#Umweltschutz

  • EU-Energieunion muss europäische Energie-Effizienz-Wende vorantreiben

    Unternehmen und Zivilgesellschaft fordern Vorrang für Energieeffizienz

    Berlin. Der Vizepräsident der EU-Kommission Maroš Sefčovič warb kürzlich für eine verstärkte Integration und Koordination der EU-Mitgliedstaaten im Bereich Energiepolitik. Daher appellieren Umweltverbände und Unternehmen an EU-Kommission und Bundesregierung, den Energieunionsprozess zu nutzen, um eine europäische Energiewende ehrgeizig voranzutreiben. Das bedeutet, zuerst vorhandene Energiesparpotenziale voll auszuschöpfen, bevor in neue Infrastruktur investiert wird. Gleichzeitig darf die EU den erfolgreichen Ausbau erneuerbarer Energien nicht ausbremsen.

    Gebäudesanierung
    Auch Altbauten können zu Passivhäusern werden, wie diese Häuser aus Hamburg, Marienthaler Str., am 31.8.2011 (Foto: Udo Schuldt)
  • G7-Show sorgt für schlechtes Klima

    "Weder das Weltklima, noch den Frieden in Europa, noch die Hansestadt hat das G7-Treffen vorangebracht. Wirtschaftsminister Gabriel hat sich wieder einmal überschätzt: Keines der G7-Mitgliedsländer hat sich für das RWE-Windkraft-Projekt in der Nordsee interessiert, der Ausflug des Vize-Kanzlers im Helikopter war ein Schuss in den Ofen. Stattdessen wird das Thema Energie weiter gegen Russland in Stellung gebracht, was auf Kosten einer friedlichen Lösung der Ukraine-Krise geht", erklärt Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum Abschluss des Treffens der G7-Energieminister in Hamburg.

    Eva mit Chico und Fahrrad
    Eva Bulling-Schröter mit Chico (Foto: © Eva Bulling-Schröter)

  • G7-Staaten sind Hauptverursacher des Klimawandels

    Elmau ist nicht Kiribati

    Es ist schon verrückt, dass der G7-Gipfel der mächtigsten Industriestaaten ausgerechnet auf Schloss Elmau den Menschheitsretter gibt. Ungestört, auf über einem Kilometer über Meeresspiegel, sitzt man im Trockenen. Im Fünf-Sterne-Hotel, zu dessen Luxus-Restaurants und Wellness-Anlagen nur der solvente Gast Exklusiv-Zugang genießt, gibt eines der "Leading Hotels of the World" die passende Kulisse für die Gewinner von Kohle-Industrialisierung, kolonialer Globalisierung und unfairem Weltmarkt. Getreu dem Motto "Zeige mir, wo Du tagst, und ich sage Dir, wer Du bist" wird nicht nur das demonstrierende Volk außen vor bleiben. Die Ruhe der gepolsterten Salons und diskreten Hintergrundtalks sollen laute Opposition, bunte Zivilgesellschaft und engagierte AktivistInnen nicht stören, für staatstragende Idylle sorgen im CSU-Freistaat eine militarisierte Sicherheitsfestungs-Komfortzone und Polizei-Schikane.

    Beru Kiribati
    Dieses Bild eines Astronauten von Beru, einer Kiribati-Insel, macht deutlich wie verletzlich so ein Eiland ist. In diesem Jahr wurde der Inselstaat vom Orkan Pam schwer getroffen. (Foto: NASA; Lizenz: Public Domain)

  • Gesundheitsgefährdender #Feinstaub

    Ultrafeine Partikel beeinflussen Herzfunktion

    Neuherberg. Gesundheitsschädigende Effekte durch Feinstaub sind schon länger bekannt. Für die Herzfunktion scheinen zusätzlich ultrafeine Partikel eine bedeutende Rolle zu spielen – auch wenn man ihnen nur wenige Minuten ausgesetzt ist, wie Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München nun nachweisen konnten. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift "Particle & Fibre Toxicology" publiziert.
    Feinstaub Messstation
    Luftgüte Messstation in Darmstadt (Foto: LSDSL; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • Großdemonstration für Klimaschutz und Kohleausstieg am Tagebau Garzweiler

