Hilfe zur Selbsthilfe, beim Pflanzen von Neem und Moringa, ist der Plan, den "Plan Verde"  hat, um Menschen von Armut und Hunger zu befreien. Der Verein unterstützt Aufforstungsprojekte mit Neem- und Moringa Bäumen. Mit diesen und deren Produkten bieten sich den Menschen vor Ort Perspektiven zur Verbesserung ihrer Lebensumstände und verbunden damit auch ein Fortschritt für die Umwelt- und das regionale Klima.


Perspektiven für die Zukunft, Foto: © Plan Verde

Was hat Armut und Hunger der Welt mit uns zu tun? Diese Frage stellte sich Elke Krüger seit Ihrer frühesten Jugend und sie engagierte sich bereits zu Schulzeiten in sozialen Projekten und für fairen Handel. In den 80er Jahren waren in der Entwicklungshilfe Worte, wie Biohandel, Fair Trade und auch Nachhaltigkeit schon lange keine Fremdworte mehr und trotz aller Bemühungen änderte sich kaum etwas an den katastrophalen Lebensumständen der Menschen in Armutsgebieten.

Warum das so ist liegt für sie heute klar auf der Hand. Die westliche Welt will, seit den kolonialen Anfängen bis heute anhaltend, mit Rohstoffen und tropischen Gütern versorgt werden und auf die Auswirkungen vor Ort haben wir als Verbraucher kaum Einblick. Wir sehen nicht, wo die Waren herkommen und unter welchen Umständen die Menschen vor Ort leben.

Seit ihrer Selbstständigkeit im Biohandel und aufgrund von Reisen in Erzeugerländer wurde ihr zunehmend klarer, dass wir es auch hier mit Monokulturen zu tun haben und abseits der Felder die Bepflanzung nutzbringender Pflanzen- und Baumarten sowie eine Vielfalt fehlt, wie wir sie in Europa gewohnt sind.

Es stellte sich die ganz einfache Frage, warum pflanzt dort niemand etwas Essbares und betreibt ein intelligentes Management mit der Aufforstung geeigneter Pflanzen?


Neem-Setzling, Foto: © Plan Verde


Die Ideen, Fakten und Argumente, die zur Gründung von Plan Verde e.V. geführt haben

Völker vieler Kontinente wurden in den vergangenen 4 Jahrhunderten „frisch zusammen gewürfelt“, als Arbeiter, Erntehelfer und Sklaven. In letzter Konsequenz für die Wirtschaft und den Konsum der meisten reichen Nationen von heute. Eine kulturelle Entwicklung ist ihnen bis heute kaum möglich, mangels Ressourcen und der Kenntnis über Fertigkeiten. Sie führen ein Leben mit harter Arbeit auf Niedriglohn-Niveau und wohnen jenseits der Produktionsstätten in der gerodeten Ödnis der Pampa. Global leben viele Millionen Menschen in solchen Zuständen und kämpfen um ihre Existenz ohne Vegetation, Wasser und Strom. Diese Situation zwingt unausweichlich zu Migration, meistens in Großstädte.

Die Möglichkeit zu wirtschaftlichem Handel mit eigenen Produkten, für ein Leben in gesicherter und selbstbestimmter Selbstversorgung und der Option zur Ausbildung einer Kultur kann mittelfristig zur schönen Realität werden, mit Neem und Moringa.

