#Klimawissenschaft

  • Uni Hagen: Onlinekurs zur Klimagerechtigkeit

    Für die breite Öffentlichkeit: FernUniversität in Hagen bietet Onlinekurs vor UN-Klimagipfel in Paris

    Der Studiengang infernum, ein gemeinsames Angebot von FernUniversität in Hagen und Fraunhofer UMSICHT, hat in Kooperation mit der Universität Lund in Schweden einen kostenlosen Onlinekurs (MOOC) produziert: ausgewählte internationale Expertinnen und Experten sprechen über die Klimaverhandlungen, Gerechtigkeit und Lösungsszenarien.

    climate justiceKostenfreier Onlinekurs: Climate Change: a question of justice? (Grafik: © FernUniversität in Hagen 2015)

  • Vulkanausbrüche bremsten Klimawandel - vorübergehend

    Obwohl die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre kontinuierlich ansteigt, ist die globale mittlere Bodentemperatur seit der Jahrtausendwende weit weniger stark angestiegen als erwartet. Eine Erklärung für diese „Pause in der Klimaerwärmung“ liefert jetzt ein internationales Team, in dem auch Wissenschaftler des KIT mitarbeiten: Die Sonneneinstrahlung ist in den unteren Schichten der Stratosphäre zwischen 2008 und 2011 durch mehrere Vulkanausbrüche doppelt so stark abgeschwächt worden wie bisher angenommen. Seine Studie stellt das Team nun im Fachjournal Nature Communications vor.

    Mess Sonde am Flugzeug

  • Weltweit größtes Archiv für Klimadaten

    Neue Speicher mit bis zu 500 Petabyte für das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ) in Hamburg

    Das DKRZ nahm, unterstützt von IBM, ein neues hierarchisches Speichersystem (HSM) auf Basis des High Performance Storage Systems (HPSS) in Betrieb. Spezialisten von IBM/Global Technology Services installierten dafür die aktuelle HPSS-Software zusammen mit dem Linux Betriebssystem von Red Hat auf den neuesten IBM x86-Servern sowie einen HPSS-Festplattencache von fünf Petabyte. Das neue System ermöglicht den Transfer von Klimadaten zwischen Hochleistungsrechner und Archivsystem mit momentan bis zu 12 bzw. zukünftig 18 Gigabyte pro Sekunde. Das System verwaltet die gesamten am DKRZ gespeicherten Simulationsdaten und fungiert als zentrale Ein- und Ausgabeschnittstelle des Magnetbandarchivs.

    DKRZ Speicher
    Einschub einer Festplatteneinheit für das High Performance Storage System am DKRZ (Foto: © Böttinger, DKRZ)

  • Wie der Pazifik auf die Gletscher wirkt

    Es ist der stärkste Mechanismus für Klimavariabilität auf der Erde. Das natürliche Phänomen El Niño Southern Oscillation (ENSO) stört das Wetter im Pazifik immer wieder für mehrere Monate – die Auswirkungen breiten sich aber über den gesamten Globus aus. Welche Folgen ENSO auf Gebirgsregionen hat, das untersucht ein internationales Forscherteam unter Leitung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in den kommenden drei Jahren. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt mit rund 230.000 Euro.

    Eiskliff
    Installation einer automatischen Wetterstation vor dem Eiskliff des Nördlichen Eisfeldes am Kilimandscharo auf 5.700 m Höhe. (Foto: © Thomas Mölg)

  • Wie könnte der Klimawandel auf 1,5 Grad begrenzt werden?

    Eine neue Studie zeigt, was für klimapolitische Maßnahmen nötig wären, um die weltweite Erwärmung bis zum Jahr 2100 auf weniger als 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Grundsätzlich wäre eine solche Begrenzung machbar, so die jetzt in Nature Climate Change veröffentlichte Studie eines Teams von Forschern unter anderem des International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Das 1,5-Grad-Ziel wird von mehr als hundert Ländern für sicherer gehalten als das international vereinbarte Ziel von 2 Grad Celsius – obwohl auch dieses etwas weniger ehrgeizige Ziel bereits eine starke Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen erfordern würde.

    Global Warming Predictions Map 2 German
    So würde sich die Erde erwärmen wenn es bei hohen CO2-Emissionen bleibt. (Grafik: Xavax; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • Willkommen im Pliozän

    Die ganze Geschichte in einer Tabelle...

    Die folgende Grafik (klicken Sie darauf für eine große Version) wurde aus einer Tabelle in den ergänzenden Informationen einer neu veröffentlichten Studie in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) adaptiert. "Trajectories of the Earth System in the Anthropocene", so der Titel der Studie (übersetzt ungefähr "Mögliche zukünftige Entwicklungen des Erdsystems im Anthropozän"), betrachtet mehrere Klimazustände - das heutige Klima, das mittlere Holozän, die relativ warme Eem-Warmzeit und, etwas weiter zurück in die geologische Zeit, das mittlere Pliozän und das mittlere Miozän.Die Daten stammen aus Paläoklima-Studien. Die rechte Spalte bewertet unsere Chancen, unser Klima in diesen Zuständen in den kommenden Jahrzehnten zu stabilisieren. In einigen Fällen ist es schon zu spät - wir sind über die physikalischen Parameter, die ein solches Klima unterstützen, hinausgegangen:

    SteffenTabelleS1

    Daten:atmosphärisches CO2, Temperaturanomalie relativ zur vorindustriellen Ära und Meeresspiegel relativ zu jetzt gemessenen sowie aus Paläoklimaaufzeichnungen. Die von "jg" erstellte Grafik basiert auf Tabelle S1 aus dem hier verfügbaren Abschnitt der ergänzenden Informationen zur Studie. Die Datenquellen sind dort vollständig referenziert.

  • Wo der Meeresspiegel steigt, steigen die Kosten noch schneller

    Schäden durch Extremereignisse wie Überflutungen spielen eine noch größere Rolle als der durchschnittliche Meeresspiegelanstieg selbst, wenn es um die Kosten des Klimawandels in Küstenregionen geht. Doch obwohl der zu erwartende zukünftige Meerespiegelanstieg mittlerweile recht gut verstanden ist, gab es bislang kaum Fortschritte bei den damit verbundenen Kostenabschätzungen für die nächsten Jahrzehnte. Ein Team von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) hat nun eine Methode entwickelt, mit der sich finanzielle Schäden durch Hochwasser bei ansteigendem Meeresspiegel bestimmen lassen. Erstmals zeigen die Forscher, dass die Schadenskosten stets schneller steigen als der Meeresspiegel selbst.

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    Sturmflut in Bremerhaven in 2007 (Foto: Gemeinfrei)