#Meeresversauerung

  • Kann die Mehrzahl der Meereslebewesen aufgrund der aktuellen Ozeanversauerung aussterben?

    Vor 252 Millionen Jahren: Ozeanversauerung durch vulkanisches CO2

    Heute: Ozeanversauerung durch technische und landwirtschaftliche CO2-Emissionen

    Damals starben etwa 90% aller Meereslebewesen aufgrund versauernder Weltmeere aus

    Ozeanversauerung ist das zweite große CO2-Problem der Gegenwart. In erdgeschichtlicher Vergangenheit führte die Versauerung der Weltmeere durch CO2 bereits zu Massenaussterben. Vor ungefähr 250 Millionen Jahren starben 90% aller Meereslebewesen aufgrund des damals sehr hohen Kohlensäuregehaltes der Ozeane aus, wie Wissenschaftler_innen nun aufgrund von Analysen bestimmter Gesteinsschichten herausfanden, die sich damals - vor 252 Millionen Jahren - zu bilden begannen. Wie konnte das CO2 in die Meere gelangen? Damals wie heute stammt es vor allem aus der Luft und gelangte von da aus in die Gewässer. Heute sind es menschliche Aktivitäten die zur CO2-Anreicherung der Atmosphäre beitragen, damals kam das Kohlenstoffdioxd aus Vulkanen. Aber lesen Sie die ganze Geschichte, man kann einiges daraus lernen, z.B. welche Risiken heute mit einer zunehmenden Ozeanversauerung verbunden sind.

    Saurer Ozean Gesteinsschichten
    Die in den Bremer Laboren untersuchten Proben stammen aus Gesteinslagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die vor 250 Millionen Jahren am Meeresboden abgelagert wurden. (Foto: © D. Astratti)

  • Klimawandel-Forschung: Die Zukunft der Meere steckt noch voller Rätsel

    In einer neuen Experimentalanlage des AWI auf Sylt lässt sich simulieren, welche Auswirkungen der Klimawandel auf Küsten-Ökosysteme hat.

    Steigende Temperaturen und saureres Wasser, immer mehr Nährstoffe und neu eingeführte Arten: Der Mensch ist dabei, die Lebensbedingungen im Meer massiv zu verändern. Was aber bedeutet das für die Lebensgemeinschaften dort? Werden sie auch in Zukunft noch so funktionieren wie bisher? Und was, wenn nicht? Solche Fragen lassen sich in sogenannten „Mesokosmen“ untersuchen. Dabei handelt es sich um große, mit Meerwasser gefüllte Tanks, in denen man verschiedene Umweltfaktoren verändern und so die Reaktionen von Tieren, Pflanzen und ganzen Lebensgemeinschaften testen kann. Eine der europaweit größten und modernsten derartigen Anlagen eröffnet das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung1) (AWI) am 5. August in List auf Sylt.

    Mesokosmen Anlage
    Karen Wiltshire, Stellvertretende AWI-Direktorin, beim Beobachten eines Experiments mit Salzwiesen-Pflanzengemeinschaften in einem der Mesokosmen-Tanks. (Foto: Esther Horvath)

  • Ozeanversauerung – das andere CO2-Problem

    Meereswissenschaftler betonen im Vorfeld der Pariser Weltklimakonferenz die Bedeutung der Ozeane

    Ambitionierte Klimaziele und Treibhausgasreduktionen sind nötig, um die Zukunft unseres Planeten und des Ozeans zu sichern. Darauf weisen die Meereswissenschaftler Prof. Dr. Hans-Otto Pörtner und Prof. Dr. Ulf Riebesell im Vorfeld der Pariser Weltklimakonferenz beim Klima-Frühstück des Deutschen Klima-Konsortiums (DKK) und des Konsortiums Deutsche Meeresforschung (KDM) hin.

    Wolfsfisch
    Wolfsfisch im Aquariumscontainer (Foto: © Alfred-Wegener-Institut)