    Tausende Teilnehmer erwartet  - Kritik an Panikmache der Kohlelobby

    Berlin/Düsseldorf/Erkelenz: Entschiedenen Widerstand gegen die ungebremste Braunkohleverstromung hat ein breites Bündnis von Klimaschützern für den kommenden Samstag angekündigt. Am 25. April 2015 werden Bürger aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland mit einer 7,5 Kilometer langen Menschenkette für den Stopp der Tagebaue und für den von der Bundesregierung geplanten Klimabeitrag demonstrieren. Initiiert wurde die Menschenkette am Tagebau Garzweiler vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der BUND-Jugend, Campact, GREENPEACE, der Klima-Allianz Deutschland, dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) sowie der Bürgerinitiative "Stop Rheinbraun". Zahlreiche weitere Organisationen und Parteien unterstützen die Demonstration.

    Braunkohletagebau Juechen 500px
    Braunkohletagebau bei Jüchen, Rhein-Kreis Neuss (Foto: Kateer; Lizenz: CC-BY-SA-2.5)

  • Hochwasser: Gift aus dem Flussbett

    Eine langfristige Gefahr durch Hochwasser wird häufig unterschätzt: Die reißenden Flüsse wirbeln Schadstoffe aus ihren Sedimenten auf, die von Umweltverschmutzungen vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten herrühren. Solche Schadstoffe können nicht nur ökologische Schäden im Fluss verursachen. In Überschwemmungsgebieten können sich die Schadstoffe ablagern und Ackerpflanzen, Weidetiere und Menschen belasten. Darauf hat ein internationales Wissenschaftsteam in einer Übersicht zu wissenschaftlichen Untersuchungen von Hochwasserereignissen in der ganzen Welt hingewiesen. Die Arbeit ist im Journal of Hazardous Materials erschienen und unter Federführung der Goethe-Universität Frankfurt entstanden.

    Remobilisation von Schadstoffen
    Die Remobilisation von Schadstoffen aus Sedimenten bei extremen Hochwässern ist eine bisher unterschätzte Folge von Extremereignissen (Grafik:© Crawford et al. (2021), Goethe-Universität Frankfurt)

  • Internationale Ministerkonferenz zur Bekämpfung von Meeres- und Plastikmüll geht mit Resolutionsentwurf zu Ende

    Immer mehr Staaten setzen sich für ein weltweit verbindliches Abkommen gegen Meeresmüll und die Verschmutzung der Umwelt mit Plastikabfällen ein +++ Deutschland, Ecuador, Ghana und Vietnam werben für weltweit verbindliches Abkommen

    Immer mehr Staaten setzen sich für ein weltweit verbindliches Abkommen gegen Meeresmüll und die Verschmutzung der Umwelt mit Plastikabfällen ein. Regierungsvertreter Deutschlands, Ecuadors, Ghanas und Vietnams hatten zu einer ersten internationalen Ministerinnen und Minister-Konferenz gegen Meeresmüll nach Genf eingeladen, um für ein solches Abkommen zu werben. Bereits jetzt sprachen sich über 30 Staaten in einer Erklärung für erste Inhalte eines solchen Abkommens aus: Demnach sollten Kunststoffprodukte im Sinne des Lebenszyklus- und des Kreislaufwirtschaftsprinzips weltweit so produziert, genutzt und wiederverwertet werden, dass möglichst keine Abfälle entstehen.

    Plastikmuell Konferenz(Foto: © BMU / Inga Wagner)

  • Internationaler Aktionstag gegen TTIP, CETA und TiSA am 18. April

    Mehr als 550 Aktionen gegen Konzern-Macht und für Demokratie

    In 34 Ländern sind am kommenden Samstag, 18. April 2015, rund 550 Demonstrationen, Straßenaktionen sowie Info- und Diskussionsveranstaltungen gegen die Handelsabkommen TTIP, CETA und TiSA geplant, 190 davon allein in Deutschland. Das Bündnis TTIPunfairHandelbar sowie die Europäische Bürgerinitiative "Stop TTIP" rufen gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen in der ganzen Welt zu diesem Aktionstag auf. Dabei werden an über 1.000 Orten in Deutschland Unterschriften für die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative (EBI) "Stop TTIP" gesammelt. In Berlin wird eine Menschenkette die Botschaften Kanadas und der USA mit der Vertretung der Europäischen Kommission verbinden.

