#Klimawandel

  • Wie könnte der Klimawandel auf 1,5 Grad begrenzt werden?

    Eine neue Studie zeigt, was für klimapolitische Maßnahmen nötig wären, um die weltweite Erwärmung bis zum Jahr 2100 auf weniger als 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Grundsätzlich wäre eine solche Begrenzung machbar, so die jetzt in Nature Climate Change veröffentlichte Studie eines Teams von Forschern unter anderem des International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Das 1,5-Grad-Ziel wird von mehr als hundert Ländern für sicherer gehalten als das international vereinbarte Ziel von 2 Grad Celsius – obwohl auch dieses etwas weniger ehrgeizige Ziel bereits eine starke Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen erfordern würde.

    Global Warming Predictions Map 2 German
    So würde sich die Erde erwärmen wenn es bei hohen CO2-Emissionen bleibt. (Grafik: Xavax; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • Wie stabil ist der Antarktische Eisschild?

    Steigen die Temperaturen im Zuge des Klimawandels, zieht dies ein immer stärkeres Abschmelzen der polaren Eisschilde nach sich. Ein internationales Forscherteam unter Federführung der Universität Heidelberg hat die Dynamik des Ostantarktischen Eisschildes anhand von rund 2,5 Millionen Jahre alten Tiefseesedimenten genauer untersucht. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Eismassen der Ostantarktis in einem sich stetig erwärmenden Klima weitaus weniger stabil sein könnten als bislang angenommen.

    Antarktis Eis
    Die Stabilität von Eisschilden wird durch warmes Meerwasser gefährdet. (Foto: © Jörg Pross)
  • Willkommen im Pliozän

    Die ganze Geschichte in einer Tabelle...

    Die folgende Grafik (klicken Sie darauf für eine große Version) wurde aus einer Tabelle in den ergänzenden Informationen einer neu veröffentlichten Studie in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) adaptiert. "Trajectories of the Earth System in the Anthropocene", so der Titel der Studie (übersetzt ungefähr "Mögliche zukünftige Entwicklungen des Erdsystems im Anthropozän"), betrachtet mehrere Klimazustände - das heutige Klima, das mittlere Holozän, die relativ warme Eem-Warmzeit und, etwas weiter zurück in die geologische Zeit, das mittlere Pliozän und das mittlere Miozän.Die Daten stammen aus Paläoklima-Studien. Die rechte Spalte bewertet unsere Chancen, unser Klima in diesen Zuständen in den kommenden Jahrzehnten zu stabilisieren. In einigen Fällen ist es schon zu spät - wir sind über die physikalischen Parameter, die ein solches Klima unterstützen, hinausgegangen:

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    Daten:atmosphärisches CO2, Temperaturanomalie relativ zur vorindustriellen Ära und Meeresspiegel relativ zu jetzt gemessenen sowie aus Paläoklimaaufzeichnungen. Die von "jg" erstellte Grafik basiert auf Tabelle S1 aus dem hier verfügbaren Abschnitt der ergänzenden Informationen zur Studie. Die Datenquellen sind dort vollständig referenziert.

  • Wo der Meeresspiegel steigt, steigen die Kosten noch schneller

    Schäden durch Extremereignisse wie Überflutungen spielen eine noch größere Rolle als der durchschnittliche Meeresspiegelanstieg selbst, wenn es um die Kosten des Klimawandels in Küstenregionen geht. Doch obwohl der zu erwartende zukünftige Meerespiegelanstieg mittlerweile recht gut verstanden ist, gab es bislang kaum Fortschritte bei den damit verbundenen Kostenabschätzungen für die nächsten Jahrzehnte. Ein Team von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) hat nun eine Methode entwickelt, mit der sich finanzielle Schäden durch Hochwasser bei ansteigendem Meeresspiegel bestimmen lassen. Erstmals zeigen die Forscher, dass die Schadenskosten stets schneller steigen als der Meeresspiegel selbst.

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    Sturmflut in Bremerhaven in 2007 (Foto: Gemeinfrei)