  • Eine Aufforstung mit Neem und Moringa ermöglicht eine effiziente Landwirtschaft und Tierhaltung für eine gesicherte Selbstversorgung und Einkommen.
  • Neem und Moringa liefern Rohstoffe für Bauholz, Weidezäune, Handwerk, Dünger, Hausapotheke, Hygieneprodukte, proteinreiche Nahrung, Viehfutter, und als Brennstoff.
  • Eine enorme Biomasse für Existenzgrundlagen, die zusätzlich Erosionsschutz bietet und wertvollen Humus für den Boden liefert, sowie massiv zur Klimaverbesserung beiträgt.
  • Mit Neembäumen können Malaria- und Denguefieber übertragende Mücken vertrieben werden und vermutlich in Verbindung mit Moringa, die durch Mangelernährung verursachte bakterielle Infektionskrankheit, Noma verhindert werden.
  • Neemöl soll außerdem eine gewisse empfängnisverhütende Wirkung zeigen (ovulationshemmend).
  • Mit Hilfe von Neembäumen können sich entwickelnde, touristische Gebiete attraktiver gestaltet werden.
  • Neem liefert Konstruktionsholz und ist bereits nach 8 Jahren so groß, wie eine deutsche Eiche.
  • Moringa bietet eine umfassende Nährstoffversorgung und dient als Nahrungsquelle für Menschen und auch Tiere.
  • Moringa ist reich an Vitaminen, Spurenelementen, Proteinen, Mineralien, ungesättigten Fettsäuren (Omega-3, -6 und -9) und enthält Zeatin, ein Pflanzenwachstumshormon.
  • Beide Baumarten liefern zusätzlich Rohstoffe für Produkte auf dem Weltmarkt (Öl, Dünger, Biokraftstoff, Baustoffe, Kontruktionsholz, Holz für Handwerk, und für alle Produkte die sich aus Neem und Moringa ergeben).

Insektenresistentes Holz und andere Neem-Produkte, Foto: © Plan Verde

Die Menschen vor Ort haben wieder die Möglichkeit Landwirtschaft und Tierhaltung zu betreiben, was mangels Ressourcen zurzeit nicht möglich ist. Neem spendet in heißen Gebieten schnell Schatten, was für Menschen, Tiere und die Kultur weiterer Pflanzen unerlässlich ist. Beide Baumarten sind zusätzlich sogenannte Hausapotheken alter Kulturen, zur Behandlung von Infektionen und der Stabilisierung des Immunsystems.

Plan Verde e.V. arbeitet in Gebieten hoher Desertifikation/ Brachen und in erosionsgefährdeten Gebieten. Neem wurzelt ca. 2x so tief, wie er hoch ist und schafft innerhalb kürzester Zeit solide Fundamente zum Schutz von Erdreich. Natürlich ist das kein Luxus, sondern eine Hilfe zur Selbsthilfe - für ein besseres Leben.


Die Aussichten sind folgende:


Bereits nach einem Jahr ist Moringa so groß und fruchttragend, dass er auch für die Vermehrung genutzt werden kann. Nach 4-6 Jahren stehen alle Vorteile des Neem-Baumes zur Verfügung. Das heißt, mittelfristig kann eine Produktvielfalt entstehen, die in Dorfgemeinschaften eine Selbstversorgung, Handel und die Ausbildung einer Kultur ermöglichen. Zukünftig könnten diverse handwerkliche Betriebe entstehen. Gut ernährte Menschen sind meistens zufriedene Menschen, die gerne an ihrem Ort bleiben. Durch eine vitalstoffreiche Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen, Proteinen, Mineralien und ungesättigten Fettsäuren (Omega-3, -6 und -9) kann die Mangelernährung, Antriebslosigkeit, Depression und auch ein gewisses Aggressionspotential reduziert werden.


Neemsaat, Foto: © Plan Verde

Plan Verde ist außerdem der Meinung, dass eine gute Ernährung eine Notwendigkeit ist, für Kraft, Ausdauer und Leistungsfähigkeit. So gesehen ist dies ein Beitrag, den Hunger und Ernährungsmangel, sowie Kriminalität zu reduzieren und so ein Stück Friedenssicherung zu bieten. Damit ergeben sich sogar mit einem Schlag drei Teilbereiche der Nachhaltigkeit, ökologisch, sozial-kulturell und wirtschaftlich.

Der Verein schafft auf diese Weise eine Verbindung, als Umwelt- und Entwicklungshilfeprojekt, zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Armutsgebieten. Mit massiver Aufforstung nutzbringender Bäume arbeitet er für Einkommen mit einer Vielzahl an Folgeprodukten und Möglichkeiten, für den Handel, für Kunsthandwerk, die Gesundheit, der Tourismusförderung, gegen eine weiter fortschreitende Desertifikation, gegen Erosion und für eine Klima- und Bodenverbesserung. Mit Schulungen und Broschüren sollen zukünftig der Nutzen der Pflanzen und Bäume vermittelt, sowie die Möglichkeiten für die Verarbeitung und Herstellung von Produkten geschult werden.

Mit Blick in eine gute Zukunft, Plan Verde e.V.
http://www.plan-verde.org/