschutz ist Klimaschutz

    Bundesumweltministerium (BMU) veröffentlicht Nationale Moorschutzstrategie +++ BUND: Die Richtung stimmt, aber die Vorgehensweise ist noch zu zaghaft

    Das Bundesumweltministerium hat erstmals eine Nationale Moorschutzstrategie veröffentlicht. Sie enthält die Grundsätze, Ziele und Maßnahmen, die für einen erfolgreichen Moorschutz auf Bundesebene erforderlich sind. Rund sieben Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen entweichen aus entwässerten Moorböden. Durch die Entwässerung ist auch die für Moorgebiete typische Artenvielfalt stark bedroht. Daher ist ein ambitionierter Moorschutz wichtig: für Klimaschutz und Biodiversität, für die Klimaanpassung und für eine nachhaltige Landwirtschaft.

    Moorlandschaft
    Moorlandschaft bei Hamburg (Foto: Udo Schuldt)

  • Nach Pariser Klimavertrag buckelt GroKo weiter vor Wirtschaftslobby

    Auch 100 Tage nach dem Klimaabkommen von Paris sind bei der Bundesregierung keine Anzeichen zu erkennen, dass Deutschland als größter Klimasünder in der Europäischen Union neue und angemessene Anstrengungen unternimmt, das völkerrechtlich verbindliche Ziel, die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius - möglichst auf 1,5 Grad - zu begrenzen. Stattdessen wackeln die nationalen Klimaschutzziele, und auch in Brüssel setzt sich das sonst so durchsetzungsstarke Berlin nicht für eine notwendige Verschärfung der viel zu schwachen EU-Klimaziele ein“, erklärt Eva Bulling-Schröter, klima- und energiepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den 21. März, an dem 100 Tage nach dem Abkommen vergangen sind.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • Nachhaltiges #Bauen

    Wann ist ein Haus ein Ökohaus?

    Umweltfreundliches Bauen, Energiesparhaus, Massivhaus oder Ökohaus – auf dem Immobilienmarkt werden Wohngebäude mit wohlklingenden Begriffen beworben, die sich klaren Kriterien entziehen. Wie lässt sich das Ökohaus definieren?


    Frankfurt Bockenheim Ökohaus, Kasseler Straße (Foto: Public Domain)

  • Nachhaltigkeitsrat stellt Petition zur Diskussion

    Ökologische Mehrwertsteuer wäre wettbewerbsfreundlich und EU-weit möglich

    Bio-Lebensmittel, öko-fair erzeugte und gehandelte Kleidung, Ökostrom und damit fahrende Züge, aber auch besonders energiesparende Haushaltsgeräte – all dies belastet die Umwelt weit weniger als konventionelle Produkte und Dienstleistungen. Die von Frithjof Rittberger initiierte Petition sieht vor, den für Produkte der Daseinsvorsorge verminderten Mehrwertsteuersatz für solche nachhaltigen Produkte zu reservieren und Umweltbelastendes nicht länger steuerlich zu subventionieren.

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    (Grafik: Pixabay.com)

  • Neuer Global Trends Report

    Weltweite Investitionen in Erneuerbare Energien stark gestiegen

    Die weltweiten Investitionen in Erneuerbare Energien sind um 17 Prozent auf 270 Milliarden US-Dollar gestiegen. Vor allem Solaranlagen in China und Japan sowie Rekordinvestitionen in Offshore-Windprojekte in Europa treiben die Investitionen an. Deutschland verzeichnet nur einen geringen Anstieg der Investitionen und kann aus den frühen Erfolgen bisher keine nachhaltige Führungsrolle entwickeln.

    Solaranlagen
    (Foto: Udo Schuldt)

  • Neuer Klimaschutz-Index

    Noch kein Land gut genug - EU steht am Scheideweg

    Vor EU-Klimaziel-Gipfel erscheint neue Rangliste der 58 emissionsstärksten Staaten:

    • Sieben EU-Staaten und EU selbst erhalten Note "gut" im Klimaschutz - aber auch fünf EU-Staaten in schlechtester Kategorie.

    • Deutschland leicht verbessert im oberen Mittelfeld.

