#Verkehrswende

  • „Energieeffizient wohnen, essen, reisen – solche Themen werden ganz wichtig, wenn wir katastrophalen Klimawandel abwenden wollen“

    Internationale Studie macht zudem deutlich: Auch die Lebensqualität steigt, wenn wir energieeffizient wohnen, essen und reisen

    Das Angebot an erneuerbarer Energie und energieeffizienter Produktion ist nur die eine Seite beim Klimaschutz. Um die Erderhitzung wie im Paris-Abkommen vereinbart zu begrenzen, braucht es laut den wissenschaftlichen Szenarien auch „nachfrageseitige Klima-Lösungen“, die vor allem den Verbrauch von Energie in den privaten Haushalten drosseln. Ihr Potenzial ist groß: Sie können in den Sektoren Gebäude, Verkehr, Ernährung und Konsumprodukte 40 bis 80 Prozent der Treibhausgas-Emissionen einsparen. Und sie bedeuten nicht qualvollen Verzicht, sondern ganz überwiegend sogar ein Mehr an Lebensqualität.

    autofreie strasse
    Autofreie Straße in Hamburg, ein Beispiel für mehr Lebensqualität (Foto: Udo Schuldt)

  • „Frankfurter 10-Punkte-Plan für die Umsetzung von Klima- und Ressourcenschutz in Ballungsräumen“

    Uni-Wissenschaftler mahnen massive Veränderungen des Lebensstils, Plusenergiegebäude, mehr Fahrrad- und Fußgängerverkehr sowie einen gestärkten ÖPNV an

    Im Bewusstsein der Verantwortung für kommende Generationen und vom Forschergeist getrieben, fordern die Wissenschaftler/-innen des Frankfurter Forschungsinstituts für Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik (FFin) die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf, das Wissen zum Klimaschutz zu nutzen. Weil Klimaschutz zum zentralen Handlungsfeld geworden ist, hat das FFin der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) einen Maßnahmenkatalog erstellt. Der „Frankfurter 10-Punkte-Plan für die Umsetzung von Klima- und Ressourcenschutz in Ballungsräumen“ umfasst Stadt-Entwicklung, Kreislaufwirtschaft, Gebäudesanierung, Energieplus-Standard bei Neubauquartieren, Energieerzeugung, Strom- und Wärmespeicher, Nachhaltige Mobilität, Smart City sowie Bio-Ökonomie.

    Stellvertretend für das FFin nehmen Prof. Dr. Martina Klärle1), Professorin für Landmanagement mit dem Forschungsschwerpunkt Erneuerbare Energien und Vizepräsidentin für Forschung, Weiterbildung und Transfer der Frankfurt UAS, und Prof. Dr. Hans Jürgen Schmitz2), Professor für technische Gebäudeausrüstung, Stellung zum 10-Punkte-Plan.

    Martina KlaerleProf. Dr. Martina Klärle (Foto © Benedikt Bieber, Frankfurt UAS)

  • Berufspendelnde nutzen auch für kurze Arbeitswege am häufigsten das Auto

    WIESBADEN. Berufspendlerinnen und -pendler setzen auch für kurze Arbeitswege vor allem auf das Auto. Im Jahr 2020 gaben 40 % von ihnen an, für Strecken unter 5 Kilometern normalerweise das Auto zu nutzen. An den Arbeitswegen von 5 bis unter 10 Kilometern lag der Anteil der Pkw-Fahrenden mit 69 % noch deutlich höher, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. (Diejenigen, welche die jeweiligen Strecken fahren, werden dabei als Ganzes betrachtet, d.h. die Fahrenden der Arbeitswege zwischen 0 und 5 km werden zu 100 % betrachtet, ebenso wie jene, die zwischen 5 und 10 km fahren.)

    5 km

  • Im Duisburger Binnenhafen entsteht das erste klimaneutrale Containerterminal Europas

    Klimaneutral durch Sektorenkopplung und erneuerbare Energien

    Wie können Binnenhäfen bei der energetischen Transformation unterstützt werden? Diese Frage stand im Zentrum des Projektes »enerPort I«. Entstanden ist eine Methode, die verschiedene Energieanlagen und Power-to-X-Technologien kombiniert, optimiert und bewertet. Im Folgeprojekt geht es um die Umsetzung: Bei der Gestaltung eines neuen Containerterminals im Duisburger Hafen werden Technologien ausgewählt und passende Modelle entwickelt. Auf der ehemaligen Kohleinsel wird ein nachhaltiges Energiesystem installiert, das erneuerbare Energien, Energiespeicher und Verbraucher koppelt sowie benachbarte Quartiere versorgen kann.