    STOPP TTIP (Grafik: © roth-cartoons.de)

  • MISEREOR gratuliert dem Fair- Handelshaus GEPA zum 40.

    Tolle Produkte, hohe Qualität, höchste Maßstäbe

    Zum 40. Geburtstag der GEPA hat MISEREOR, das katholische Werk für Entwicklungszusammenarbeit, die positive Entwicklung des Fair-Handelshauses mit Sitz in Wuppertal gewürdigt. "Gemeinsam mit ihren Handelspartnern im globalen Süden und Geschäftspartnern in Deutschland hat die GEPA tolle Produkte mit hoher Qualität entwickelt", sagte MISEREOR-Geschäftsführer Thomas Antkowiak am Mittwoch in Aachen.

    GEPA
    (Foto: Frank Vincentz, Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

  • NABU-Protestaktion gegen Glyphosat-Verkauf zeigt erste Erfolge

    NABU-Geschäftsführer Miller: Gesamte Baumarkt-Branche muss umstrittenes Pestizid endlich auslisten

    Berlin - Mit einer Online-Protestaktion hat der NABU an die führenden Baumärkte und Gartencenter appelliert, sämtliche Produkte mit dem umstrittenen Pestizidwirkstoff Glyphosat aus dem Sortiment zu nehmen. „Innerhalb weniger Tage haben sich an der Aktion bereits fast 1.500 Personen beteiligt und dazu beigetragen, dass die ersten Unternehmen einen Ausstieg aus dem Verkauf des Pflanzengifts verbindlich zugesagt haben“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Neben Toom Baumarkt hätten mittlerweile auch die Unternehmen Pflanzen-Kölle, Knauber, Gartencenter Holland, Gartencenter Augsburg und Globus Baumarkt schriftlich erklärt, künftig auf jeglichen Verkauf von Glyphosat-Produkten zu verzichten. Die große Unterstützung der NABU-Protestaktion mache deutlich, dass die Umweltrisiken von Glyphosat in der Öffentlichkeit zunehmend diskutiert würden und ein Verkauf des Mittels an Privatpersonen für Haus- und Kleingärten nicht mehr zu verantworten sei.

    nabu glyphosat
    NABU-Protestaktion gegen Glyphosat (Foto: © NABU/Diana Neumerkel)

  • NABU: Kohlekraftwerke verschmutzen Luft und Gewässer

    Tschimpke: Giftige Quecksilber-Emissionen aus Kohlekraftwerken sorgen für schlechten Zustand der Seen und Flüsse in Deutschland

    Berlin – Emissionen aus Kohlekraftwerken gefährden nicht nur die Klimaschutzziele, sondern belasten auch deutsche Flüsse und Seen erheblich. „Allein die deutschen Braunkohlekraftwerke blasen jedes Jahr geschätzte dreieinhalb Tonnen des Nervengifts Quecksilber in die Luft. Ein erheblicher Teil davon landet mit dem Regen auch in unseren Gewässern“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. In allen deutschen Flüssen wird derzeit die festgelegte Höchstkonzentration für Quecksilber überschritten – und damit die Umweltqualitätsnorm (UQN) verfehlt. Auch die Umweltziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie sind durch die giftigen Emissionen aus Kohlekraftwerken in Gefahr. Der NABU fordert daher deutlich strengere Grenzwerte für Quecksilber-Emissionen in Europa.

    Großkrotzenburg Kraftwerk StaudingerKohlekraftwerke emittieren sehr viel Quecksilber (Foto: Public Domain)

  • Nachhaltigkeitsrat stellt Petition zur Diskussion

    Ökologische Mehrwertsteuer wäre wettbewerbsfreundlich und EU-weit möglich

    Bio-Lebensmittel, öko-fair erzeugte und gehandelte Kleidung, Ökostrom und damit fahrende Züge, aber auch besonders energiesparende Haushaltsgeräte – all dies belastet die Umwelt weit weniger als konventionelle Produkte und Dienstleistungen. Die von Frithjof Rittberger initiierte Petition sieht vor, den für Produkte der Daseinsvorsorge verminderten Mehrwertsteuersatz für solche nachhaltigen Produkte zu reservieren und Umweltbelastendes nicht länger steuerlich zu subventionieren.