    Paris Agreement
    Jubel über das Zustandekommen des Klimaschutz-Übereinkommens von Paris, kurz vor dem Ende der Konferenz am 12.12.2015. Heute ist noch immer kein Land auf einem Pfad zu den Pariser Klimazielen. (Foto: UNclimatechange,  Lizenz: CC BY 2.0)
  • Neuer Report der Europäischen #Umwelt Agentur

    Vierhundertvierzigtausend zusätzliche Todesfälle durch Feinstaub und Lärm in Europa - pro Jahr

    Liest man die Presseerklärung der Europäischen Umweltagentur (EUA), zu ihrem neuen Umweltbericht, ist man zunächst geneigt zu glauben, dass alles gut läuft, denn am Anfang werden Erfolge gewürdigt. Aber schon bald darauf entsteht beim Leser der Eindruck, dass mit einem dicken Honigquast den Kommissaren und Staatsregierungen Honig um den Mund geschmiert wird. Vom Umweltbundesamt kennen wir das anders, das ist da wesentlich unverblümter. Die EUA bezieht sich besonders auf den Wohlstand der Nationen, statt auf die Umwelt und Gesundheit der Menschen. Ist es sehr abwegig anzunehmen, dass dies geschieht, weil Umwelt und Gesundheit einen niedrigen Stellenwert in der EU hat und Wachstum und Wohlstand einen viel höheren? Am Ende kommt aber auch die EUA nicht umhin die Probleme zu beschreiben, die immer noch immens sind. Aber lesen Sie selbst. Es folgt der Text der Europäischen Umweltagentur, der vor zwei Tagen veröffentlicht wurde:

    EEA Grafik
    (Grafik © EEA, Keith Arkins, Alexander Goranov)

  • Neues Netzwerk für Nachhaltigkeit geht an die Arbeit

    Rengy4all ist ein virtuelles Netzwerk für den Wissensaustausch und die Förderung innovativer und nachhaltiger Projekte. Zentral steht dabei der Aspekt der Demokratie: Rengy4all will eine Community schaffen, die aktiv in die Gestaltung der Stiftung eingebunden ist und sich parallel an der Entscheidungsfindung beteiligt. Dazu gehört beispielsweise die Frage, welche wohltätigen Projekte und Ideen unterstützt werden sollen und auf welche Weise. rengy4all bedeutet gemeinschaftliches Arbeiten, d.h. kollektiver Einsatz für ein spannendes und zukunftsweisendes Projekt. Dabei dreht sich alles um das Thema Nachhaltigkeit - mit speziellem Blick auf erneuerbare Energien und Wassermanagement.

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    (Grafik: © rengy4all)

  • Nobelpreisträger rufen zum Klimaschutz auf

    Anlässlich des Abschlusstags der 65. Lindauer Nobelpreisträgertagung präsentierten und unterzeichneten am heutigen Freitag, den 3. Juli auf der Bodenseeinsel Mainau über 30 Nobelpreisträger eine Deklaration zum Klimawandel. In dieser „Mainauer Deklaration 2015“ heißt es, „dass die Nationen der Welt die Chance der UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 nutzen und entschlossen handeln müssen, um die künftigen Emissionen weltweit zu begrenzen“. Anlässlich der 21. UN-Klimakonferenz soll eine neue internationale Klimaschutz-Vereinbarung in Nachfolge des Kyoto-Protokolls verabschiedet werden.

    Nobelpreisträger
    (Foto: © Lindau Nobel Laureate Meetings)

  • Nobelpreisträgersymposium zum Klimawandel

    Städte können am effektivsten zum Klimaschutz beitragen

    Nobelpreisträger aus aller Welt und aus vielen verschiedenen Fachrichtungen versammelten sich diese Woche in Hong Kong, um die Debatte über den Klimawandel auf eine neue Ebene zu heben. Zum ersten Mal trafen sie sich in Asien zu einem solchen Symposium. „4C: Changing Climate, Changing Cities“ lautet der Titel – denn um vier Grad Celsius, kurz 4C, kann die Erde sich bis Ende des Jahrhunderts aufheizen, wenn wir den Ausstoß von Treibhausgasen nicht stark verringern. Und vor allem in den Städten werde sich entscheiden, ob wir dem Klimawandel wirksam entgegen treten können, so die Nobelpreisträger in ihrem Abschluss-Memorandum.

