Der Aufstieg der Alternativenergien ist nun nicht mehr aufzuhalten

Wind- und Solarenergieanlagen liegen, weltweit betrachtet, erstmals beim Bau von Anlagen zur Energieerzeugung vor den Kohle-, Öl-, Gas- und Atomkraftwerken

Die englischsprachige Webseite Bloomberg-Business berichtete vor wenigen Tagen, dass beginnend im Jahr 2013 mehr neue Leistung zur Erzeugung Erneuerbarer Energien installiert wurde, als Leistung aus Kohle-, Öl- und Gaskraftwerken. So standen damals 143 Gigawatt Zubau bei den regenerativen Energien einer Neuerrichtung von 141 Gigawatt von fossilen Kraftwerken gegenüber. Dieser Trend sei unumkehrbar und von nun an würden die Erneuerbaren ihren Vorsprung kontinuierlich weiter ausbauen, so der Branchendienst.

Solarzellen auf Scheunendächern
Solarzellen auf Scheunendächern haben mit zum Sieg der Erneuerbaren beigetragen (Foto: Udo Schuldt)

Der Anfang des Monats erschienene "Global Trends Report" der "Frankfurt School of Finance & Management" kommt zu ganz ähnlichen Ergebnissen. Auch wenn diese Erhebung den Zubau der Erneuerbaren im Jahr 2014 mit 49% am gesamten Anlagenneubau sieht - allerdings wurde dabei Wasserkraft nicht berücksichtig - ist klar, dass die Aussagen von Bloomberg zumindestens größenordnungsmäßig stimmen.

Der ständig zunehmende Ausbau der regenerativen Energien hat auch dazu geführt, dass im Jahr 2014 erstmals in einem Boomjahr kein Anstieg der globalen CO2-Emissionen mehr stattfand. Solche Rückgänge erlebten wir in der Vergangenheit nur, wenn es weltweite Wirtschaftskrisen gab.

Maßgeblich ist insbesondere der massive Ausbau der Erneuerbaren in China. Da der Rückgang der CO2-Emissionen in der Volksrepublik seit Jahren feststellbar und gut dokumentiert ist, so z.B. in den Berichten der niederländischen Umweltagentur PBL von 2013 und 2014, kann man davon ausgehen, dass es sich hier um eine robuste Aussage handelt.

Der Siegeszug der Erneuerbaren lässt also wieder Hoffnung bezüglich des Kampfes um das Klima aufkommen, das ist gut, da die internationale Klimapolitik der Vergangenheit eher zu Frust führte.

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