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    (Grafik: Pixabay.com)

  • Naturschutz stärken, statt Unsicherheit schaffen

    Europaweites Naturschutz-Bündnis ruft zum Widerstand gegen die Deregulierungspläne der EU-Kommission auf

    Berlin. Als Antwort auf die Pläne von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, das europäische Naturschutzrecht zu verändern, starten heute etwa 90 Nichtregierungsorganisationen aus allen 28 EU-Mitgliedstaaten eine Kampagne zum Erhalt der EU-Vogelschutz und Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie. Die Umweltverbände befürchten eine massive Lockerung der Vorschriften zum Schutz von Arten, Lebensräumen und Schutzgebieten.

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    (Foto und Bearbeitung: Udo Schuldt)

  • Neuer Report der Europäischen #Umwelt Agentur

    Vierhundertvierzigtausend zusätzliche Todesfälle durch Feinstaub und Lärm in Europa - pro Jahr

    Liest man die Presseerklärung der Europäischen Umweltagentur (EUA), zu ihrem neuen Umweltbericht, ist man zunächst geneigt zu glauben, dass alles gut läuft, denn am Anfang werden Erfolge gewürdigt. Aber schon bald darauf entsteht beim Leser der Eindruck, dass mit einem dicken Honigquast den Kommissaren und Staatsregierungen Honig um den Mund geschmiert wird. Vom Umweltbundesamt kennen wir das anders, das ist da wesentlich unverblümter. Die EUA bezieht sich besonders auf den Wohlstand der Nationen, statt auf die Umwelt und Gesundheit der Menschen. Ist es sehr abwegig anzunehmen, dass dies geschieht, weil Umwelt und Gesundheit einen niedrigen Stellenwert in der EU hat und Wachstum und Wohlstand einen viel höheren? Am Ende kommt aber auch die EUA nicht umhin die Probleme zu beschreiben, die immer noch immens sind. Aber lesen Sie selbst. Es folgt der Text der Europäischen Umweltagentur, der vor zwei Tagen veröffentlicht wurde:

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    (Grafik © EEA, Keith Arkins, Alexander Goranov)

  • Petition für eine ökologische Mehrwertsteuerreform

    Nachhaltige Mehrwertsteuerreform - für eine ökologische Wende bei Nahrung, Energie, Verkehr und Produkteffizienz

    Steuern sind zum Steuern da - diese Chance bietet die Mehrwertsteuer ganz besonders, und sie gilt es zu nutzen. Ziel ist, dauerhaft faire marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen für Herstellung und Verbrauch nachhaltiger Produkte zu erreichen. Der verringerte Mehrwertsteuersatz soll, möglichst europaweit, ausschließlich auf nachhaltige Produkte und Dienstleistungen angewandt werden.

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    (Grafik: Pixabay.com)

  • Plastik im Meer

    Hamburg. Am Montag, 8. Juni, ist Internationaler Welttag der Meere; die UN legt in diesem Jahr den Schwerpunkt auf die Meeresverschmutzung durch Plastik.

    Und auch zum kommenden G7-Gipfel hat die Bundesregierung das Thema auf die Agenda gesetzt. Eine Kurzanalyse von Dr. Sandra Schöttner, Greenpeace-Meeresexpertin:

    Ob als unsichtbares Mikroplastik oder riesige Geisternetze – Plastikmüll im Meer ist ein globales Umweltproblem. Allein von Land aus gelangen jährlich bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikabfälle in die Ozeane. Unsere Meere verkommen zum Plastikendlager. Nicht nur für zahlreiche Meerestiere birgt das Gefahren. Spätestens über die Nahrungskette landen Kunststoffpartikel samt Giftfracht wieder beim Verursacher.