    Victoria Harbour skyscrapersErstmals findet das Nobel Cause Symposium in Hong Kong statt. (Foto: Gemeinfrei)

  • Ohne die USA muss der Rest der Welt stärker beim Klimaschutz zusammenarbeiten

    Der US-Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen ist eine Bürde für die internationale Klimapolitik, aber nicht deren Ende. Den Paradigmenwechsel, der mit dem Paris Agreement eingeleitet wurde, wird auch Trump nicht revidieren können. Am Ende könnten die USA selbst als größter Verlierer dastehen. Für die internationalen Verhandlungen ist nun die Reaktion der Staatengemeinschaft entscheidend. Als Gastgeber des G20-Gipfels kommt Deutschland dabei eine entscheidende Rolle zu. Mittelfristig könnte der Schulterschluss mit ambitionierten Bundesstaaten – allen voran Kalifornien – den Schaden begrenzen.

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    Kohlekraftwerk in Wyoming/USA (Foto: Public Domain)

  • Paris-Abkommen als Brücke zur Einhaltung der 2-Grad-Grenze

    Die nationalen Länderbeiträge zu einem globalen Klimaabkommen reichen bislang zwar nicht aus, um die globale Erwärmung auf maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen – sie können jedoch zum Einstiegspunkt in eine kohlenstoffarme Wirtschaft werden, wenn das Pariser Abkommen einen Mechanismus zur Stärkung dieser Beiträge bis spätestens 2020 umfasst. Das zeigt ein neuer Bericht eines Konsortiums aus 16 internationalen Forschungsinstituten. Die Wissenschaftler liefern eine detaillierte Analyse des Umbaus des Energiesektors, der für die Umsetzung der INDC genannten Länderbeiträge (intended nationally determined contribution) notwendig wird, und untersuchen die Reichweite dieses Umbaus mit Blick auf die zwei-Grad-Leitplanke.
     
    INDC Projektion

    (Grafik: © PIK)
  • Petition für eine ökologische Mehrwertsteuerreform

    Nachhaltige Mehrwertsteuerreform - für eine ökologische Wende bei Nahrung, Energie, Verkehr und Produkteffizienz

    Steuern sind zum Steuern da - diese Chance bietet die Mehrwertsteuer ganz besonders, und sie gilt es zu nutzen. Ziel ist, dauerhaft faire marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen für Herstellung und Verbrauch nachhaltiger Produkte zu erreichen. Der verringerte Mehrwertsteuersatz soll, möglichst europaweit, ausschließlich auf nachhaltige Produkte und Dienstleistungen angewandt werden.

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    (Grafik: Pixabay.com)

  • Photovoltaics Report informiert über Fakten zur Solarenergie weltweit

    Seit zehn Jahren veröffentlicht das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, unterstützt durch die PSE Projects GmbH, regelmäßig den Photovoltaics Report, kurz PV Report. Dieser stellt die wichtigsten Fakten zur Photovoltaik in Deutschland, der Europäischen Union und weltweit zusammen und dokumentiert damit insbesondere die Entwicklung des Photovoltaikmarkts, der Solarzellen- und Moduleffizienz sowie der Preise in den letzten Jahrzehnten. Die neuste Ausgabe ist auf der Internetseite des Instituts frei zugänglich.

    Solarenergie Energetische Amortisation

    Die Energetische Amortisation (energy payback time), für Dachanlagen mit in China produzierten Siliciumsolarmodulen und einer Effizienz von 19,9 Prozent, liegt in Europa bei einem Jahr und ein bis drei Monaten. (Daten: Lorenz Friedrich, Fraunhofer ISE. Graphik: PSE 2020 © Fraunhofer ISE)

  • Projekt „Energiegründer“ sucht und veröffentlicht innovative Ideen

    RKW Kompetenzzentrum gibt der Energiewende ein Gesicht

    Mit der Website www.energiegruender.de macht das Projekt „Energiegründer“ des RKW Kompetenzzentrums seit September 2014 auf Gründungen im Bereich der erneuerbaren Energien aufmerksam und stellt auf der modern gestalteten Plattform bereits 28 Startups mit innovativen Ideen vor. Weitere Energiegründer haben noch immer die Gelegenheit, ihr Profil für die Seite einzureichen. Ziel ist es, ein stärkeres Bewusstsein für Energiegründer zu schaffen und die Gründeraktivitäten nachhaltig zu steigern. Unterstützt wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

    Neue Energie
    (Foto: Udo Schuldt)