    Binnenhafen
    Visualisierung des geplanten Terminals – Planungsstand: März 2019 (Foto © duisport)

  • Neue Allianzen für Klimaschutz

    Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverbände fordern den sozial-ökologischen Wandel

    Berlin. Kohleausstieg, Verbrennerverbote, CO2-Preis und energetische Sanierung: Klimapolitik kostet zunächst Geld. Sie braucht daher ein solides sozialpolitisches Fundament, sonst würde sie ganze Berufsgruppen und sozial benachteiligte Menschen empfindlich treffen. Gewerkschaften und Sozialverbände nehmen die Herausforderung an und suchen den Schulterschluss zu Umwelt- und Naturschutzverbänden, um vereint an einer „Just Transition“ zu arbeiten – einem sozial gerechten ökologischen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft.

    Euro coins and banknotesBeim sozial gerechten ökologischen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft geht es auch darum, sozial benachteiligte Menschen finanziell zu entlasten (Foto: Public Domain)

  • Umwelthilfe: Agrosprit klimaschädlicher als fossile Kraftstoffe

    Neue Studie der Deutschen Umwelthilfe offenbart: Immenser Flächenverbrauch macht Agrosprit klimaschädlicher als fossile Kraftstoffe – sofortiger Ausstieg dringend notwendig

    • Getreide und Ölpflanzen für Agrokraftstoffe belegen gigantische Flächen, Renaturierung wäre weit wirksamer für den Klimaschutz
    • DUH fordert sofortigen Ausstieg aus Agrokraftstoffen in Deutschland und der EU
    • Agrokraftstoffpolitik der letzten 15 Jahre gescheitert – wirksamer Klimaschutz im Verkehr muss durch gesetzliches Verbrenner-Aus bis spätestens 2030 durchgesetzt werden
    • Studie demonstriert, dass Erzeugung von Solarstrom für E-Fahrzeuge anstelle von Agrosprit für Verbrenner 97 Prozent weniger Fläche einnimmt

    Rapsfeld bei Wilsdruff Grumbach
    Rapsfeld; der in Deutschland hergestellte Agrosprit hat zum überwiegenden Teil Rapsöl als Grundstoff. (Foto: Public Domain)

  • Verkehrswende, aber warum?

    Kürzlich führte ich auf Twitter eine Debatte zur Verkehrswende. Etwas provokativ hatte ich angemerkt, dass der Autoverkehr zurückgedrängt werden könnte, wenn man ihn richtig unbequem und teuer machen würde, dafür aber das Fahrradfahren richtig bequem. Außerdem sollte die Anschaffung eines Fahrrades mit 2000 Euro aus öffentlichen Mitteln subventioniert, sowie weitere 7000 Euro pro gekauftem Fahrrad in die Fahrradinfrastruktur gesteckt werden. Angesicht von 9000 Euro Subventionen für den Kauf von E-Autos wäre das nur gerecht. Wie nicht anders zu erwarten gab es zu dieser Forderung neben einigen Likes auch Widerspruch.

    Mein Fahrrad
    Mein Fahrrad (Foto: Udo Schuldt)

  • Verkehrswende, aber wie?

    Mobilität, mit Steuern in die Zukunft steuern

    Wie kann eine Reform von Steuern und Abgaben den Verkehrssektor in eine nachhaltige Zukunft lenken? Höhere CO2-Preise in Kombination mit der Abschaffung der EEG-Umlage, eine angemessene Besteuerung von Dienstwagen, ein Bonus-Malus-System beim PKW-Kauf sowie eine zusätzliche CO2-Komponente in der LKW-Maut könnten dazu kurz- bis mittelfristig beitragen. Das sind zentrale Ergebnisse einer Studie vom Öko-Institut1), dem Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft und Prof. Dr. Stefan Klinski im Auftrag des Umweltbundesamtes.Sternfahrt 060618
    Symbolfoto (Udo Schuldt)