    Laysan albatross plastic filled stomach
    Laysan-Albatros, dessen Tod wahrscheinlich durch die Plastikteile in seinem Bauch verursacht wurde. (Foto: NOAA, Lizenz: Public Domain)

  • Regierung soll Schutz der Meere verbessern

    Umweltverbände kritisieren Maßnahmenplan und legen gemeinsame Schattenliste mit Verbesserungen vor

    Berlin/Hamburg.Mit scharfer Kritik reagieren acht deutsche Organisationen auf die aktuellen Meeresschutzpläne von Bund und Ländern. „Der vorliegende Entwurf enttäuscht. In dieser Form wird er kaum verhindern, dass Düngemittel, Pestizide und andere Gifte aus der Landwirtschaft oder der Industrie in die Meere gelangen. Maßnahmen zur Beschränkung der Fischerei fehlen, obwohl in Stellnetzen unzählige Schweinswale und Seevögel als Beifang verenden. Selbst in Schutzgebieten dürfte somit weiterhin der Meeresboden mit Grundschleppnetzen umgepflügt werden", kritisieren die Verbände. Den ersten Entwurf eines Maßnahmenkatalogs hatte die Bundesregierung gemeinsam mit den Landesregierungen der fünf Küstenbundesländer Ende März 2015 veröffentlicht. Hintergrund ist die Umsetzung der Europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL).

    Gülleverschlauchung
    Massive Düngung belastet die Meere, da der Dünger durch Regen zunächst gelöst, dann in die Flüsse und die Meere gespült wird. (Foto: Gemeinfrei)

  • Sudie stellt MSC-Siegel für Fischerei in Frage

    Blaues Siegel für Fischprodukte aus überfischten Beständen kratzt an Glaubwürdigkeit des Marine Stewardship Council (MSC)

    Neue interdisziplinäre Studie zeigt Grenzen MSC-zertifizierter Fischbestände im Nordostatlantik auf

    Viele europäische Fischbestände gelten als überfischt oder sind von Überfischung bedroht. Das blaue MSC-Siegel auf Fischprodukten soll garantieren, dass der Fisch aus geprüfter umwelt- und bestandsschonender Fischerei stammt und Verbrauchern damit Sicherheit beim Einkauf vermitteln. In einer interdisziplinären Studie haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Kieler Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gemeinsam mit internationalen Kolleginnen und Kollegen die Verlässlichkeit des MSC-Siegels an nordeuropäischen Fischbeständen geprüft. Ihr Ergebnis: Mehr als zehn Bestände wurden stärker befischt als ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar wäre. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift Marine Policy erschienen.

    Geomar Foto
    Wissenschaftler untersuchen Fischbestände. Eine neue Studie fordert die Aussetzung einer Zertifizierung mit Ökolabels von überfischten Beständen. (Foto: © GEOMAR)

  • TTIP-Leaks: Handelsabkommen könnte Umweltstandards auch rückwirkend aushebeln

    Selbst rückwirkend könnte das umstrittene Handelsabkommen TTIP bestehende Standards und Regularien zum Schutz von Umwelt und Verbrauchern kippen.

    Dies belegt die Analyse der kürzlich von der Pressestelle von Greenpeace Niederlande veröffentlichten Verhandlungstexte. Diese Gefahr hatten  Bundesregierung und EU-Kommission bisher bestritten. Die veröffentlichten TTIP-Texte belegen, dass die US-Seite Mechanismen vorschlägt, um etwa auch die Kennzeichnung von Lebensmitteln oder Regeln zu Erneuerbaren Energien als Handelshemmnis einzustufen. Im Kapitel zur regulatorischen Kooperation fordern die USA, dass Regularien, die den Handel hemmen, auch nachträglich zurück genommen werden dürfen. Es ist das erste Mal, dass große Teile der bislang geheimen US-amerikanischen TTIP-Positionen öffentlich werden.

    Anti TTIP Demonstration
    Anti-TTIP-Demo in Hannover (Foto: Bernd Schwabe; Lizenz: CC-BY-SA-4.0)

     

  • Überwiegend energiefressende #Dienstwagen

    Ernüchterndes Ergebnis des 9. Dienstwagenchecks: Nur jeder fünfte Spitzenpolitiker fährt klimaverträglich

    Deutsche Umwelthilfe kritisiert: Wechsel hin zu emissionsarmen Dienstlimousinen dauert zu lange – Neben Hamburg und Bremen hält mit Rheinland-Pfalz erstmals auch das Kabinett eines Flächenlands den CO2-Grenzwert ein – Schlusslicht bei den Bundesländern und Parteien sind die Mitglieder der bayerischen Staatsregierung und die CSU – Bundesminister weiterhin keine Vorbilder bei der Wahl des Dienstwagens.

     Audi A6 A8 Cebit
    (Foto: © Holzmann / DUH)