  • Reform des EU-Emissionshandels

    RWI: Marktstabilitätsreserve ist nicht der Königsweg

    Die Europäische Kommission will den EU-Emissionshandel mit einer Marktstabilitätsreserve reformieren. Durch diese soll der Überschuss an Zertifikaten auf dem Markt reduziert und damit ein dauerhaft höheres Preisniveau erreicht werden. Eine aktuelle Analyse des RWI zeigt jedoch, dass diese politisch favorisierte Reformvariante nicht der Königsweg ist. Sinnvoller wäre es, den EU-Emissionshandel in seiner Reinform zu belassen und Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre durch einmalige Eingriffe zu beseitigen. Zusätzlich könnte die Emissionsobergrenze stärker abgesenkt werden, als bisher vorgesehen.


    Die deutsche Emissionshandelsstelle verwaltet den EU-Emissionshandel in Deutschland (Foto: Udo Schuldt) 

  • Regenwaldschutz funktioniert wie Tempokontrollen

    Effiziente Überwachung und angewandte Strafen wirken

    Die Vernichtung des brasilianischen Regenwaldes hat sich deutlich verlangsamt: Mit rund 5000 Quadratkilometern jährlich beträgt der Verlust „nur“ noch rund ein Sechstel im Vergleich zum Jahr 2004. Ein internationales Forscherteam unter Federführung des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn hat evaluiert, welche Schutzmaßnahmen besonders effizient sind. In den Bundesstaaten der brasilianischen Amazonasregion, die bei der Strafverfolgung besonders effektiv sind, ist eine deutlich geringere Entwaldung zu verzeichnen als anderswo. Die Ergebnisse werden nun im Fachjournal „PLOS ONE“ vorgestellt.

    Amazon Rainforest
    Amazonas Regenwald (Foto: lubasi; Lizenz: CC-BY-SA-2.0)

  • Reich und exzessiv

    Oxfam-Bericht zu ungleichen CO2-Emissionen in Europa

    • Reiche steigern CO2-Emissionen

    • Gering- und Durchschnittsverdienende  verringern diese deutlich

    Die Organisation fordert daher: Der europäische Green Deal muss bei massiver Ungleichheit beim CO2-Ausstoß ansetzen und exzessive Emissionen der europäischen Gutverdiener*innen verringern.

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    Gering- und Durchschnittsverdiener verhalten sich klimafreundlicher (Foto: Udo Schuldt)
  • Risiken von Wasserknappheit begrenzen

    Bewässerungsmanagement entscheidend für Bioenergie-Anbau zur Begrenzung des Klimawandels

    Damit Wasser nicht noch knapper wird, als es ohnehin vielerorts ist, ist bei Biomasseplantagen nachhaltiges Wassermanagement nötig. Dies zeigt eine neue Studie. Wenn der Anbau von Pflanzen - für die Energiegewinnung in Kraftwerken - mit unterirdischer Speicherung des CO2 aus den Abgasen kombiniert wird, gilt er oft als eine der Möglichkeiten, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Pariser Klimaziele zu erreichen. Doch der Anbau von Bioenergieplantagen im großen Stil benötigt weltweit nicht nur viel Land, sondern auch erhebliche Mengen an Wasser für die Bewässerung – was im Widerspruch mit der Einhaltung der Planetaren Belastungsgrenzen stehen kann. Wissenschaftler berechneten nun in den bisher detailliertesten Computersimulationen, wie viel zusätzlicher Wasserstress für die Bevölkerung weltweit in einem Szenario mit konventioneller Bewässerung und einem mit nachhaltiger Wassernutzung entstehen könnte.

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    Bereits heute ist die Wasserversorgung in vielen Gegenden der Welt schwierig (Foto: Gemeinfrei)
  • Rückgang Photovoltaik

    Bundesregierung rockt Solar-Zubau

    „Der Niedergang der Photovoltaik-Ausbaus ist eine Niederlage der Bundesregierung, die ihre Ausbauziele deutlich verfehlt“, so Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE. zu den neuesten Zahlen der Bundesnetzagentur. Demnach sind in den vergangenen 12 Monaten nur 1,4 Gigawatt Photovoltaik zugebaut worden, angestrebt wird hingegen ein Zubaukorridor zwischen 2,4 und 2,6 Gigawatt jährlich. In der nun gemeldeten Zahl von 1,4 Gigawatt sind Nachmeldungen einbezogen worden, sonst ist der Zubau sogar noch geringer.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)